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Hebraeische Bibliographie · 1859-05-01 · No. 9 Mai-Juni · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band II. 1859
Issue
No. 9 Mai-Juni
Date
1859-05-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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49 600] soll, freilich meistens wieder nur Papier! So müssen denn auch diejenigen, die von Zunz nicht sprechen und entlehnen, .sondern lernen wollen, an mancher Stelle des nöthigen Aufschlusses harren und die Fortsetzung um so schleuniger herbeiwünschen. — Das ״Verhältnis* der verschiedenen Riten“ zu, einander wird (S. 85ff.) zunächst an jungem und dennoch zur Autorität gelangten Bestandteilen des Gottesdienstes nachgewiesen, worüuter gerade die Trauer über Moses Hinscheiden, — eine Parthie des Cultus* welche selbst dem kundigem Theile der heutigen Juden nicht sehr bekannt ist, -rauf die allbekannten 7Klagelieder des 9. Ab; führt. »Die Klage ward das Bleibende, und, obwohl ,unter Aufsicht gestellt, doch die einzige Freiheit, deren sich Israel bewusst gebliebeD.“ (S. 88). Die Hosianna’s und der nach ihnen benannte Festtag, zuletzt ein Appendix des Versöhnungstags, führt auf letzteren selbst,'.und wir stehen hier vor einer Hauptparthie des Buches (S. 95), an deren Spitze die wichtige Bemerkung, dass in Palästina noch zu Anfang des 4. Jahrh. nicht Jedermann den ganzen Tag in der Synagoge zugebracht (vgl. Jüd. Lit. S. 383 A. 13. gegen Sachs, Rel. Poesie S. 172). Den Mittelpunkt der Hymnendichtung für diesen Tag bildet die, um die Hauptgebete sich rankende, an das Epische streifende Schilderung des Tempefdienstes (.Maamad), deren Kunstwerke man vielleicht die grossen Oratorien der Juden nennen konnte. Zunz weist mit der, ihn bezeichnenden Genauigkeit nach, wie die verschiedenen Ritus sich in die einzelnen Piecen jener grossen Compositionen theilten, indem er die der 6 ältesten und bedeutendsten Dichter aus den vqrhandenen Fragmenten reconstruirt (S. 106 ff.), eine Arbeit, die in gewisser Weise an die reconstruirte Pesikta in den Gott. Vortr. erinnert. — Unter den verschiedenen Gattungen des Piut vertritt die Selicha (Bussgebet) im weitesten Sinne das freieste, snbjective Element (vgl. Jew. Lit. p. 340) und ist daher ,am meisten der Veränderung unterworfen“ (S. 117), wohl auch daher zuerst der Antrieb, dann der Mittelpunkt der Zünz’schen Studien geworden; durch letzteren Umstand allein ־wird"es erklärlich, wie Zunz in einem fast winzig zu nennenden Raum (S,!17*39) den Stoff zu einem an sich bandereichen Werk überwinden konnte. Es sei uns gestattet, auf den gelegentlich eingeschalteten localen Festtagskalender als einen wichtigen Beitrag zur Ge- Schichtsquellenkunde besonders aufmerksam zu machen. — Der folgende Absatz enthält die Gesichtspunkte für die liturgische und dadurch *bedingte literarische Geschichte der einzelnen Gebete, die Geschichte der Anwendung, Benennung, Verkürzung der einzelnen Stücke, sogar Fälschung (S. 144 unr ten). Diese Parthie empfehlen wir insbesondere denjenigen, welche entweder Zunz nur als Gelehrten und nicht als Kritiker kennen, oder nicht den .gehörigen Begriff von dem Umfang der Umstände haben, welche die Kritik ebenso erschweren als um so dringlicher provociren, endlich auch denjenigeu, welche noch immer das Gebiet der jüdischen Liturgie von dem Gesichtspunkt der Halacha und des Gesetzes betrachten. Indem wir heute hier abbrechen, wollen wir jedoch nicht länger einige Berichtigungen und Zu- Sätze zurückhalten, welche vom Yerf. selbst herrühren.2) Forts, f.] ־[;Brandeis, aj מפלה ד,למרד Hebr. Fjbejl für ,israel. Volksschulen. 8vo. Wien, im k. k. Schulbücherverlage, 1858. [600] [Das Werkchen wird vom österr. Standpunkte!aus :als, ein. ״höchst erfreulicher Wendepunkt auf dem. Gebiete des jüd. VoJksschulwesens“ begrüsst, selbst von Seiten derjenigen, die am Inhalt nicht 2) S. 15 Anm. c. hinzuzufiigen: Aruch v. חתן. — S. 27 Z. 4 v. u. [ס^ע ist Seder olam selbst, nicht Seder Abo da]. — 33 Anm. &. Rokeach 225. — Anm. k. Rokeach 217. 322. — 35 Z. 4 v. u. Die דרשות Schalom’s haben sich nicht erhalten. — 4i Z. 3. Einen Bescheid der Lehrer in Aragon führt Hamanhig 117a an. — Z. 12 8t. 48 — .טל־ ומטל .1 משיב המת Z. 10 V. u. theils mit Bibelversen iheils u. s. ־w. — 65 Anm. c. Rokeach 217: ד- .במלכית לותיר- Anm. d. 325 •ס' .הישר, wo מלומר gedruckt. — 68 Z. 1 v.or Zu- •atz 1.: jm Tr., Soferim ,atyer ]nicht bei Aniram befindlichen. — 2 v. 11. Den Sabbat vor dem Ilfittenfeste war 2. Sam. 20 (nicht שוש אשיש) die. Haftara (לקלטים ms.). — S. 72 Anm. 1. Tos. Moedkatan 10b. 95 ־:t. 19 h: da man Krankenbesuche machte (j. Moed katan 3, 6), auch sonst u. s. w. — 97 Z. 5 nach Aufforderung: zu einer Aussage gestattet u. s. w. — 117 Anm. Ende, st. 134 1. 133. — 122 Anm. vgl. Tos. Kama 82 a. 129 -—ד Z. 13. Nach Milhauä im rituel des priores d'Avignon wäre das Jahr 1715 gemeint. — Z.-3 v. u. st. 1349 1. 1430 (139 — .(10 § מעשה גסים Z. 8. Schon Rokeach 218 spricht von den Refrains der Pismon. •— 141 Z. 6 im Commentar ed. Ven. 1568 und in der u. s. w. — 143 Z. 3 v. u. vor Jozer: peben Saadia’s Zeugniss (ob. S. 11). — Z. 1 v. u. füge hinzu: 144 — .נשמת Anm. e. Auch Dukes Mose b. Esra S. 15. — 146 Z. 12 ־Ende st. 1527 1. 1526. — Anm. &. Die Synagoge עץ חיים nennt David b. Simra Rga. 461. - 162 Z. 4 v. u. st. Compositionen 1. Compilationen. — 191 Z. 5 hinter Nptan: [b. ChaninaJ,(Orient 1851 S. 358); — "194 Z. 5 v. u. dasselbe Abigdor in Hirz Treves Comm. (199 ־- .(י״ב Z. 9 v. u. hinter c. 1: Selicha 200'— .אל אלהים אצעקה Z. 13 v. u. Siehe auch Mose Riete 103a. — 205 Z. 8 v. uvvor scheint: findet man bei Rokeach 200 und Hirz Treves. — Z. ,6 v. u.: u!\d Abudarham der 7 אמת zählt. — .206 Z. 1. Auch Binjamin Keroba 227 — .אדני רגלבה Z. 11 v. u. da derselbe *als Autor nicht existirt. — 231 Z. 8 vor bei fehlt ein Komma. — 232 Z. 13 v. u. auch j. Sabbat 6, 4. j- 236, zweite Kolumne: זהור Warnung in Saadia אמונות ms. — pk6 Barzellona auch S. 114.

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