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Hebraeische Bibliographie · 1859-11-01 · No. 12 November-December · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band II. 1859
Issue
No. 12 November-December
Date
1859-11-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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106 [775 der schwierigsten Gebiete, hoffentlich immer mehr Werth auf das Factische Hegen, und dadurch der Wissenschaft grössere Dienste leisten. Auch S. GXXIII Mitte sind beide Fragen über Aesop zu trennen. Wir schliessen mit einigen Einzelbemerkungen, wie sie sich beim ersten Durchlesen ergaben. S. II unten u. III. erlauben wir uns die Versinnlichung moralischer Ideen zu laugnen. Auch das hohe Alter Hiob’s ist nicht allgemein anerkannt (S. IX), und die Fabeln Salomon’s nicht gewiss handschriftl. vorhanden gewesen (S. XIII), S. XVIII uiiten ist ״Fabeln״ unsicher. Zum Folg. vgl. Jewish Lit p. (39)279. S. XX ist die Wichtigkeit des Palmbaums im alten Heidenthum mit der sich daran knüpfenden Zauberliteratur zu beachten. S. XXII Anm. 2 ist das Jahr H6Ö für Berachja noch sehr zweifelhaft, und der Titel seines Fabelbuchs vielmehr direct dem Talmud entlehnt. S. XXIII über Josua b. Chananja s. Jew. Lit p. 315 A. 10. S. XXV über die runden Zahlen zu vgl. der Aufsatz in der hebr. Zeitschr. Zion, 1 S. 6, 39. parallelen aus dem Koran und der muhammed. Legende sind zu ergänzen zu 3. LVII über Abraham (vgl. Beer, Leb. S. HO), LXXXV die Mücke (vgl. Magazin f. d. Lit. des Ausl. 1845 N. 72 S. 287 u. dazu Jalkufc Kohelet 969; die Umkehrung des speziellen Sachverhältnisses im Orient 1851■ S. 291 ist zu beweisen, vgl. Jew. Lit S. 280 Anm. 70), S. CVII (die Königin v. Saba, Balkisa, über deren Nainen vgl. Frankels Zeitschr. 1845 S. 273 gegen De Sacy bei Nicoll, Catal. p* 522 Anm. 6), S. OXV Assaph (vgl. HB. II. S. 58 Anm. 3). S. CXVIII lag היהסוך כושי עורו und die jüdisch-arab. Sage vom Fluche Ham's als Ürsprung der Neger, so wie die Bezeichnung הנדויא u. הדו für Anthiopien sehr nahe.] Mielziner, M. Die Verhältnisse der Sklaven bei den alten Hebräern, nach biblisehen u. talmudischen Quellen dargestellt. Ein Beitrag zur hebräisch-jüdischen Alterthumskunde. 8vo. Kopenhagen, P. G. Philipsen (Leipz., Hinrich) 1859. (68 S.) [775] [Die ״talmudischen Quellen* sind Talmud u. Maimonides. Der Verf. vindicirt dem milden mosais^hen Gesetz schliesslich auch einen Einfluss auf die ■Sklaven der benachbarten Völker’, deren Loos im Allgemeinen nicht so traurig gewesen sei, als das der griechischen und römischen.] Perles, J. Zwei gottesd. Vorträge, gehalten im israel. Cultus-Tempel zu Baja 24. Sept. u. 13. Okt. 8vo. Pest, Dr. v. Ph. Modianer 1859. (27 S.) [776] Stadien (Biblische). I. Geschichte, Kritik der Quellen (2 Hefte), IH. Sprachliches u. Sachliches. 8vo. Berlin, Comm. v. A. Asher et Co. [1859]. (IV u. 86, VI u. 131, IV u. 35 S.) [777] [Specimina eines grossen Doppelwerkes, welches die Bibelkunde sowohl kritisch und geschiehtlieh, als sprachlich und sachlich mit neuen Hilfsmitteln anzubauen verspricht, gegen den Ausspruch eines ehemaligen Ministers der Volks-Aufklärung, welcher für die hebräischen Studien, als bereits abgeschlossen, keinen Lehrstuhl an der Universität übrig Hess. Der Verf. giebt der Kritik theoretisch den weitesten Spielraum; sie ״darf Alles, was sie kann, der Forschergeist soll und darf keine 8chranken haben;* aber sie soll selbst nicht auf Autorität ohne Beweis Anspruch machen. Er glaubt durch Wissenschaft^ u. Kritik selbst die Autorität u. Authentie der! Bibel zum grossen Theil wiederherstellen zu können, und er hat sich fleissig und ehrlich nach jeder Art von wissenschaftlichen Mitteln umgesehen für dieses, von Hypothesen durchaus unzertrennliche Gebiet der Forschung. Wir glauben nun zwar nicht, dass seine Deduction diejenigen überzeugen werde, welöhe die Bibel zuerst vollständig so behandelt wissen wollen, wie jedes profane Buch, woranf zuletzt der Widerspruch sich spitzt; hingegen werden auch sie manchem originellen, mitunter nur zu originellem u. geistreichem Gedanken nicht ohne Theilnahme folgen. Jedenfalls begegnen wir hier dem ersten Versuch dieser Art auf jüdischem Boden, welchem also von allen Seiten die volle Ausführung um 80 eher gewünscht werden darf, als er mit voller subjectiver Ehrlichkeit unternommen ist.1). Was das Sprachliche betrifft, so vorspricht der Verf. (II S. 13) eine neue Erklärung von mehr ais 3000 der wichtigsten Verse u. Ausdrücke, worunter 314 Wurzelwörter, welche die Kritiker bisher ״für fehlerhaft, unverständlich und dunkel erklärt.״ Das vorliegende Specimen befasst sich hauptsächlich mit Erläuterungrn aus d. Arabischen, u. bietet manche gefällige Hypothese, wenn nur nicht die Basis der arabischen Lexicographie selbst noch so schwankend wäre.] Wolf, G. Ferdinand II und die Juden. Nach Aktenstücken in den Archiven der 1) So eben erhalten wir den 9. Halbbd. von Bunsen’s Bibelwerk, welcher frappante Parallelen zu den ״Studien* darbietet, deren Originalität jedoch nachweislich ist.

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