Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 17 September-October
- Date
- 1860-09-01
- Page
- [Seite 96] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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87 1WJ — Aber auch von seinen Feinden muss ,man lernen, und die Rüge, die offenbar einen Artikel eines bekannten Jahrbuchs trifft (S.49) verdient Beherzigung.] Kays&rlilgj Sephardim etc. (Forts.] [1024:] [Die Ableitung des Namens Ferrus von פרוש im Sinne von Abtrünniger (S.73) hat weder sprachlichen noch sachlichen Halt, vielmehr ist es die lat. Uebersetzung dek bekannten Namens ברןלי (Barsillai), und identisch mit Bargelay im Gedichte des Diego (S.76), welches hierdurch einen prägnanten Sinn erhält, während die Conjectur S.334 (A.90, wo Aljama hier nicht die »‘Judenstadt“) schon durch das J.4482 als Anachronismus uns erscheint. Für das Judenthum jenes Diego fehlt die Autorität. »Dios Ayuda“ ist offenbar Asarja, Abu As. (Abu Nassar) Samuel ist eine alte Namenscombination. ~ »Äbalofia“ (S.102) und ״Äbalasia“ (S.103) ist beides der bekannte Name Abulafia. — Ueber die Zahl der spanischen Exulanten und ihr Verhältniss zu den Zurückgebliebenen ist der Vf. nicht ganz exact, wenn er S.109 von ״sehr wenigen Schwächlingen“ spricht und S.110 die Anzahl der Zurückgebliebenen an sich bedeutend nennt, aber dass er gerade die Anzahl 600000 des berüchtigten Jachja im Text aufnimmt, befremdet umsomehr, als es bei dem ״Auszuge aus dem neuen Egypten“ so nahe lag, jene Zahl als die des alten Auszuges wiederzuerkennen. — S.134 ist von ״vielen“ in spanischer Sprache verfassten Gebeten die Rede; wir glauben nicht, dass der Beleg dafür gegeben werden kann, und es handelt sich wieder um eine dem Thema des Buches näherstehende Frage, die eine selbsständige Behandlung verdiente, nemlich den Gebrauch der span. Sprache Überhaupt. Eben so wenig dürfte es ihm• gelingen, die gänze Stelle über die angeblich von Juden nach Spanien gebrachte orientalische Musik (S.135) historisch zu erhärten^ und grade solche Dinge sind es, die gerne von der unwissenschaftlichen Literatur aufgegriffen und verbreitet werden. Das Verhältniss ist hier eher umgekehrt (vgl. Be Sola’s Abhandl. zu Ayuilar’s The ancient Melodies etc. Lond. 1857 p.13). Sehi: zu restringiren waren des Vf. gelegentliche Bemerkungen über die Religiosität cfec span.-portug. Juden (S.137), was hier zu weit führen würde. Dass die span. Bibelübersetzung hier (S.139) zu spät komme, haben wir schon gelegentlich oben S.28 N.889 bemerkt. — Hebr.-span. Gedichte שיר נאמן (S. 144) sind mitgetheilt im Litbl. V,670 (vgl. S.753).] (Forts, f.) SMacker, S. 1. A history of the modern Jews, or annals of the Hebrew Race, from the deslruction of Jerusalem to the present time. 12. Newyork 1860. (352 S., 2Thlr.) [1025] W*lf, «. Geschichte der Israel. Cultusgemeinde in Wien (1820-60). 8. Wien, Braumüller 1861 (208 S ) [1026] [״Ich habe den Tempel und seine Institutionen vorangestellt und ihm den grössten Raum gewidmet, weil in demselben das Gemeindeleben, welches sonst öffentlich nicht zum Durchbruch kömmt, sich kuhdgibt. Ich schliesse mit der Eröffnung des neuen Tempels in der Leopoldstadt 1858. Die Geschichte der wohlthätigen Stiftungen und andere statistische Notizen sind bis zum Jahre 1860 fortgeführt. Der grösste Xheil dieser Blätter ist bereits vor fünf Jahren geschrieben worden, und ich statte hiermit den hochgeehrten Herren Vertretern meinen besten Dank dafür ab, dass sie mir .damals wohlwollendst die Documenle, welche sich im Gemeindearchive befinden, zur Benützung üb erli essen. Verhältnisse und Umstände bestimmten mich, dieselben bis jetzt liegen zu lassen. Sie enthielten ursprünglich auch die politische Geschichte dieser Zeit. Nachdem es mir jedoch jetzt durch das Wohlwollen der k. k. Ministerien gegönnt ist, quellenmässig die Geschichte der Juden in Oesterreich zu behandeln rrin nicht ferner Zeit wird es mir hoffentlich möglich sein, die Geschichte der Juden in Deutschland mit besonderer Berücksichtigung Oesterreichs im 16. und 17״ Jahrhunderte zu veröffentlichen — so werde ich diese Partbie ausführlicher zu erörtern in der Lage sein. Bei der• Revision dieser Schrift habe ich diese Quellen mannigfach benutzt,“ Vorr.] '