Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 12 November-December
- Date
- 1859-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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101 756] dem Kreise der Wissenschaft weisen*), sucht die mittelalterliche Philosophie u. Mystik sich auch dieses Stoffes durch allegorische Deutung zu bemächtigen: die unpartheiische Kritik lässt der unbefangenen Legende ihr Wesen ohne es zu dem ihrigen zu machen. Sie fragt vor Allem: Wo hört die Geschichte auf und beginnt die Legende? Ist der pentateuchische Abraham etwa selbst schon eine höhere Einheit alter Versionen? welche ethische Ideen sind in der Legende verkörpert, welche Anschauungen, Sitten, Tendenzen u. s. w. jüngerer Zeit hineingetragen worden, endlich in welchem kritischen Verhältniss stehen die Quellen zu einander. Dergleichen principielie Fragen müssen in einem erbaulichen und populären Werke übergangen werdenund wo es nicht geschieht, da versündigt man sich an der sancta simplicitas. Der in Aussicht gestellte Band »chronologische Darstellung der Quellen und Nachweise über Filiation der Haggada“ wäre also für ein ganz anderes Publikum berechnet. Eine kritische Analyse der Sage und Legende lässt es aber auch gar picht zu, dass man einzelne Personen ganz isolirt behandle, da dieselben Erscheinungen sich wesentlich wiederholen — מה שאירע לאבות אירע לבנים sagen die Alten schon von der Bibel *selbst! Unser Freund beginnt jedoch sein Vorwort mit der Definition der Volkssage als »Ausdruck des im Volke lebenden Bewußtseins" (!) von Thaten u. Ereignissen, die in Zeiten oder unter Verhältnissen sich zugetragen haben sollen, da eine streng geschichtliche Auffassung oder Festhaltuug derselben nicht stattfand. Sagenhafte Mittheiluugen haben darum nicht immer das Gepräge der Wahrscheinlichkeit u. s. w.״ Wo Subjectives und Objectives schon von vorne herein nicht scharf genug geschieden, der psychologische Gang der Legendenbildung nicht deutlieh genug ausgesprochen ist, da hilft auch die nachfolgende rationalistische Auffassung der Gesammtentwicklung nichts: der Gegensatz bleibt unvermittelt, die Legende ist weder als Ganzes noch im Einzelnen analysirt, auch nicht zu einem wirklichen »Lebensbilde״ canstruirt. Es soll uns nicht wundern, wenn ein poetisches conceptives Talent diesen reichen Abrähamsstoff zu einem schönen Abranamsbilde um wandelt, indem er ihn bedeutend auf die biblische Einfachheit zurückführt. Vielleicht ist dem gemüthvollen Verf. dies lieber, als wenn die Kritik aus seinem Buche sich die Mittel zu — einem ähnlichen Wege rückwärts geholt hätte.] 2. Einzelschriften• אללוו* דליקים הראם, ה!מדוח5 .... פרעסבודג, תרי״ט. 16. Orchot Zadikim d. i. ha-Middot [aus d. Jüd.-Deutsch. hebr. übersetzt]. Svo. Pressbürg, J. Schlesinger (Schmid’sche Buchdr.) 1859. (111 Bl.) [756] [Aeusserlich gut ausgestattet, aber ohne alle literarische Nachweisung über dieses interessante, durch Zunz naher bekannte Sittenschriftchen. Das deutsche Original ist Isny 1542 gedruckt und der Morada, ״Doctorin der freien Medicin* gewidmet, u. nicht, wie Jost ohne Quelle angiebt, von Elia Levita, wie schon im Art. Jüd. Typ. S. 33 Sp. 2, (S. 50 A. 62) bemerkt worden. In dem Artikel ״Gelehrte Frauen* von Carmoly (Volkslehrer 1857 S. 315, engl, in Jew. Chron. 1858 N. 190 S. 266 wo 1545) ist von der erfolgreichen Praxis derselben die Rede, — eine bekannte Praxis des Verf., der seine Plagiate gern mit Erfindungen bereichert; wir kommen auf jenen Artikel noch gelegentlich zurück. Da8 28. Cap. des Hebr. (gegen Delitzsch zu Cod. XXVII S. 293, Zunz und Jellinek, Sabb. Donolo S. IX n. 18) ist ursprünglich eine Einleitung.] אעולי לבלבי שלחן ערוך מטור יורה דעה .. רבינו יום ת קארו.. הגהות רמ״א, טורי זהב, שפתי בהן, נקודות הכסף, באד הגולה, פרי חדש, דגול מרבבה, הכל כאשר נדפס מכבר. והן עתה הוספנו: א׳ ביארל ד<גל"א .. ר׳ אליהו מווילגא, ב׳ סלי מיגליס ר' יוסף תאומים, חילרעוי ר, עקיבא איגד (הוא דבר חדש), ד, *p v, ר׳ שלמה איגר, ועל הלכות שחו״ט ליפללקי ר' יהודה בכר״ך אב״ד סייגי. הובא לבה״ד ע״י הרב בנימין וואלף איגד וחתנו ר׳ נחמן אברהם גאלדביערג. ב״ח. קעניגסבערג, תרי״ט. 2. Aschle Bahr ehe der 2. Thl. des Codex des Josef Karo mit den bisher üblichen Comment. vermehrt durch [den des Elia Wilna, des Josef Teomim [riehtiger Toamim?], zum ersten Mal überhaupt die Novellen des Akiba Eger mit Noten v. Sal. Eger u. über die Schlachtregeln die des Jelmda Bachrach. Herausgeg. u. redig. v. B. W. Eger u. N. A. Goldberg. 2 TMe. fol. 3) S. die Anführungen daselbst S. 389 A. 3, vgl. Jüd. Lit. § 17 A. 7.