Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 6 November-December
- Date
- 1858-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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125 404] (Inschriften.) Der Anhang des unter der Presse befindlichen vierten Bandes des Corpus Inscriptionum (S. 584 ff.) enthält Monumenta Judäica. [404] 8. Mank ist zum Mitglied der Pariser Akademie gewählt. Wenn; es wahr ist, dass diese Wahl eines Juden, der Mortara־Angelegenheit gegenüber, eine Art ton Demonstration sein soll (es heisst, dass Guizot absichtlich zur Abstimmung nach Paris gekommen sei), so wäre nur zu bedauern, dass dem persönlichen Verdienst des Gewählten bisher nicht diese gebührende Anerkennung geworden, besonders mit Hinblick auf einige jüngere Mitglieder des Instituts. [405] H. Vergangenheit. Aldus Manutius und Hteron. Soncino, Von M. St. Was der jüd. Literatur־ und Culturgeschichte eben so tiel allgemeines Ititeresse gewährt, als Schwierigkeiten bereitet, das sind ihre Berührungspunkte mit so vielen anderen Specialkreisen der Forschung. Wir machen uns zur besondern Aufgabe, unsre Leser auf diejenigen Erscheinungen der Literatur hinzuweisen, in welchen solche Berührungspunkte zur Sprache kommen*), und bedauern uur, dass der uns gegönnte Raum mitunter tieferes Eingehen oder weitläufigere Mittheilungen ausschliesst. Für diesesmal namentlich ist uns Kürze nicht leicht geworden. ״Chi era Francesco da Bologna?A (Lotidra, 1858), Unter diesem Titel hat Hr. Panizzi, Chef des British - Museum, neulich ein italienisches Schriftchen in 250, nicht in den Buchhandel gekommenen Expl. herausgegeben. In der vom Januar 1856 datirten Widmung an den Herzog v. Aümale bemerkt der Verf., dass er eigentlieh die Absicht gehabt, auf einige Einzelnheiten in Betreff der berühmten [jüdischen] Druckerfamilie Soncino, namentlich des Gerson oder Girolamo [;HieronymusJ* 1), und der Nachahmungen der -damischen Presse einzugehen, aber das Sprichwort ״chi troppo abbraccia nulla stringeu habe ihn י— leider —־ bewogen, sich auf den Beweis zu beschränken, dass Francesco v. Bologna identisch sei mit Fr. Raiboliiii, bekannt als il Francia. . * Hier erlauben wir uns zunächst eine kleine Einschaltung in unseren Bericht. Von Gerson Soncino's Drucken in nicht hebräischer Sprache war unter den hebräischen, Bibliographen bisher nicht die Rede gewesen, und die Stelle des Epigraphs zu Sal. Isaki (15256־), in welcher er selbst von seinen Drucken in hebr., griech. und lat. Schrift spricht, war von De JR088i (angeführt im Artikel Jüd. Typographie, in Frech u. Grub er Bd. 28 S. 35) nur auf die Kenntniss der Sprachen bezogen worden. Im Jahre 1851 lenkte J.Almanzi in Padua (jetzt in Triest) durch verschiedene Mittheilungen die Aufmerksamkeit des befreundeten Mitverfassers des genannten Artikels, des Red. dieser Blätter, auf die ausgedehnte typographische Thätigkeit Soncino*s, worüber uns auch bald darauf Mittheilungen Zedner’s zugingen, der von P.’s Unter- Buchungen unterrichtet war. Wir machten uns daran, Gerson Soncino’s nicht hebräische Producte zusammen zu stellen, in einer Abhandlung, überschrieben: ״Gerson *) Mittheilungen über JTelferich’s Raimund Lull u. Sirauss, Ulrich v. Hutten, haben ־wir״ für die Erginzung zu Band I. der Sehr. Bibi, zurücklassen müssen. 1) Gerson nennt sich selbst in einem hebr. Bruck rom Jahre 1522 (Catäl. p. 1444 op. 4): d. h. Qironimo (vgl. Hebr. Bibi. S. 88 unten), eben so hiess 01526) &!ר*ללי) der Bruder des bald nach Gerson Soncino in Prag auftretenden Ahn-8 der ״Gereoniden" (s. Er sch} Encykl. 8.1. Bd. 62 S. 63 A. 6).