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Hebraeische Bibliographie · 1861-03-01 · No. 20 März-April · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 20 März-April
Date
1861-03-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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.32 [66 Diese Fibel würde mit geringen Modificationen auch für die,Anfänge des hebr. Unterrichts in Gymnasien u. s. w. zu gebrauchen sein, •und, obwohl sie mit leichterer Consequenz in der s. g. portugiesischen Anssprache ausgeführt worden, so kann sie doch auch der deutschen Aussprache adaptirt werden. Die einzelnen Grundsätze, die in der Ausführung fast ohne Ausnahme zur Geltung kommen, sind folgende: 1. Jede Laut- und Wort-fiction, also alles Sinnlose, ist vom ersten Anfang an streng vermieden. Bei der Auswahl der Flexionsformen habe ich mich im Allgemeinen an die in der Bibel vorkommenden gehalten, in wenigen Fällen jedoch zur Ergänzung des Lesestoffes regelmässige Formen selbstgebildet, z.B. §36ff. ם נסי• s. w. als stat. cönstr. des particip. plur. נסים> anderswo sind einige, ineist bekanntere, Eigennamen aufgenommen. T 2. Der Lesestoff ist im Ganzen so reich, als die Wortformen es zulassen, was dem Minderbefähigten zu statten kommt, daher auch die Fibel, selbst in dem splendiden Probe-Abzug auf nur 3£ Bogen (S.8-64, § 8-140) den grössten Theil der hebr. Wurzeln und fast alle Wortformen in möglichst systematischer Ordnung umfasst, abgesehen von den Uebungen und Anmerkungen. 3. Eine auch nur mässige Kenntniss des Hebräischen bedingt einige Fertigkeit im Lesen ohne Vocalzeichen, und ist, nach meiner Ansicht, schon frühzeitig darauf zu sehen, dass der Schüler sich von denselben zu emancipiren lerne. Ich habe daher unter jeder häufigem Wortform eine grosse Zahl von Beispielen unpunktirt als Uetwwi/sparagraphen angefügt, die der Lehrer beim allerersten Lautiren überspringen kann. Ueber das Maass und Verhältniss dieser unpunctirten zu den punctirten Beispielen, ihre etwaige Stelle unter einer Linie, oder ganz und gar am Ende, kann man verschiedener Ansicht sein, ihre Zweckmässigkeit überhaupt hat sich mir aus der Praxis ergeben. Sie bieten zugleich eine reiche Auswahl für spätere grammatische Aufgaben, und sind daher noch unter sich selbst nach grammatischen Rücksichten abgetheilt, z.B. §26 die. ult n unter 2 u. 3; §50 enthält die Verba perf. in 16 Abtheilungen (יטב ist unter 5 irrthümlich stehen geblieben, s. § 51,12) nach dem 2. Rad. buchst.» geordnet, darunter auch redupt, die im Kal. perfect, construirt Vorkommen, die Uebersicht der imperf. redupl. wäre also aus S.93 irgendwo einzureihen. 3. Die WorttonXokrQ ist von Anfang an berücksichtigt, nämlich indirect vorbereitet und im Zusammenhang mit der Wortbildung und Flexion practisch eingeübt, insofern jede pennlt durch einen senkrechten Strich bezeichnet ist; ist an der entsprechenden Stelle (Schewa mobile) besonders behandelt (§77,2ff.). 4. Der hebräische Schüler muss so früh als möglich zur Bibel, als dem Grundbuche geführt werden. Daher sind schon von § 66 an 2?t‘5eistellen als Leseübungen mit nicht geringer Mühe gesammelt, die stets nur die bereits gelehrten Sylbenformeu enthalten, und darin später einzelne Wörter unpunctirt gelassen, die als Uebungsaufgabe für Befähigtere dienen können. Auch diese § § könnten eventuel am Schluss gesammelt werden. 5. Auf die ,Stotzbildung und den inhaltlichen Zusammenhang der Wörter durch selbstständige Bildung von Sätzen soll nach meiner Ansicht nicht so früh eingegangen werden, als es z. B. in der Schwarz’schen Fibel geschieht (s. die Anzeige unter N. 130), weil dabei nothwendig die Consequenz der Lese - und Wortbildungslehre zu sehr beeinträchtigt wird. Ich habe daher nur in § 47 (u. 96) eine Probe leichter Sätze aus langen Vocalen in einf. Sylbe gegeben, wo in dem Sprachbuche die englische Uebersetzung beigefügt ist. Ich bin der Ansicht, dass beim Hebräischen, wie bei allen andern Sprachen, später auch schriftliche Uebersetzungsübungen hinzutreten müssen, aber die betreffenden Pensa (bestehend aus Texten der relativen lebenden Sprache mit hebr. Vocabular oder umgekehrt) sind eine ganz selbstständige Arbeit, die freilich in organischen Zusammenhang mit einer Fibel zu bringen wäre. 6. Alle Theorie stösst in der Ausführung auf' unvermeidliche InconseqUenzen. Bei dem relativen Mangel des biblischen Sprachstoffes würde eine zu weit gehende grammaticalische Spaltung .und Unterabtheilung des Lesestoffes der Fibel eine unangemessene Form und Ausdehnung geben, ja, in den allerersten Anfängen wäre eine solche

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