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Hebraeische Bibliographie · 1859-09-01 · No. 11 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band II. 1859
Issue
No. 11 September-October
Date
1859-09-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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85 734] diesem Druck ausgehend, nehmen ־wir zugleich Gelegenheit, eine Anzahl nicht imbedeutender Irrthumer in Bezug auf die damalige Geschichte der Constantinopler Presse in dem hier citirten Art. Jud. Typogr. S. 39 zu berichtigen. Jener Pentat.. (J. T. Anrn.46) ist angeblich mit Typen des ״Samuel [ben?] Chajjim Aschkenasi“ fedruckt, und es liegt sehr nahe, den im J. 1553 wirklich in Constantinopel druckenen Samuel b. Chajjim Halicz ( Catal. p. 1105) zu identificiren, — da ״Aschkenasi“ auch Polen einschliesst,6) — dessen Sohn vielleicht Chajjim b. Samuel Aschkenasi, der den 2. Th. der GA. des Ibn Leb edirte, und zwar im J. 15612־ (s. Catal. p. 1503, auch über das Verhältniss zu Gracia), so dass der 1. Th. (vgl. uns. Yerf. S. 42 A. 36, wo die s. g. Vorrede auf dem TB1. steht) wahrscheinlich 1560 erschien,7) und zwar ist der herausgebende Jaabez ohne Zweifel Salomo, und die scheinbare Auffälligkeit in der Thätigkeit beider Brüder in Salonichi und Constantinopel folgendermassen auf־ zuklären. Der Brand in Salon., welcher sie nach Adrianopel trieb (im Jahre 1553), hat nichts mit der Thätigkeit Isak Akrisch’s zu thun (J. T. S. 39 Sp. 1), da letzterer schwerlich vor 1509 in Constantinopel auftritt (s. Ersah S. II Bd. 31 S. 93 und Catal. p. 1084); in Salon, druckten beide um 1555 das Machsor; im J. 155960־ be־ ghnn Salomo seine Thätigkeit in Constant. (GA. des El. Misrachi, Lechem Jehuda v. Sarko u. s. w;), 11. er wird allein genannt bis 1567, druckte vielleicht auch 1569, während Josef allein 156372־ in Salonichi erscheint8), beide zusammen in Constant. 15735־ j wo u. A. das romanische Machsor (1574), edirt durch David b. Elia (nicht ״Elieser“) קשתי, dann Josef allein 157683־, vielleicht auch 1585; das Nähere in der 3. Section unseres Catalogs, welche für die Presse vorbereitet ist. — Wir schliessen mit einigen kurzen Bemerkungen. Zu S. 9 ״Adr et“ vgl. HB. I. S. 112: zu S. 32 A. 10 über* Isak Zarfati s. d. Catal. d. Leydn. ESS. S. 262; zu S. 39 Tschausch, geschrieben גיאוש in Chorh. Jerusch, (s. Sippurim Bd. IY S. 59 A. 21); S. 50 A. 62: Sal. Kohen ist um 1595 gestorben! (Catal. p. 1360); S. 56 A. 91 ist die Vorrede von איומה כנדג^ות hinzuzufügen (Catal. p. 1146); S. 57 A. 98 אקסיא, vgl. אקשיא für Nicosia auf Candia nach Zunz (s. d. Anfüfir. in Catal. Leyd. S. 322); das. A. 99, schon mit Sicherheit bei Dukes, Jew. Chron. 1849 p. 295. Endlich hat unser Biograph, wie alle vorangehenden, es unterlassen, David Nasi, angeblich Bruder des Josef N., und dessen antichristliche, in Kandia verf. Schrift zu erwähnen, welche einer weitern Untersuchung bedarf, als uns hier gestattet ist. Die Michael'sehe HS. 183 ist eine moderne Abschrift, das Datum 1430) הק״ץ) stimmt in der That nicht (wie Dukes a. a. 0. bemerkt); im Sammler vom J. 545 S. 47 (wo falsch תודת יוסף für סורת) liest man zwar הקץ לדברי רוח, aber wenn man auch ohne diplomatische Zeugnisse אין קץ lesen und beide Worte zählen wollte,9) so gäbe das erst 1491. Es wäre zunächst nach dem, im Vorwort genannten geistlichen Fürsten Francesco Bentivoglio zu forschen. Die 9 christlichen Glaubensartikel (Jew. Lit. p. 212, s. die Verb. p. 377) sind dem 16ten Kap. des עזר האמונה entnommen.10) D. 6) Die Bezeichnung *ist keine ״geographische“ und dadurch Jellinek's Glosse über das Rabbinat zu Tunis (Litbl. VII, 233) erledigt; der schlagendste Beweis ist wohl die abwechselnde Benennung Aschkenasi für beide Gebrüder Polacco in Venedig (wie Jud. T. S. 61 Sp. 1 Z. 7 zu ergänzen). 7) Gelegentlich kommen wir der Aufforderung des Hrn. Kirchheim in Fr. a. M. nach, zu bemerken, dass derselbe uns den ״diplomatisch genauen“ Titel des oben (S. 34) bezweifelten Drucks des IV. Th. jener GA. eingeschickt (die Berichtigung, S. 56 unten, wurde nachträglich bestätigt); dieser Titel entspricht den andern jener Presse, und müssen wir nunmehr den genannten Herrn als Autoritat für die Existenz bezeichnen, da Carmoly durch keinerlei Bestättigung von Einzelheiten wieder zur selbstständigen Autorität gelangen kann, nachdem genug und zuviel gegen ihn bis auf seine allerneuesten Angaben vorliegt; je mehr Wahrheit in Einzelheiten nachgewiesen wird, desto gefährlicher werden seine Schriften im Allgemeinen (vgl. JBtandb. S. XXXII); die Redacteure, welche noch heute die Plagiate und Erfindungen Carmoly'& verbreiten, werden vor dem Tribunal der Wissenschaft als Hitschuldige gelten. S) In dieser Zeit gehört also das s. I. bei Jos. erschienene Werk des David Arama, verf. 1545 (Catal. p. 857 u. Add.),, dessen Vater Abraham wahrsch. 1520 in Salon, vorkommt {Catal. p. 2392), und der v. Sal. Verga erwähnte ist. 9) Für 1430 bei Mose ״Koani“ (sic) in Kandia, nach Carmoly, in einem — freilich an starken Erfindungen reichen — Aufsatze in den Isr. Annalen I, 162 (vgl. Hist, des Med. p. 137). 10) Dieses Werk ist, nach der Vorrede, verfasst im J. צה^י (schon De Rossi zu Cod. 28), also 135 (1375, falsch 139 im Sammler a. a. O., vgl. auch Reg. Mich. p. 342) und dem David Ibn Jaisch nach Toledo geschickt. HSS. dieses Werkes sind noch Saraval VHI, Bodl. (or.599)t in d. Berlin. Bibi. u.

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