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Hebraeische Bibliographie · 1861-05-01 · No. 21 Mai-Juni · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 21 Mai-Juni
Date
1861-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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61 164] habe ich schon bei der Ankündigung angedeutet, aber ich sehe z. B. keine Schwierigkeit in den Worten Hai’s über die Spitze des Etrog (S. 105 A. 130), welche mit einer Spindel verglichen wird (arab. das י in פילכא für פילכה, ist Vocalbuchstabe, bei Natan s. v. פיקה ed. Landau falsch פלבה > es Ist das hebr. ך^); sie ist dem Angesicht des Pflückers (לוקט) zugewendet, wie die Spitze einer Brust. Bei Natan s. v. פטס heisst es Namen Chananel’s דד החוטם כפיטטא ישל דד das Wort ךך steht in ה^ט (ed. Ven. Bl. 195) nicht, die Lesart qj (verbürgt durch!מנהי) *st unverständlich; Hai zu Okzinl, 2 hat יךןךאן wofür bei Spätem חודן (die Spitze), Maimonides zu Sukka HI (f. 34) hat einfach הדך, aber für דך (Joma IH, 10) setzt er חוטמין (vgh Sukka IV, 9). Die Spitze oder Krone wird auch mit der Spitze der Wirbelsäule verglichen (Natan s.v. ןץ). Mussaphia’s Hinweisung auf das Griechische und טבןך (s• v• פטם) ist mir unklar, 0|u<paA0£ ist der Stiel (also ןקץ^/), umbilicus, das Hervorragende an Pflanzen u. dgl. — Wir enthalten uns jeder Bemerkung über die gewissermassen biographische Notiz der Vorrede (in welcher u. A. auch der Titel אלמחאצרה ואלמדאכלה wieder corrumpirt ist), aber was soll man dazu sagen, wenn der begutachtende Rabbiner in London, (gegen die richtige Emendation Dernburg’s S.27) Josef ben Abitur zum Vf. von אהללה machen will, welches im Siddur des Saadia vorkömmt (Lanäshuth, Ammnde S.86)! Die Worte, welche Jehuda Levi über 1s. Gajjat gesungen haben soll וכל שומעיו מעידים כי דברי נבואות C$170 הם ואולם הם שקלים lassen sich mit einer kleinen Modification auf diese Notiz selbst anwenden. Ich kenne nur 6 Gedichte Jehuda Levi’s an Jehuda Gajjat (den Lonsano wohl nur aus Cönjectur als Sohn bezeichnet?) und dessen Antwort im Oxforder Divan, doch sagt auch Zun% (S. P. 225): Aus seinem Silluk weht uns prophetischer Hauch an. An genannter Stelle S. 27 verspricht der Comm. einen מאמך נ. על הפיוטים (ספר) תיטיב דעת יופיע דעות בענינים מתחלפים, חדשים לבק׳רים טקרוב בינה מאלפים, לבחורי חמד להשחלמם כספים, מאחי הדל מרדכי סולטנסקיי הלוצקי חנה פה לע״ע קה״ק גוולווא יצ׳ו בן א״א מ״ו ועט’ר ההיו כמה׳ורר יוסף הצדיק אב״ד רב וט״ץ דקהיק לוצקא זצ״ל. Tetib Daat Polemisches von dem Karäer Mordechai Saltanski ben Josef aus Luzk (mit kurzem entsprechendem russischem Titel). 8. Eupatoria, bei Abraham Firkowicz 1858 (130) .(חרי״ט S.) [104] [Schon die ausserordentliche Seltenheit einer neuen, von einem Karäer ausgehenden und durch den Druck verbreiteten Schrift giebt diesem Büchlein einen erhöhten Werth. In den dreissiger Jahren erwachte unter den Karäern sehr lebhaft das Interesse, wichtige Werke, die bis dahin nur in wenigen Exemplaren handschriftlich oder in seltenen Drucken vorhanden waren, durch den Druck zu verbreiten; nun trat bald ein neuer Eifer hinzu., die literarischen Schätze, die im Staube von Synagogen vergraben lagen, aufzusuchen und zu sammeln, ein Eifer, der von den glücklichsten Erfolgen begleitet war. Die Bibelhandschriften, die uns babylonische Lesarten und PunCtation נ) aus dem Schutte der Geschichte wieder vorführten, eine Anzahl beachtenswerther‘ literarischer Reliquien, waren das Resultat hingebender Nachsüchungen. Dieser Eifer hatte sich nach beiden Seiten, das Vorhandene zugänglicher zu machen und das Verschüttete aufzugraben, an der Neubelebung der jüdischen Literatur, die unter den Rabbaniten vor sich gegangen war, entzündet, und ein harmonisches wissenschaftliches Streben hatte auch die Scheidewände zwischen den beiden Parteien gelockert. Sah man von Seiten der Wissenschaft im rabbinischen Lager unbefangen auf die Leistungen der Karäer im geschichtlichen Verlaufe hin, würdigte man gerne ihre Verdienste und erkannte man ihre Einwirkung auf die jüdische Ge- *) Ueber diesen Gegenstand bereitet Pinsker eine neue Schrift vor, von der mir bereits zwei Druckbogen vorliegen.

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