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Hebraeische Bibliographie · 1862-01-01 · No. 25 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 25 Januar-Februar
Date
1862-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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2 Spruch den Bestand der Gelehrsamkeit davon abhängig macht, dass der Studirende ihr sein Leben opfere; so kann denen, die die Freuden des Lebens im Uebermaass gemessen, wohl zugemujthet werden, dass sie etwas für die Wissenschaft opfern, und nicht überall gleich die Einwirkung derselben auf das Leben zur Bedingung ihrer Spende machen. Förderung der Literatur nennen wir also nur jene Unternehmungen pder Institute, welche es sich zur Aufgabe machen, bessere Schriften zu ermöglichen oder hervorzurufen, und indirect den Sinn für das Bessere zu wecken und zu kräftigen. Nach der Beschaffenbeit der Bücher, nach Inhalt, Tendenz und Form derselben, und nach dem Bedürfniss besonderer Unterstützung, wird die Nützlichkeit und Nothwendigkeit jedes solchen Unternehmens zn beurtheilen sein. Benjakob’s Unternehmen hat seitseiner ersten Bekanntmachung י) , wie wir aus Privatmittheilungen desselben entnehmen^ bereits eine solide Basis gewonnen, und auch einen bestimmteren Character angenommen, den wir zunächst durch einige Hauptzüge darstellen. Benjakob tritt uns zunächst als literaturkundiger uud erfahrener Buchhändler entgegen, der auf die geistigen Bedürfnisse seines Landes speculirt, ohne die übrigen ganz ausser Augen zu lassen. Er scheut sich nicht auszusprechen, dass bessere nichts talmudische, namentlich didactische Werke dort selten und iheuer sind, und er will auf dem Wege der jährlichen Subscription vön 2 Thalern nach der Zahl der Abonnenten 50 bis 75 Bogen schönen und CQrre.cten Druckes liefern, den Subscrfptionssammlern 10 % und Spesen gewähren. Er richtet sein Augenmerk zunächst auf bereits gedruckte, aber seltne oder theure klassische Werke über Kritik, Geschichte und Literaturgeschichte, wie die Schriften des Asaria de Rossi, Abr. Sacut, jechiel Heilprin 9 Qedalja Ibn Jachja Aber auch bedeutendere Werke jetzt lebender Autoren, eventuell auch ältere handschriftlich erhaltene sollen mit jenen zugleich unter dem allgemeinen Titel קרית ספר לחכמת בני ישראל erscheinen. Für. die wissenschaftliche An- Ordnung und Bearbeitung nimmt er den thätigen Bestand and die Anleitung von Fachmännern in Anspruch, und will Mühe und Kosten nicht scheuen, utn sachgemässen Anforderungen zu genügen. Benjakob giebt uns für die Erfüllung seiner Versprechen keine anderen Garantien als seinen Namen und das Interesse, welches er selbst an dem Bestände seines Unternehmens haben muss, da die Subscription jedes Jahr erneuert wird. Seine Abonnenten dürfen also erwarten, dass er ihren Wünschen Rechnung tragen werde. Allerdings dürften sich auch mit der Zeit locale Bedürfnisse geltend machen und ihm die Aufnahme vou Lehrbüchern über nichtjüdische Themen gebieten, welche anderswo nicht aus hebräischen Schriften erlernt werden. Weniger zu befürchten ist in diesem Gebiete eine Hemmung oder Verstümmelung Seitens der Oensur, namentlich bei der neuern liberalem Dichtung der russischen Regierung, welche eben im Begriff ist, die Steuer für ausländische hebr. Bücher und das bisherige Monopol der Pressen in Wilna und Szytomir aufzuheben. Au$h hat die Buchhandlung A.. Asher et Co. in Berlin die Kommission für den gewöhnlichen ßuchhandeldebit der einzelnen Schriften k) קול קורא *n der Ztschr, 12 הכרמל (auch in המליץ abgedruckt) und אל בני עמנו n. 26.

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