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Hebraeische Bibliographie · 1862-01-01 · No. 25 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 25 Januar-Februar
Date
1862-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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15 il. Vergangenheit. Die Baraita Samüel’s. Von Dr. Zunz. Die dem jüdischen Mittelalter während eines Zeitraums von drei Jahrhunderten bekannte Baraita Samuel verlor sich allmählich und seit 5 oder 600 Jahren gedachte ihrer Niemand* nicht einmal ein Bibliograph, bis vor sechzig Jahren De Rossi ihrer erwähnte. 30 Jahre später entdeckte man ihre Spur im Buche Rasiel und verschiedene seitdem gefundene Anführungen haben manchen zu meinen verleitet, unsere Elieser-Baraita sei die verloren geglaubte. Man hat eine Stelle im Cusari als Stütze dieser Meinung angesehen, in welcher ein astronomisches Werk, genannt פרקים des R. Elieser b. Hyrcanus, gerühmt wird; es verbreite sich über Maass der Erde und der Sphären, die Natur der Sterne, des Thierkreises, der Sternbilder und ihrer Häuser, ihren guten oder bösen Einfluss, Auf- und Niedersteigung, ihren Höhen- und Tiefpunkt, so wie über die Dauer ihres Umlaufs. Da nun noch hinzugefügt wird: ״Er (Elieser) gehört zu den bekannten Mischnalehrern, und Samuel zu den Talmudlehrern,“ so glaubte man den Verfasser des Cusari dahin zu verstehen, dass Baraita Samuel und Baraita Elieser eine und dieselbe Schrift sei. Man hat jedoch übersehen, dass die Beschreibung jenes Werkes gar nicht auf unsere Elieser-Baraita passt, welche nur ein Capitel über den Sonnen- und eins über den Mondlauf enthält. Vielmehr müssen jene פרקים neben diesen beiden Capiteln noch mehreres andere enthalten und nach Elieser und Samuel ihren Namen geführt haben. Dies erhellt deutlicher aus der Anführung Abraham’s hanasi (העבור S. 36^), der aus einer Baraita, die nach diesen beiden Autoritäten genannt wird, eine — auch in פר״א c. 7 befindliche — Stelle beibringt als הורקמס p כן כחוב בשם ר' אליעזר, und unmittelbar dahinter aus derselben Baraita im Namen SamuePs eine andere, nicht bei uns befindliche, die nach ״grossen Stunden“ rechnet, was in nnsern פר״א nie der Fall ist. Nichtsdestoweniger las der Verfasser beide Stellen in einer und derselben Baraita, da er zum Ueberfluss כל החשבונות בברייתא הזו hinzusetzt, u. wiederholt von der Meinung des Samuel und des R. Elieser b. Hyrk. spricht. Ebenso drückt er sich s. 40 aus: לדברי שמואל ור״א בן הורקנוס או לדברי הברייתא הכחובה על שמם während er nur auf die erstere Stelle (פר״א c. 7) binweist. Auch David Kimchi zu Jes. 27,1 und ein העבור 'D MS. nennen Baraita Samuel nach R. Elieser.1) Höchst wahrscheinlich war unsere Elieser-Baraita in den beiden astron. Capiteln theils vollständiger, theils mangelhafter; manches mag daraus in die Samuel-Baraita übergegangen, und wiederum anderes von letzterer entlehnt sein: Es lässt sich dies gegenwärtig etwas deutlicher erkennen, da neun Capitel der verlorenen Baraita entdeckt worden, die uns gedruckt vorliegen, und unter andern darthun, dass ältere Werke neben Hinweisungen u. Stellen aus Capp. 2, 3, 4, 6, 8 ein Drittel von Cap. 5, die Hälfte von Cap. 1, und die Capp. 7 u. 9 beinahe ganz enthalten. *Zuvörderst geht aus der Baraita Samuel hervor, dass sie von unserer Elieser-Baraita durchaus verschieden ist. Sie gleicht ihr weder in der Diction >) Vgl• B. Goldberg in dem Aufsatz שם משמואל in המבשר Jahrg. 2 N. 5 n. 6 S; 41.

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