Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 5 September-October
- Date
- 1858-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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105 Die Gemeindebibliothek zu Mantua, beschrieben vom Rabbiner Mortara (s. oben S, 68). Cod. 1. [Klein Fol. Pergann 119 Bl., abgeschrieben von Isak b. Saul für den bekannten Gelehrten und Arzt Abraham de Balmei [also gegen Auf. XVI. Jahrh.], nach dem Epigr.: ואני הצעיר הכותב יצחק בד שאולי זצלי העתקתי אות׳ אלי החנם השלים מאסף ליכלי מחנות החכמה מאיסטרי אברהם הרופא בר משה דבלימש נע ... Die Figuren am Rande sehr sauber ausgeführt; Randbemerkungen, Varfanten, zum Theil im Text selbst, rotb, wie die Anfänge, Einiges von zweiter Hand.] ס' היסרדרה ha-Jesodot> d. h. Buch der Elemente des Euclid, übersetzt aus dem Arabischen von Moses Ibn Tibbon, beendet am 27. Elul 5080 (1270). Vor dem XIV. Buche ist das Prooemium des Hipsicles (ל(אפ0ק5ארס übereinstimmend mit der lateinischen Uebersetzung (z. B. ed. Cluvius, Rom 1574). Basilides heisst hier אפסליירם, Tiro ס ראם ופרחם, Apollonius אבליוניוס oder 1 .אבליוניאוס) [Andere Godd. haben den 17. Elul. Näheres im Catal. der Leydner HSS. S. 219, wo bemerkt ,wird, dass die Uebersetzung auch die Zusätze des Thabit zur arabisehen Uebersetzung des Hoiiein b. Ishak enthalte, und dass die hebr. Ueber- Setzung des Jakob b. Machir mit der ünsem fast übereinstimmt. Bei Chwolso?1, Szabier I, 567, fehlt diese Notiz (weil in seinen Quellen), wie auch die -Verweisung auf Wolf fit n. 2220 und auf unsre Notiz in d. Zeitschr. d. d. m. Gesellschaft VIII, 383. Stl Cod. 2. [Klein 4to Papier, 264 Bl.] ם' א5ןלידום Befer Aklidus (Euclides), eine andre anonyme Uebersetzung, deren Tractate (מאמרים) in Capitel פרקים eingetheilt sind. Auf den XII. Tract. folgen nur noch Fragmente. [Eine Probe aus dieser, wie es scheint, unbekannten Uebersetzung Wäre wünschenswert!!. StJJ (Fortsetzung folgt.) Die Tischendorf sehen Handschriften. (Fortsetzung von S. 71.) Wir geben zunächst zu der Mittheilung., die wir den Hamburger Lit. u. Krit. Blättern oben (S. 70) entnommen, einen ״Nachtrag“ aus derselben Quelle (N. 52 v. 30^ Juni), nemlich die Anwort Tischendorfs auf die erwähnte Anfrage: ,*Die Ueberraschung, die Ew. Excellenz durch die Ergänzung des aus meiner Sammlung stammenden Earaitischen Divans gehabt, theile ich ganz. Sie wird nicht geringer, wenn der Weg, auf welchem die Handschrift an mich gelangte, damit zusammengehalten wird. Ich erwarb die Earaitischen Handschriften sämmtlich in Kairo. Pruner-Bey, Leibarzt bei Abbas Pascha, widmete mir aufs freundschaftliebste seine Dienste dabei. Da derselbe nämlich alle Earaitischen Kranken umsonst heilte,, hatte er wohl ein Anrecht auf besondere Gefälligkeiten von ihrer Seite. Und so geschah es denn, dass, auf unsern Wunsch, alles was sich der Art auftreiben liess, zvl Pruner-Bey in’s Haus gebrächt wurde, wo wir prüften und kauften. Jedenfalls also muss die fragliche Handschrift schon seit längerer Zeit in Eairo gewesen sein, obschon es möglich bleibt, dass sie dahin aus Jerusalem gebracht worden war.“ Se. Excellenz fügt in dem Schreiben vom 7/19. Juni, dem wir das Obige entnommen, hinzu: ״Was nun die Earaitische Gemeinde in Jerusalem veranlasst haben mag, einige Blätter ihres Manuscripts in Jerusalem zu vergraben, während die übrigen nach Aegypten wanderten, bleibt ungewiss; dass sie sich aber einst in 1) Ueber die Schreibart der Hamen Apollonius u. Plinius vgl. unsern Catal. p. 2293. St.