Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 18 November-December
- Date
- 1860-11-01
- Page
- [Seite 128] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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119 Abgesandten aus Kabulistan, Dsuban, der das Buch im Palast zu Madaln gefuuden haben soll, erhielt Fadhl b. Salti den Titel ״ י ך־ו אלריאסחיןach seiner Tödtung (202 H.) folgte ihm vermuthlich sein Bruder Hasan (bis 235 H.) in der Wurde; und ״auf dessen Befehl“ mochte wohl, nach de S., dasWerkchen aus irgendeinem alten persischen Idiom übersetzt worden sein 11). Die^;Autorschaft Huschenk's, — den die fusionäre Legende mit Mahalalel combinirt ל(?ג — halt auch de S. (p.30) für eine muselmännische Unterschiebung, da er weder im Schahnahme als Autor erscheint, noch auch Y0n dem mysteriösen Dsuban als Autor bezeichnet wird» Letzterer sagt dem Hasan, das Buch sei von ״.Kandshud, Wesir des Königs von Iran-Schehr, aus der alten Weisheit ausgezögen“ 13). Ueber diesen K. verliert der grosse Orientalist auffallender Weise nicht eine Sylbe, ab ob es sich um einen vollständig willkührlich erfundenen Namen handelte* um so mehr wird es gestattet sein, hier den sonst so gefährlichen Weg der Hypothese zu betreten, und die ausserdem Unbrauchbare Notiz im Philologus zu verwerthen. Wir knüpfen hier zunächst an eine Bemerkung Chwolsohrfs in seiner Abhandlung über die Ueberreste allbabyl. Literatur14)« Derselbe combinirt (Altbab. Lit» S.186) Kenked (כנכד), den angebliehen Sohn des Masi [wahrscheinlich aus Moses fingirt], mit Hangar ]קער] b. Ur b. Kesed, der, nach der Einleitung zu dem Buche Pseudo-Asaf, ״den Midrasch der Kasdim“ über Zauberei übersetzte.15) JeUineh hat diese Einleitung als eine Relation über ein ״Noah-Buch“ veröffentlicht, und als ,Jiebräischen Ueberrest aus dem Buch der Jubiläenu bezeichnet.16) Dagegen behauptet Crm^te,17) mit der ihm־ eigentümlichen Zuversichtlichkeit, dass das Stück ein ,Jüngeres Machwerk betrügerischen Ursprungs, in dem Lügengewebe der Haranier“ wurzele, der entschieden corrumpirte Name aus anderen Quellen zu corrigiren sei. Es müsse nemlich קנטאר] קנטר בן ארפכשד] ge״* lesen werden, nach welchem sich eine Secte benennen soll, welche der Prophetie Noah’s anhänge. Hantar b. Arpachschad sei eine Fiction der Ssabier, die noch unter Kahir (932-3) verfolgt wurden, weil sie kein Offenbarungsbuch hatten. Der ״pseudepigraphische Schwindel“ derselben soll seine Blüthe vom elften Jahrhundert an gehabt haben.18) Dieser Zeit und diesem Ursprung gehöre also auch Kantar, und das Werk das ihn citirt, könne nicht mit dem von Salmon b. Jerucham (im J. 920) citirten ״mystischen“ Buch Sem b. Noah’s identisch sein. 19) Es kann hier nicht auf die Ent- Wicklung der Pseudepigraphie des achten Jahrli. und ff. eingegangen, und das keineswegs gleichgiltige Zeitalter de Pseudo - Asaf, dessen Inhalt wohl zu der Schilderung des Sem-Buchs bei Salmon passt,20) erörtert werden. Die in den meisten HSS. des Asaf befindliche Einleitung ist u. A. auch gesondert in Cod. Laud. 113 (Bl. 77), 21) und hat die, wahrscheinlich richtige Lesart קינן Kanan, obwohl mangelhaft בן כשד. Dieser Katvav Sohn des Arpachschad findet sich nur in den Septuaginta zu Genes. X. 24, XI. 12,22) von welchen das Buch der Jubiläen abhängt,23) daher letzteres24) ihn zum Uebersetzer einer Inschrift der Vorväter u. s. w. macht25). In der abweichenden, ihren Ursprung verrathenden Legende 26) erzählt Alexander in seinem Briefe an Aristoteles, dass er in der indischen Provinz פרסיאקון auf steinernen Tafeln 2*) eine hebräische Inschrift des aiitideluvianischen Kainan bf