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Hebraeische Bibliographie · 1860-11-01 · No. 18 November-December · p. [Seite 127]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band III. 1860
Issue
No. 18 November-December
Date
1860-11-01
Page
[Seite 127] (sequence 18)
Language
German
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118 ein Brief ,des Aristoteles an Alexander befindet, dessen Echtheit sich dem Abbatte Pietro Armellini aus einer längeren Prüfung ergeben haben soll. Was der Codex sonst aus griechischen Autoren, namentlich aus Plato, in arabischer Uebersetzung enthält, soll ״ohne Ausnahme echt“ sein. Wir wollen diese Beweise bei der beabsichtigten Herausgäbe jenes Briefes ruhig abwarten und vorläufig auf die im Catal. libr. hehr.. unter Aristoteles 11. Add• verzeichneten Quellen hinweisen. Was aber den Codex selbst betrifft, so bemerkt der Berichterstatter, dass er ״in der That eines fürstlichen Besitzers würdig sei, denn er enthalte nur Perlen•״ Diese Worte beziehen sich auf die Beschreibung Assemanis [wo? ist nicht angegeben, ich kenne nur den Catalog von Mai\, aus welcher ich nur folgende, näher zu beleuchtende Stelte wiederhole: ״.. Aisdlk-hegius Rex filiis suisque successoribus Regibus testamento legavit, eumque e prisca lingua in Persicam vertit quidam Chaivgiur (sic) b. Asphendiar, arabicum vero fecit Alhasenus b Sciahel Achudi(!), perfecitque Achmed b. Maskurah (sic), lingg. pers., arab., indicae ac graecae cognitiöne peritissimus“ etc. Man muss sich billig wundern, dass diese vielfach irrige Beschreibung noch im Jahre 1860 abgedruckt wird, nachdem^ das Richtige in zugänglichen Werken längst gegeben ist, und als oh es sich um ein unicum handle. Das so beschriebene Werk ist unstreitig das 1אדאג אלעדב ואלפרס)' des als Greis im J. 1030 gestorbenen Schatzmeisters Abu Ali Ahmed b. Muhammed [Ibn] Miskeweih (od. Miskujeh)3). Dieser vielseitige Gelehrte und Schriftsteller berichtet im Vorw, er habe in einem Werke'3) des Abu Othmän [Amr genannt] äl-Dschahis, 4), [der ein Kenner griechiscfid^ Philosophie, u. A. Verfasser einer grösseren Sentenzensammlung0) war] -r־ des Buches ״der ewigen Vernnnft6) (oder ew. Weisheit גאוידאן 5רד ZtoAäwidan Khired) ausserordentlich rühmende Erwähnung gefunden, und daher sich bemüht,, dasselbe zu erlangen, es auch endlich bei dem Mobed der Mobed in Persien entdeckt. Beim Durchlesen desselben ergab sish ihm, dass in den Maximen der genannten vier Nazionen sich manches Analoge finde7), obzwar dieses Buch älter sei, da es das Testament des Inschenk (oder Ouscheng)8) an seine Söhne und Nachfolger enthalte, der bald nach der Sintftuth regierte, so dass Niemand vor ihm Sittenregeln aufgestellt• Der Verf. habe daher das Büchlein in seiner Vorrede aüfgenommen, und dann anderes damit übereinstimmende, jenen vier Nazioneu Angehörende hinzugefügt. Daher kommt es denn, dass in den Handschriften das Buch des Miskeweih als P8h. Kh. bezeichnet wird9). Eine andre längst beseitigte Confusioh mit Kalila we-Dimna u. s. w. soll hier nur kurz berührt werden10). Hingegen verdient das angebliche Testament nach verschiedenen Seiten hin die Aufmerksamkeit, welche der Begründer der orientalischen Wissenschaft vor 30 Jahren darauf lenkte, wenn uns ,auch seine Mnthmassung über Zeit und Ursprung desselben nicht überzeugt hat. Die nach Misk. mitgetheilte Erzäh- Iung des Dshahis bezeichnet de Sacy selbst (p.14) als eine seltsam klingende aber nicht ganz zu verwerfende. Im J. 196 H., zur Zeit des angeblichen h&ndlung dermassen angewachsen, dass es angemessen schien, sie vollständig abzutrennen. Die Anmerkungen mussten aus typographischen Rücksichten zuletzt angehängt werden.

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