Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 13 Januar-Februar
- Date
- 1860-01-01
- Page
- [Seite 15] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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6 [793 ״Kochbe Jizchah Eine Sammlung ebr. Aufsätze etc. her. v. S. E. Stern.“ 25. Heft. 8. Wien, Dr. v. Holzwarth 1860. (124 S.) [793] [Vgl. HB. IS. 90. Dieses Heft enthält n. A. Hymnen des Abr. Ibn Esra (zum Theil sehr bekannt), u. ein kleines aber interessantes Schriftchen des noch zu wenig gekannten Isak Ibn Latif \ mitgeth. v. Jellinek, der auch ein grösseres Werk desselben verspricht, die Typen sind leider zu klein für Augen, denen Lesen in der Regel Beruf u. seiten Erholung ist, namentlich mochten wir dem Red. vorschlagen, den Abdrücken aus älteren Schriften grössere Typen und einen bestimmten Platz am Anfang oder am Ende jedes Heftes einzuräumen. Von dem ר״פ befinden sich HSS. im Vatican 355, bei De Rossi Cod. 523 u. in Paris 226, 4, aber die von Dukes (Litbh 1847 S. 406) mitgetheilte Stelle (vgl. dazu Catal S. 741) kann schon darum nicht unserm Schriftchen angehören, weil er ״Pforte 3. Abschn. 11“ angiebt. Die. von Wolf (Hip. 585) u. daher bei De Rossi angegebene HS. Oppenheim rechnet schon Zunz (Z. G. S. 236) zu den nicht auffindbaren, deren Verzeichniss bei mir auf Hunderte angewachsen ist. Jahrbuch für Israeliten 5620 (1859-60). Mit Beiträgen von etc. Herausg. v. Jos. Wertheimer. 6. Jahrg, 8. Wien, L. Sommer 1859. (248 S.) [794J [Unter den stehenden Rubriken sind die ״Rückblicke“ des Herausg. (S. 71) hervorzuheben. Man liest einmal im Jahre mit Interesse eine Auswahl aus den breitgetretenen und anwidernden Berichten der jüdischen Zeitungen. Wir billigen auch das Einziehen der ״Ehrenhallen“ (S. 174, vgl. HB. I. S. 22.. IST. 464,) aber für die Ausnahmen bei Humboldt hatte unser Material (II S. 31) vollständig benutzt werden sollen. Die neuerliche Erweiterung des Literaturberichts sogar auf Hebräisches (mit recht fleissiger Benutzung unseres Blattes) scheint uns doch nicht für den Ort angemessen, wie überhaupt trockene Bibliographie nicht in dieses Jahrbuch gehören dürfte. Unter den sporadischen Aufsätzen scheint uns der von Szanto dem Orte u. der Tendenz am meisten entsprechend durch Gewandtheit und Lebendigkeit. In dem einen Gedicht von Frankl, welcher den Wohlklang so hoch stellt, ist uns dreimaliges Verstossen gegen das natürliche Metrum aufgefallen (Str. 13 Z. 1, Str. 16 Z. 1 u. vorl. Str. letzte Z.) Zu S. 172 vgl. H,B. EC S. 68. Die Ueberschriften ״der Minister-Rabbiner (sic) Nagrela“ (!) und ״das Handlungshaus Ezmel“ sind historische Fietionen oder Irrthümer, ersteres ans der Sucht nach Neuem hervorgegangen, und der ganze Aufsatz in eine Gattung gehörig, die einer selbstständigen Beleuchtung bedarf; ״Ezmel“ ist unstreitig Forname und offenbar Samuel, durch das Arabische vermittelt. Zu S 61. ist Manches aus Jüd. Typ. S. 65 u. 74 zu verbessern und sollte man bei Nachrichten über die eigene Familie wenigstens die angeführten Quellen nachschlagen1). Die Ueberschrift ״Oberrabb.“ (S. 147) macht sich etwas drollig.] 1) Die vielerwähnte Geschichte der Einwanderung der Anusim (auch Letteris schreibt ״Onsim, Gezwungene“ wie in der Ueberschrift eines Artikels im Jew. Chron. 1859!) soll ausführlich beschrieben sein in ״einem 1773 (sic) in Ainsterd. gedr. Familienbuch, welches bloss an die Familienglieder Halevi [dieser bekannte Stammname wird hier zu einem besonderen und sogar spanischen (!) Familiennamen gestempelt S. 65] seiner Zeit vertheilt wurde.“ 1773 ist jedenfalls Irrthum, vielleicht für 1713 oder 1712, und wäre eine genauere Auskunft über jenes angebliche Familienbuch erwünscht gewesen. Nach Polak, zur holländ. Uebers. des Scheerit Jisrael p. 543, hätte der Drucker Uri b. Ahron*) die Begebenheit nach Ueberlieferungen im J. 5472 (1712) in portug. [span.?] Sprache u. d. T. ״Gedenkschrift für künftige Zeiten“ edirt und unterzeichnet. Auch 1712 ist Irrthum oder Wiederabdruck, denn die daraus abgedruckten Zeugnisse v. J. 1674 stehen, als auf Veranlassung Uri’s gegeben, schon 1684 in spanischer Sprache bei Barrios (Casa de Jacob p.2) und der *) Nach Koenen, Geschieh p. 143 wäre Ahron b. Uri der Vcrf., der Auszug im Jaarboekje 1835 (auch hei Pollak S. 135 nngef.) ist mir picht zugänglich.