Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 16 Juli-August
- Date
- 1860-07-01
- Page
- [Seite 84] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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75 /enthalten)^ die Brünner Ausgabe speciell aber vielfach, namentlich durch Censurlücken, verstümmelt ist. Die Variantenvergleichung ergiebt, dass im All— gemeinen der Text, wie wir ihn durch d. M. haben, correct, oft sogar das Sarav.’sche Mscrpt. zu. berichtigen im Stande ist, während anderswo freilich auch dieses richtigere Lesarten bietet. Von besonderem Werthe sind zwei Abweichungen *der Hdschr.!; aber diese gerade sind schon früher nach andern Quellen besprochen, worüber der Herausg. keine Andeutung giebt. Die eine ist ,;die Abweichung in dem Schreiben Hafs an Samuel ha-Nagid. Schon vor *2.0 Jahren habe ich, in; Melo Chofnajim S. LIII. ff. nachgewiesen, dass hier von dem ersten Herausgeber ein mildernder Zusatz gemacht worden, um das Vejrdainmungsurtheil; welches Hai’s Worte über das Studium der Philosophie schlechtweg aussprechen, auf ein einseitiges und ausschliessliches Studium derselben zu beschränken; ich zeigte, dass alle andern Schriftsteller;, welche Hai’s Worte mittheilen (und es lassen sich den dort angeführten noch hinzufügen : Isaak aus Akko in Meirath Enajim Par. וישלח ms. u. Zemach b. Salomo Dtiran in D721 1 יכין. N. 134), diesen Zusatz nicht kennen, dasselbe endlich in einem Münchener Cod*, der das Sendschreiben des Nachm, enthält, gleichfalls fehlt. Nun findet sich der Zusatz auch nicht im Sarav.’schen Codex, wie wir S. 194 (vgl. Ai 7) ersehn, aber die Bedeutung dieser Variante und die über dieselben früher gepflogenen Verhandlungen berührt der Herausg. mit keiner Sylbe, ja er ignorirt sogar eine damit im Zusammenhänge stehende Variante, nämlich dass bei d. M. nach ההם (hier S. 194.Z. 11) noch בלבד steht. Eine zweite Variante, wonach das Mscrpt. den Namen des bei d. M. bloss unbestimmt bezeichneten Gelehrten mit Isaak b. Abraham ausdrückt (S. 190 u.A. 17), hat gleichfalls bereits Carmoly nach einer andern Hdschr. angemerkt (Univers Israelite 1852 Juin p. 453). Von den Stellen, welche Nachm, aus Elasar’s b. Jehudah aus Worms שער הסוד והיחוד והאמונה anführt (S. 191 ff.) und zwar ausdrücklich hinzufügend: בלשו[ הזה U וכתוב also wörtlich anffihrt, urtheilt Hr. P. (S. 192 A, 9), sie seien ״theilweise aus dem Gedächtnisse,!heil- Weise aus einer andern als der uns vorliegenden Recension des הרוקח 'D abgeschrieben.“ Bereits vor 5 Jahren aber habe ich von der Existenz dieses ^besonderen Buches von Eiasar, dass es sich hdschr. in München befindet und die von Nachm, mitgetheilten Stellen darin enthalten sind, Nachricht gegeben, (פרשנדתא S. 50 f). Auch die Auffassung des צלם/welche Eiasar von Saadias adoptirt, als einer von Gott geschaffenen vorzüglichen Gestalt (vgl. m. Ztschr. f. wiss. Theol. V,296 ff, Urschrift 323 f., Ozar Nechmad 111 S.4ff. u. 119 f.), missversteht flr. P. gänzlich, so dass er den mit Absicht gewählten prägnanten Ausdruck Elasar'S ״ <פרצוף החמודdie begehrenswerlhe, ausgezeichnete Gestalt“, worin alle Te^te übereinstimmen, in ein nichtssagendes האמור ändern möchte (S. 191 A. 14)! Noch ein anderes Missverständnis muss berichtigt werden. Nachm, spricht nahe am Schlüsse davon, dass die fianz. Rabbinen selbst schwankend in ihrem Urtheiie seien und daher bei ihren Verehrern eine um so grössere Unsicherheit• erzeugten, in einem ersten Schreiben hätten sie die Schriften des ftlaim. gänzlich verdammt, nun aber sei eine zw eite Schaar aufgetreten, die Glieder der vorigen in sich schliesse, aber einen andern Weg einschlage, gewissermassen einen Widerruf des Bannes ausspreche und einen mildern Ton anslimme. Dies drückt er mit den Worten aus: [ועתה [ראינו