Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 22 Juli-August
- Date
- 1861-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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93 274] erklärt, nebst eingehenden Untersuchungen über Dauer und Ausdehnung der assyrischen Obmacht in Asien und Aegypten, über die Hyksos, über Aul, Lud, Elam u. s. w♦ 8. Leipzig, Dörffling 1861. (VIII, 196 S., 24 Sgr.) [271] ZÜNDBL, DAV. Kritische Untersuchungen über die Abfassungszeit des Buches Daniel. 8. Basels Bachmani! 1861. (XVI, 27 IS., 1 Th.). [272] 111• Allgemeine I4iter»tur. Redsleb, CI« M. Apokalypsis. Blätter für pneumatisches Christenthum u. mystische Schrifterklärung. I.Bd. 8. Hamburg, Jöwien 1859. (XXVIII u. 156S.) * [273] [Man verständigt sich viel leichter über den complicirtesten Gegenstand als über die einfachste Methode, die beiden Abhandl. (über urchristl. kirchl. Mysterien״und über yl&aacag XaAtlv S.68 sollen aber eine, freilich nicht neue, Auslegungsmethode, die esoterische (ל(סןך rein formell beweisen; der Vf. weiss keine andere Rechtfertigung für die Sittlichkeit, ja für die Vernünftigkeit der biblischen Schriften, als dass ihnen sittlich-religiöse Begriffe (S.48 vgl. S. 29 11. 53 über historische, u. TIB. HI S.69) als Geheimnisse zu Grunde liegen, welche durch eine nothwendige ״Kriegslist/•‘ (S.140) dem exoterischen Kreise •geradezu verdreht wurden. Es drängt sich hier zunächst die Frage auf, ob dieser Ordensjesuitismus der Wahrheit gegenüber sittlich zu rechtfertigen sei. Misslich ist es jedenfalls, Kritiker und Historiker von der Existenz eines Geheimnisses überzeugen zu wollen, ohne sie in dasselbe einzuweihen, danach den gewöhnlichen Criterien jede Voraussetzung nur durch ihre concrete Erscheinung geprüft werden kann. Aber, selbst zugegeben, dass das Christenthum ״gleich ursprünglich als Mysterium angelegt worden“ (S.XXV), so fehlt für das Judenthum die psychologische und historische Basis zu einer solchen Hypothese. Auf Einzelnes legt der Vf. selbst keinen Werth; wir beschränken uns daher auf einige nahe liegende Beispiele: S.71 נח vom Messiasnamen מנחם » der a*>er wahrscheinlich erst aus einer midraschischen Fixirung des Ausdruckes im Klaglied (1,2,9,16,17) entstanden» und' vielleicht erst aus פרקליט (vgh Bondi, 205 אור אסתר) übersetzt ist (s. oben S.68A.5). חנוכה ®ls '/g5Va (S.50) erklärt sich einfach durch die (nach Rapop. von שמחת תורה Übertragene) Illumination; das Handauflegen (S.19ו stammt vom Opfercultus. Zu S.XV über ״Genealogien“ vgl. לוחסץ hei G. V. 169; vgl• Frankel’* Mtschr. 1859 S.110.J Weber, A. Die vedischen Nachrichten vor! den naxalra (Mondslaiionen). 1. Th. Hist. Einleit. (Aus d. Abh. d. k. Akademie S.283-332). 4. Berlin, Comm. Dümmler 1860. [274] [Es handelt sich darum, den indischen Ursprung der 28 Mondstationen nachzuweisen, wobei gelegentlich (S.308). üb. Beziehungen zwischen Juden und Chinesen, die mir noch fraglich sind. Indem der Vf. die Spuren der Mondst. überhaupt in Westasien verfolgt, will er ״noch immer“ das biblische מזלות dahin deuten, während (S.317) מורות e*n einzelnes Sternbild sei (wie Beresch. Rabb. c.10; das hier unberührte □מורי inPirkeR. Elieserc. 6 ein Fenster in der Mitte des Himmels u.s. w., vgl.כ״ח VII,63). Dem widerspricht die, hier gewiss entscheidende Bedeutung von מזלות den jüd. Schriften, während die Stationen und ihre Bezeichnung מחנות הלבנה erst spät, wahrscheinlich von den Arabern, zu den Juden kamen und überhaupt nur im engeren Kreise der Astrologie bekannt waren, wo man selbst entsprechende Psalmen dafür aussuchte >). י״ב) מזלות) bezeichnet den Zodiak nicht erst in dem (ziemlich jungen) י) Z. B. in Cod. München 214. — Auch Gans, 299§ נחטר ונעים Ende, nennt geradezu die ״indischen Weisen.“