Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 9 Mai-Juni
- Date
- 1859-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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89 524] turgeschichte solche Momente verzeichnet. — So wird denn der Name Humboldt auch den jüdischen Schriften ein heiliger sein, wie er schon bei Lehzeiten einen Biographen in der heil. Sprache gefunden (s. ■HB. I, S. 54), und das ״Andenken des Gerechten zum Segen״ von der jüdischen Kanzel aus allen (Gauen Deutschlands (Breslau, Leipzig, Frankfurt, Wien) und in dem Nachruf eines hebräischen Sängers aus Polen ertönte. 7־) Wir sprechen die Hoffnung aus, dass H. noch ein seiner würdiges Denkmal in der jüdischen Literatur finden ,werde, wie er noch kurz vor seinem llinscbeiden in einer Stiftung verewigt worden, über welche er selbst sich in folgenden, hier zum erstenmal veröffentlichten Worten aussprach: ״Hochverehrte Herren Vorstands»!itglieder des icohltkafigen Hilfsvereins für jüdische Studirende! — Leidend und ernsilichst erkrankt ist es mir doch nicht eine Beschwerde, sondern die Erfüllung einer angenehmen Pflicht., auch gegen Sie auszusprechen und zu wiederholen, wie tief ich gerührt bin durch die Nachricht von dem edlen, grossartigen Geschenke an den Hilfscerein für jüdische Studirende, an welches der Geber. Herr Adolph Reichenheim auf so zarte Weise meinen Namen wohlwollend geknüpft hat. Es ist ein schöner Gedanke gewesen, nach so vielen Bestrebungen zur Hebung des materiellen Geicerbfleisses und zur Erleichterung der arbeitenden Klassen auch der Hebung angestammter geistiger Kräfte zu gedenken, die, wie die Geschichte der Wissenschaften und der Künste, uns lehrt, fast in jedem Jahrhundert glänzende Beispiele schwer erreichbarer Auszeichnung in der Gedanken- und Kunstwelt geliefert haben. Das Erwecken schlummernder geistiger Kräfte ist ein erhabenes Ziel menschlieber Thätigkeit. — Mit freundschaftlicher Und dankbarer Verehrung Ihr verpflicht teter 4• V• Humboldt, Berlin, im Mendelsohn* 1sehen Hause, Oranienburger Str. 67, den 2. Nov. 1858.u 2. Bibliographie. 1. Periodische Literatur. .8 .וי] תרי״ט So המליץ העובר לפגי עם ישראל1 למלחמת הדת יהתושיה• מחברת רביעית. [ב רע He-Chaluz ״Wissenschaftliche Abhandlungen üb. jüd. Geschichte, Literatur ü. Alterthumskunde.* I.V. Jahrg. Svo. BresL, SulzbaclTs Druck. [1859]. (94 S.) [524] [Enthält 4 Aufsätze des Red. Os. H. JSchorr,‘ und dessen Anzeige von Geigers Urschrift, einen Aufsatz des Mitredacteurs A. Krachmal, eine Replik v. Geiger und ein Gedicht von Moses Rimos od. Remos, mitgetheilt von M. Steinschneider; ״wissenschaftliche“ Abhandlungen füllen kaum die Hälfte des Heftes, wir bemerken zu unserem innigen Bedauern, gegen die (S; 66) ausgesprochene Hoffnung, dass der radicale Eifer immer mehr seine objective Basis verliert, Witz und Sätyre hier weder nützlicher noch edler angewendet werden als im talmudiscben Pilpul. Wir selbst scheuen die schärfste Rüge nicht, die sich an sachliche Erörterungen schliesst., aber persönliche Satyre zum Selbstzweck erhoben ist nicht weit von Frivolität. Ohnehin ist der materielle Stand dieses Jahrb. derart, dass der geringe Umfang mit-mehr Rücksicht für den, auf dem Titel angegebenen Zweck, zu benutzen war.— In den Kreis der Literaturkunde gehören die Mittheilungen über und aus Is. Albalag (der lit. Apparat aus Jüd. Lit. § 12 A. 6 u. im Catal. der Leydner HSS. S. 16 u. 218, vgl. Jew. Lit. p. 114, 309, vgl. Catal. p. 209*2, unsre Vermuthung über die Zeit Polkar’s [1307) hat der Verf. jedoch unbeachtet gelassen.1)). — Die Bemerkung des Moses Mendelssohn, auf die Erziehung, -welche ich und mein Bruder in vorsündflutlicher Zeit genossen, Einfluss ausgeubt hat; sehe ich mit sehr lebhaftem Vergnügen, wie sich in allen Theilen Europa’s die Liebe zur Wissenschaft und zu ernsten Studien mannigfaltiger Art unter den Juden Bahn bricht inmitten der Hindernisse, welche das traurige Erbe, vergangener Jahrhunderte und der religiösen Intoleranz des Mittelalters sind.״ Mortara, Comp. d. Rel. Isr., Mantova 1855. p. XV; vgl. Ben-Chan. 8. 276. 7) V. i)av. Rapoport in Lemberg in המגיד N. 21. 1) Wir bemerken noch: Ha-Schern v. M. de Leon ist in 'היכל ה v. Jechiel Aschkenasi gedruckt (Serap. 1S53 8. 280), JeUinek giebt (in d. Monatschr. II, 475) eine Ausg. Zolle 1778 an; Schorr (8.89) meint wohl die HS. האירה (Reggio 26, s. Catal. p. 1855),, deren Identität mit השם wir ihm berichteten, oder kennt er eine andere? — Die Stelle aus Is. Akko (S. 87) steht schon 2mal im Litbl.VI, 509,750;