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Hebraeische Bibliographie · 1861-01-01 · No. 19 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 19 Januar-Februar
Date
1861-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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19 zahlt jährlich einen ungarischen Gulden und jeder Hausgenosse einen halben Gulden der Obrigkeit).!567. Prossnitz den 12. July. Wradislau von Fernstem auf Tobitschau in Prossnitz gibt einen Pass seinem Juden Jacob, dem Schwerdtfeger, aus Kojetein י). 1567. Juden aus Nähren, welche in Wien leben: Isaac und Jacob von lodtwilz, Letlowitz, unter dem Schutze der Gräfin Wolf von Hardeg, Samuel von Eibenschilz unter dem Marscliall von Kromau, Abraham aus Polle unter Zacharias, obersten Landeshauptmann, Jacob und Moses von Kojetein unter W. v. Fernstem * * 3). 1567. 7. Februar. Hieronimus Beck v. Leopoldsdorff, Römischer Kaiserlicher Majestät Hof-Cammer-Rat bekennt im Namen des Kaisers, dass dieser dem Juden Hirschei 1200 fl. schuldig sei. 1568. Lodtwitz 20. July. Adam Trafßnzky v. Radmuel gibt seinem Schutzjuden Jacob einen Pass nach Schlesien mit der Versicherung, dass in den umliegenden Oertern nicht die böse Seuche vorhanden sei.4) 1570. Elclianan Paulus, getaufter Jude, bittet den Kaiser um ein Geschenk f&r die von ihm verfassten zwei Bücher gegen die Juden, welche er den ,Erzherzogen Emst und Max dedicirt hat.5) 1599. Nov. Vicedomb Wolf von Fürth räth; um der Finanznot abzuhelfen, die Güter der Geistlichen anzugreifen und den Juden mit der Aus- Schaffung zu drohen, um ein Lösegeld zu erhalten. *) 1000. Verzeichniss der Juden im Stuben-Viertl, wie vill ln der Statt wohnen. (Im Ganzen 13 Familien und 71 Personen, wobei die Familienväter namentlich angeführt sind). Im Wimmer-Viertel bloss Elias Aluanus, ,,gefiel diese Steuer zu. Wie es scheint wurden die Juden in Folge dieser Steuer von einer ihnen drohenden Ausweisung befreit. Die Princessinnen nahmen für sie das Wort. *) Diese Beschäftigung von Seite eines Juden zu jener Zeit, dürfte wol zu den Ausnahmen gehören. Es bestätigt dieses übrigens neuerdings, 'dass die Juden Handwerke trieben, wenn diese ihnen nicht verboten waren. *) Diese Schutzjuden genossen nicht gleiche Rechte mit den Hofluden, sie hatten aber mehr Vorrechte als die andern Juden und waren bezüglich der Maut etc. den Christen gleichgestellt, freilich galt dieses nur auf dem Gebiete, welches dem Schutzherrn gehörte. 4) Vom Jahre 1566 angefangen wüthetete fast ein ganzes Jahrhundert die Pest und am 10. September 1615 wurde verordnet, dass die in Wien .verstorbenen Juden in das Verzeichniss der Verstorbenen aufgenommen werden sollen, um den Grad der Sterblichkeit kennen zu lernen. Dieses war der erste Schritt zur Gleichberechtigung. *) Ueber. Paulus s. WoJf Bibi. a. m. O. [Catal. p.2715. Ät.J,. •) Man griff zu letzterem Mittel, wo. man keine Opposition";zu fürchten hatte, und massenhafte Summen flössen in Folge davon in die Staatscasse. Auch mussten die Juden zeitweilig unentgeltlich Lieferungen für das Militair übernehen. Im Jahre 1647 hatten die mährischen Juden 150 Soldatenkleider zu liefern. Jacob Donat ans Boscowitz ordnete diese Angelegenheit. In den Inschriften des alten jüdischen Friedhofes in Wien No. 316 ist fälschlich angegeben: Bon [ך* ן!] Jacob Boscowitz. [Die Familie Donat existirt noch z. B. in ״Prossnitz, ursprünglich ist es wohl Ueber- Setzung von Natan oder Jonatan. £*.] "

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