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Hebraeische Bibliographie · 1861-11-01 · No. 24 November-December · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 24 November-December
Date
1861-11-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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161 - 26 .ט •9 * *1568׳. Juni. Erlass der Hofkammer, dass die Juden aus, Kollin und Kuttenberg weggeschafft werden sollen, weil sich in letzterer Stadt ein Bergwerk befindet. 1568. Ein, Jude Jacob in Prag lachte die Leute aus, welche die Betglocken lauteteten und niederknieten, damit Gott den Christen gegen die Türken beistehe. Die böhmische Kammer schlägt vor, dem Juden einen Schilling am Pranger geben zu lassen, und soll ihm an der Stirne ein Zeichen eingebrannt werden. : 1571. Prag. Kaiser Maximilian befiehlt die Ausweisung der Juden aus Maltesdorf.; für den Fall, dass sie ihre Häuser nicht verkaufen könnten, so sollen sie gerichtlich feilgeboten werden. 1571, Aug. •Die böhmische Kammer bewilligt dem Juden Baruoh eine Gnadengabe von 7 fl. 1571, 23. Oct. Kaiser Maximilian an die Böhmische Kammer. Der Kaiser erklärt, das Recht der Einsetzung der Eltesten sich vorzubehalten.6) 1572, Febr. Veit Jude bittet, ihm vom Gefängnisse zu befreien, und dieses Gesuch wird ihm im Monat Juni gewährt unter der Bedingung, das er der Kammer .10000 fl. erlege. 1:575, Aug. Kaiser!. Befehl an den Kriegszahlmeisteramtscontroller, dass er mit den Prager Juden unterhandle, damit sie ein Anlehen für das Kriegswesen pr. 10000 f. machen, und können sie die mährischen und schlefischen Juden zur Theilnähme einladen. *1578, Prag 24. Nov. (Sonntag 14. Kislev 339). Beschliessen 53 Mitglieder der Prägfcr Gemeinde, welche namentlich angeführt sind, dass sie sich nach der Ordäung,. welche die ״in Gott verschiedenen Rabbi Maier von Pada 7) Rabi Jurisdiction. Uebrigens muss bemerkt werden, dass Ferdinand I. in VÜbereinstimmung mit der Landtafel (Verhandlungen lit. a 16) die Juden aus Böhmen verjagt. Zu jener Zeit war es bloss 15 Familien gestattet, für kurze Zeit zu bleiben. Als Grund der Ausweisung; wird angegeben, dass die Juden sich mit den Türken verbunden hätten (Zun%9 Syn. Poesie S.57, führt einen andern Grund an). Ueberall scheint blosse Willkür den Ausschlag gegeben zu haben, und es wird schwer eine Methode in diesen Vorgängen zu finden. •) Die Wähl der Aeltesten fand in folgender Weise statt: Sämmtliche Gemeindemitglieder batten das Wahlrecht, es bestand kein Census, — der מהר״ם פאדוה begründet dieses in der Eingabe, die dem Kaiser vorgelegt ward, dadurch, dass auch Moses (Deut. 1,13) zum Volke spricht: ״Wählet Euch Männer, und ich will sie setzen an Eure Spitze.״ Er folgert ferner daraus, dass dem Kaiser das Recht der Bestätigung zustehe (s. Midrasch Rabb. z. St.). —Aus den Urwahlen gingen die Wähler hervor, welche, nachdem sie den Eid abgelegt, die Aeltesten und Gemeinältesten (für Prag je fünf) wählten und den Richter; diese wurden dann vom Kaiser bestätigt, nachdem sie ihm von der Kammer vorgeschlagen worden. In vielen jüdischen Gemeinden geschieht der Wahlact des Gemeindevorstandes noch jetzt in dieser Weise. *t*9) Meir Katzeneilenbögen, vgl. über ihn Literaturblatt des Orients 1846 N. 39. [Er st. 20. Schebat, 22. Jan. 1565, s. Catal. p. 1702, u. CXII zu 1702-3. .§?$.]׳. — R. Jacob aus Worms war Oberrabb. von Deutschland, Onkel des ״hohen“ R. Low in Prag?—. Unter, den Unterzeichneten befinden sich ,,Mardochay Samuel's Son, sonst Ufteusel genandt,“ u. Juda Ger schonי Buchdruckers Son,“ über welchen vgl. Zunzy Zur Gesch. S.262. [Z. hat ,,bis 1564“ nach dem Actenstück bei Jeittelesי יזכרון ליום יאחרון wie er hur privatim mitth eilte; Jehuda b. Gers, erscheint auf' einem Drucke v. J. 1541, Catal. p. 2966, und heisst Impressor> unten A. 11. Äf.]

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