Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 7 Januar-Februar
- Date
- 1859-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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4 ~ [107 di Sacco (Plebisacium) n. fehlt Reggio in Calabrien, *wo doch unstreitig die Wiege der jüd. Typographie gestanden hat, deren Erzeugnisse nns sogar S. 2 Yorgefnhrf werden. — S. 4 wird Kunat (nach Carmoly) zum Rabbiner gemacht. Die 3te Bibelausgabe bei Bömberg (S. 5) ist erst 1528 beendet. — S. 7 machen wjr, nach Falkeתsteins Geschichte d. Buchdrackerkunst, die Bekanntschaft eines R. Zorba, der in Gemeinschaft mit einem R. Elieser A. 1490 den Pentateuchcommentar des Nachmani in Lissabon drückte; dass ein solcher nie existirt hat, u. Zorba (צורבא) nichts weiter bedeutet als Gelehrter, was sich auf R. Elieser bezieht, kann man aus Zunz (in Geigers Zeitschr.) u. Steinschneider (im Art. Jüd. Typographie in Ersch S. 37) entnehmen2 3). — S.8 erfahren wir, dass Martens in Aalst, ein Freund des Erasmus, schon am Ende des 15. Jahrhunderts hebräisch [welches Werk?!] druckte, wornach Hoffmann (HB. I S. 107) zu ergänzen wäre. Das. ist die Rede von Aldabis Schebile Emunah ed. Amsterdam 1627, als des ersten dort gedruckten he br. *Werkes,?) diese Ausgabe sei eine ״hoogst zeldsame“, so dass ein Exempl. auf der Haarlemer typograph. Aus- Stellung y. 1856 prangte; es dürfte daher eine nähere Beschreibung derselben hier am Platze sein. Das Werk ist nach der ersten Ausgabe (Riva im Gheshwan 319, d. i. 1558) auf Kosten v. Abraham Cohen Henriques u. Daniel de Foüseca bei Letzterem, in ziemlich deutlichen, sogen, rabb. Lettern, im angegebenen Jahre, von Nissan bis 24. Ab, gedruckt worden.4) Die Correctur besorgte Abraham de Fonseca, vermuthlieh ein Verwandter des Druckers. Diese, ״äusserst seltne“ Ausgabe befindet sich bei Oppenheim. 1148 Q., bei Mich. 4356, in der ehemalig. H. Lehren’schen Collection, bei Ern. M. Lehren hier u. wahrscheinlich in manchen anderen öffentlichen n. Privat- Bibliotheken. Das zweite Product dieser Officin ist, das, wahrscheinlich in demselben Jahre vollendete, Ene Abraham des genannten Correctors Abr. de Fonseca, ein Index über die in den Rabbot behandelten Bibelverse. Der erste Theil (üb. Pentat.) ist A. M. 387 erschienen, während die 4 anderen Theile (üb. die 5 Rollen, ersten und letzten Propheten u. Hagiographen), die je ein separates TB. haben, 388 datirt sind, ohne dass uns jedoch irgend wo nähere Daten angegeben werden; Dieses Werk befindet sich, ausser in den genannten Sammlungen, in der ehern; H. Lehren’schen Collection und ohne Zweifel, in den meisten Bibliotheken. — Das. Manasseh b. Israel f ab schon 1630-1 eine Bibel in 8vo., ohne Punctation und Accente heraus, der in em mir vorliegenden Exempl. das griech. neue Testament ed. Elzevir beigebunden ist, was, wie man mir sagt, häufig uer Fall sein soll. [Vgl. Catal. p. 76 N. 453. ׳fifc] Zu Seite 10 Anm. Der Verf. scheint sich in den jüd. Büchersammlungen hier wenig umgesehen zu haben, sonst hätte er sich leicht überzeugen können, dass das bei Hru. Rabb. Ferares 5) im Haag sich befindende Expl. des portug. Siddurs ed. Bömberg 1523 (?) mit Nichten das einzige hier zu Lande ist, indem mir hier efn andres Expl. 2) [Dass dieser Elieser (der bei Meichhart, die Druckorte des XV. Jahrh. Augsb.1853 8.31, zum Zorba» geworden) mit dem, von Jakob Chabib genannten Elasar Toledano identisch sei. s. Catal. p. 1198. St] 3) [Den ersten, bisher unbekannten, und für die Geschichte der jüd. Typogr. sehr interessanten Druck habe ich unter den Seiden’sehen Büchern der JBodleiana gefunden, und. im Catal. p. 322 N. 1129 beschrieben. Es ist ein Gebetbuch nach span. Ritus, begonnen 1626, beendet, 13 Tobet 887, d. i. 1. Januar 1627, worin berichtet wird, dass Manasse b. Israel (in dessen Hause es von Efr. Bueno u. Abr. Zarfati erschien) durch die Abschwachung der Bombergischen Typen u. s. w. [wohl mit Beziehung auf den Untergang der Druckerei di Gara’s,— ungefähr 1608, denn 1612 wird desselben als •eit längerer Zeit versterben gedacht in der Approb. zu Galut Jehuda— od. Plantin’s*] bewogen worden, neue schone Typen nach Angabe des Sofer Michael Jehuda [wohl Leon] zu giessen מיצקית זהב במציאותם; hierauf gründet sich wohl die Tradition, dass man in Amsterdam die Typen aus Gold, oder Silber gegossen. (Wir werden anderswo Gelegenheit haben, auf das, in dem Art. Jüd. Typ. vollständig übergangene Schriftgiessen zu kommen.) Also ist Manasse auch Begründer der Amst. Druckerei, und sind wohl •eine Typen auch zu den zwei einzigen Drucken Fonseca's benutzt, die uns jetzt nicht zur Vergleichung vorliegen. Bei Manasse selbst erschien schon im Sivan 1627 (nicht 1657) die. Grammatik Maane Lar schon, im selben Jahre das Buch ha-Jirah, und Adarll. 1628 •ein Index zu Rabbot. £*.] 4) Das mir vorliegende Expl. hat zwei TBI., deren erstes בחדש גיסן hat, wahrend da• zweite, ganz gleichlautende aber deutlicher gedruckte בחדש שבת (soll das טבת oder שבט heissen?) datirt ist. [Ich kenne nur das 2. Titelbl. (Catal. p. 1691), und vejemuthe, *dass das erste, vielleicht eben wegen jenes Druckfehlers, nachträglich hinzugekommen. St.] 5) Sohn des oben (JEIß. L 8.106) genannten Jacob b. [so muss es lieissen] EUessr, Dajjan’s in Amst., der im Alter von 70 Jahren mit dem. niederl. Löwen decorirt worden.