Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 7 Januar-Februar
- Date
- 1859-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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3 407} Wir tragen zu der obigen Anzeige (za der wir nur die Frage hinzafügen, ob der ablehnende Brief von Zunz ohne alle Auslassung gedruckt ist?) noch eine kurze Notiz über .die frühem 3 Hefte nach. Sie nehmen 198 unregelmässig bezeichnete S. ein, und enthalten wie das 4. verschiedenärlei auf d. Umschlägen. Heft 1 ist beiWmiarz 1855, 2-3 bei Poremba 1856-gedrackt. Nach der Ankündigung (1 ידיערר! בתח7?ה in dergleichen iVetihebrjiisch ist der Her. sehr fruchtbar) auf dem Kücken des 1. Umschlags sollten 50 Bogen in 12 Monatsheften compl. 5 fl. (3 Thlr. 20 Sgr.), bei Praenum. 4 fl. (2Thlr. 20 Sgr.) kosten. Auf d. Rückseite des Umschi, zum 3. H., datirt Montag, Ausgang 5616 (d.i. 30. Spt. 1856) forderte der Herausg. zur Subscription auf die 3 folg. Monate auf. — Hoffen wir, dass das 5. Heft entweder gründlich verbessert — oder gar nicht erscheine. Die frühem haben durch Zuzzätto’8 Mittheilungen über seine HS. des 2. Theils v. Orchot Chajjim des Ahron Kohen einen bleibenden Werth erhalten; vgl. HB. I, 47 Bulletin 6; Zunz, Ritus S. 31, wozu mir Lutz, bemerkt, dass seine HS. erst durch Loli aus G5rz an ihn nach Padua gelangt sei, und die Stelle -in M. Minz’s GA. sich nicht in dem unedlrten Theile finde• — &*.] Nederlandsch - Israelietisch Jaarboekje voor 5619 (1858-1859), uitgegeven van Wege het hoofdbestuur der Maatschappy tot Nut der Israelieten in Nederlarid. 9e Jaargang. ’S Gravenhage. A. Belinfante1858 (ב. Svo. (52 u. 75 * S.) [407] [Nach dem Standpunkte dieser Blätter (s. Bd. I S. 1), werde ich hier nur eine kurze Inhaltsangabe dieses von der verzweigten Gesellschaft ״zu Israels Besten in Niederland‘ herausgegebenen, in 2 Theile zerfallenden Jahrbuches geben, und auch dabei mich auf den zweiten Theil, den literarisch-belletristischen, beschränken. Es sei mir indessen gestattet, hier auf die, namentlich im Kalender anzutreffende, meines Eraphtens ganz sonderbare Orthographie der hebräischen Worte, aufmerksam zu machen. So lesen wir z. B. die Monatsnamen ״Tiessrie, Chesjwan, Kieslew, Niessan, Iijar“ u. s. w. > die Peric. מצורע heisst dort ״Matsriany״, und unter dem Monat Ah stossen wir auf einen ״Toebeab“, der nichts anderes ist, als eine Zusammenziehung Yon ט״ו כאב. Es.-bietet freilich das Holländ. der Umschreibung der hebr. Laute gar manche Schwierigkeit dar, wpsshalb aber hier ״Kieslew״ und ״Tiessrie״ da doch diese Monatsnamen im Hebräischen ohne Jod geschrieben werden? — Der literarisch-belletristische Theil, der eigentliche Gegenstand dieser Anzeige, enthält ausser Uebersetzungen aus L. A. Frankl’s neuestem Werke und einiger Gedichte yon Wanefried (im Haag), Dr. JRappoport in Lemberg u. Grace Aguilar (welche beide letzten wir der gewandten Feder des Frln. Estella Hertzveld, einer Enkelinn des ehern. O. R. zu Z wolle, verdanken) u. s. w., eine Rückschau auf das verflossne Jahr, eine Goxrespondenz zwischen Erde, Sonne u. Mond (ohne Angabe des VerL), Berenice, ein grosseres Gedicht von CK, — W. S. Heidenheim, eine biograph. Skizze von dem bekannten Dr. S. J. Midder, und eine Abhandlung über die Verdienste der Juden als Buchdrucker namentlich der Bibel u. s. w., deren Yerf. uns nicht genannt wird. Ohne hier ein Urtheil über den inneren Werth dieser, ganz besonders m das Bereich dieser Blätter gehörenden Abhandlung —- der man das Verdienst nicht abzusprechen vermag, zur Verbreitung der Kenntniss von der jüd. Typographie unter den Juden Hollands wesentlich beizutragen, — fällen zu wollen, will ich nur einige beim flüchtigen Durchlesen bemerkte bibliographische Fehler oder Ungenauigkeiten zu berichtigen suchen. In der einleitenden Aufzählung der italien. Städte, in denen die ersten hebr. Druckereien errichtet wurden (S. 1), heisst es obenan ״Plebiscmo״, für Pieve beispielsweise (nicht ,zum Nachschlagen״, dazu sind Specialart.) angeführten Verfasser verschiedenartig grnppirt, die eingeklammerte Jahrzahl stets von einem feststehenden Haltpunkt, dem Druck eines Buches n. dgl. entnimmt, heisst es (S. 434 Sp. 2): ״Menachem Lonsano im Orient (1618)״. Was beweist folgende Ausstellung darüber: ״damals war er in Italien!״? Als gelegentliche Bemerkung bewiese sie eine, nicht befremdende Urtheilslosigkeit; als polemischer Nachweis von ,augenfälligen Irrthümem״ mit einem Appell an* 1 das sittliche (!) Gefühl, — und zwar mit absichtlicher Weglassung der, hier so wesentlichen Klammern, beweist ein solches literarisches Verfahren mindestens — um uns diesmal artiger auszudrucken — Sympathie mit dem grossen Erfinder Carmolyl St.] 1) [Dieser Name ist oben S. 40 durch einen Druckfehler entstellt. — Der bei Gebrüder Belinf. ,erschienene 8e Jaarg. ist ״voor 1858 (5618-5519)״ betitelt, u. enthält genau 30 viele Seiten (die Be- Zeichnung durch * ist Sehr unbequem). Unter den Beiträgen sind hervorznheben die historischen v. S. J. Mulder (über- Mänässe b. Israel), J. C. van Zier (zur Geschichte der Juden in Belgien) u. Zeo de Hariog (über die Chazaren, -mit Uebers. des Briefwechsels des Chisdai, der bereits die europäischen Sprachendurchlaufen haben dürfte;" vgl. Catal. p. 842 u. Add., Wo die Vorgänger angegeben sind, dazu gehört ,auch die holländische Uebers; in Seerit Jisrael, Amst. 1855 S. 116; vgl. auch Jüd. Zit. 8.405). — Der letzte Jahrgang ist uns leider nicht zugegangen. £&]