Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 10 Juli-August
- Date
- 1859-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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70 704] für die Menge die einzige Aufgabe, zu wissen, was man sagt!und nicht sagt, und das viele Sagen nahm zu mit der Unwissenheit“ (S. 156). — Hier (S. 156-62) wird in einer eingeschalteten Skizze über den Ritus der Karäer dieser als ein, aus Opposition ״gemachter“ und daher der selbstständigen Ent- Wicklung unfähiger nachgewiesen.1) Dieser Excurs charakterisirt ebensowohl als den Gegenstand auch den Meister, abgesehen von dem, was Unkritik, Trivialität und Oberflächlichkeit in breiter Geschwätzigkeit bis auf die neueste Zeit über den Gegenstand vorgebracht. Der letzte Absatz (S. 162) behandelt gewissermassen die subjective Geschichte •des Ritus, die Urtheile über den Pijjut und die neue Reform, die grammatisch-kritischen Bearbeitungen (S. 173) — wozu Beilage IX סליחות״ ed. Is. Satanow“ mit den Worten schliesst: ״Doctrinäre Sprachverbesserer sind keine Textkritiker“ — und das Verhältnis der christlichen Wissenschaft (S. 1758־). Zunz hat vor beinahe 40 Jahren (Gott. Vortr. S. 417) Quellen gesammelt, aus denen grosstentheils die Wortführer gegen die rituelle Verbindlichkeit des Pijjut ihre Waffen geholt, mitunter blind nachschreibend (s. die Verb, hier S. 165 q.). Er macht es sich jetzt zur Aufgabe, mit einer offenbar apologetischen Tendenz für Inhalt und Wesen der synag. Poesie, die Stimmen für und gegen kritisch abzuwiegen. Er schreibt die durch Reformen herbeigeführte Spaltung des deutschen Ritus der ״!Freiheit und Erschlaffung“ zu (S. 173). — Die X ״Beilagen“ sind grosscnthcils selbständige literarisch-kritische Abhandlungen; unsre Leser haben eine .derselben kennen gelernt, welche ursprünglich für diese Blätter geschrieben war. Wir würden am liebsten auf diese und verschiedene Einzelheiten der ganzen literar. Fundgrube nähör eingehen. Aber so gerne wir einer der hervorragendsten Erscheinungen die gebührende Rechnung tragen, so müssen wir doch auch den untergeordneten den entsprechenden Raum gönnen, ehe es uns gegönnt ist, solchen Specialitäten einen zweiten Artikel zu widmen.] 3. Allgemeine Literatur. Tra?isacitons of the Philological Society. 1858. Part I. 8vo. Berlin, pnbl. for the society by A. Asber et Co. (1859). Die VI. Nummer (S. 4263־) ist: Horae Hebraicae 011״ the existence of biconsonantal prefixes of composition in Hebrew as evidenced by comparison with the Indo-European dass.“ By the Rev. Fr. Crawford. [704] [Erinnert an Fürst u. Delitzsch.] 3. Bibliotheken und Cätaloge. Dänemark. Justizrath Eihenschütz hat der Universitätsbibliothek ein jährliches Legat von 300 Th. mit der Bedingung vermacht, dass 2/3 hebräischen Büchern zugewendet werde, Bibliothecar und Consistorium sollen sich aber dagegen erklärt haben. So berichten die jüd. Blätter. Wir können uns dergleichen sehr wohl und aus analogen uns bekannten Fällen erklären. Biblotheque orientale de M. Marcel. II. Part. 8vo. Paris 1859. [705] i[Wir geben die, auf S. 20-2 verzeichneten Hebraica mit dem Wunsche, dass uns Jemand berichte, wer dieselben bei der Auction (am 9. März) erstiegen habe, namentlich JN. 184 u. 186-9. 168. De la premiere langue. In16־mo, parch. Manuscrit de plus de 200 pages, de la main de Fourmont. C’est une Sorte de grammaire höbrai'que. Au commcncemcnt et ä la fine se trouve le timbre de la bibliotheque royale, biffö de 2 traits d’encre noire en croix. 169. Pirke Schira. Grammaire hebraique d’Elia Halevi Askenasi. Pet. in8־vo, rel en cart. י Jolio öcriture hebraique et rabbinique. 170. Nova methodus addiscendae linguäe'ebraicae. Jolic öcriture. Pet. in-Svo. (Schluss folgt.) 1) S. 157: ״Nachdem Maimonides“ ... ist eine, bei Zunz auffallende Ungenauigkeit; vgl. Jüd. LU. § 14 A. 8.