Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 20 März-April
- Date
- 1861-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Geiste, in der Ueberzeugung, dass das Judenthum eine geistige Macht ist, der der volle Einfluss auf die geschichtliche Entwickelung der Menschheit nicht verkümmert werden darf. Diese Ueberzeugung wurzelt in der Achtung für die geistigen Thaten des Judenthums, für seine Literatur. Nur wenn die Juden selbst ihre Literatur ehren und pflegen, kann auch deren Anerkennung in weiteren Kreisen errungen werden; wenn die Ebenbürtigkeit der.jüdischen Literatur anerkannt ist, so kann einer solchen geistigen Macht ihre Berechtigung nicht vorenthalten bleiben. Wenn die geistigen Kräfte jedoch innerhalb des Judenthums lässig wären in der Befruchtdng u. Pflege der eignen Literatur, die Glieder .desselben gleichgültig gegen deren Ent- Wickelung: so würden sie sich, wenn auch sonst wohlthätig in allen Be- Strebungen allgemeiner Bildung, tüchtig in aller staatsbürgerlichen Wirksamkeit, des begründetsten Bechtstitels für ihr volles Recht als Juden berauben. Die Ebenbürtigkeit des Judenthums und seiner Literatur begründet allein vollkommen die Ebenbürtigkeit von dessen Bekennern und deren Pflegern. Der beredtste Zeuge von der Achtung für die geistige Arbeit ist die Gründung und Erhaltung einer Bibliothek; sie ist nicht bloss eine Nahrung des Geistes, sie ist zugleick ein Denkmal des Geistes, wo unsere Ahnen in ihrem tiefsten Lebensgehalte versammelt sind, wo die Geister Rede stehen von ihrem Wirken zu ihrer Zeit und ihr Unvergängliches uns freudig zu frischer Belebung darbieten. Eine Bibliothek stellt uns bildlich das Band der Zeiten dar, wie das graue Aiterthum sich mit der frischen Gegenwart verschlingt, die einigende Kraft des Geistes, die alle Störungen u. Zersplitterungen überdauert. Mit Ehrfurcht und Freudigkeit begrüssen wir in ihr den unverdrossenen Eifer, der zu allen Zeiten dem heiligen Buche zugewandt war, die geistige Vertiefung, welche die Männer des Thalmuds unter dem Ringen, Zucken und Verenden der selbstständigen Volkskraft angeslrebt, das mächtige Anklammern an diese Ueberreste einer grossen Vorzeit, an diesen allein geretteten Schatz aus dem gänzlichen Zusammensturze, den wunderbaren Aufschwung unter dem Pochen einer neuen arabischen Literatur, die geistige Regsamkeit bei dem schwerfälligen Erwachen der christlichen romanischen Völker, die tröstende und erhaltende Kraft unter der erdrückenden Wucht, welche die Zertrümmerung des Mittelalters mit sich führte, das junge Reifen und Blühen, wo ein neuer Geist, Frühlingsdüfte aushauchend, die Völker belebt. Und diese frische Triebkraft erweckt neue Kräfte und belebt auch die todten Ueberreste der Vergangenheit. Eine jüdische Gemeinde-Bibliothek ist der Ausdruck der Achtung für den Geist, welcher im Judenthum waltete und waltet* als solchen Ausdruck begrüssen wir freudig ihre Gründung, begleiten wir theilnehmend ihre Erhaltung und Erweiterung. 1. Bibliographie. אבני יהושע על פרקי-אבות הכרתיו אף-עשיתיו אני הצעיר יהושע פ א לק בן כ״ה טרדכי הכהן ו״ל מק״ק קארניק ולע״ע בנואיארק (sic). נדפס פה ק׳ק נואיארק אצל יוסף בן יעקב ו״ל בשנת כתר לפ״ק. 8.