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Hebraeische Bibliographie · 1858-09-01 · No. 5 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 5 September-October
Date
1858-09-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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. 104 (Kolon 170), צוריך (Machsor); צורכי: [Zürcher]'schreibet Maharil, Möse Minz, die Anmerkungen zu Tyrnau, der Besitzer unserer Handschrift vom Jahre 1494 und Levita: Zweifelhaft ist סמקג (Maharil ed. Sabion. 65 a). Seit drei Jahrhunderten war des Zürchers Spur verloren. Was Jachia (58 b) meldet, hat er wohl nur aus Kolons Bescheiden, auf die er verweist; wenn man aber die Nummer 122 aufsucht, die er gleichfalls anführt, als. sei dort vom ספר הצורך die Rede, so findet man bloss: »Maimonides und Semak erklären דצריך .1] "דצרוך לכרוך]. Merkwürdiger als Jachia’s Flüchtigkeit ist, dass Männer wie Schabtai und Heilprin diesen Fehler — vor welchem Asulai sich gehütet — nachgeschrieben. Bartolocci’s Irrthum, der aus הגהות und ם׳ הצורך zwei verschiedene Werke des Mose aus Zürich gemacht, hat Wolf und auch Asulai (שהג Th* 2 f. 104b) berichtigt; des letztem Berichtigung ist in der Wilnaer Ausgabe (Th. 1. S. 143) übergangen. De Rpssi spricht nirgend von dem Zürcher; aber er hätte von seinem cod. 172 in Folio vom Jahre 1381 mehr mittheilen sollen, als dass derselbe durchweg mit vielen ״aliorum auctorum supplementa“ versehen sei. Möglich, dass derselbe eine der ältesten Reda'ctionen des Zürchers birgt, wenn nicht dort die Anmerkungen meist von zweiter Hand sind. Den Wiener Codex * in welchem der Zürcher die Abschnitte des Pentateuchs begleitet, hatte Adler (Reise S. 5) in Händen: natürlich hatte er nur für Väriae lectiones Augen, und utiser Werk beschreibt er alsot »Am Rande und am Ende der Sabbatslectionen stehen Auszüge aus den allegorischen Auslegungen [Midraschim] der Rabbinen, aus Mäimon’s Werken und zuweilen ganze Capitel ans der Mischna.“ Diese ganzen Capitel sind vermuthlich Quellen-Bezeichnungen am Schlüsse der Zusätze , dergleichen der Berichterstatter in dem Wiener Verzeichniss (S. 63 ) ebenfalls vier mit aufführt. Derselbe (S. 75) nennt Gebets-Commentar was, wie ös scheint, Fortsetzung des Zürcher ist, wie 1בהרמ nnd andere Schiagworter verrnuthen lassen. Von einem Semak der Oppenheimerschen Sammlung, gezeichnet 3 ,סה, bemerkt der alte handschriftliche Catalog: »dergleichen ist nie gedruckt“; folglich ist es nicht der edirte Semak. Die Worte des ältern gedruckten Catalogs (Th. 2 f. 13b) lauten: סמק עם ביאור ארוך ונפלא מחודשים מגאונים מלוקטים כמו מרדכי ומביא האגודה נראה שהיה לערך בזמן מהרי״ל חשוב הערך. Es ist diess cod. Opp. 728 Q, von welchem also jener Catalog beinahe das richtige gesagt, aber der Verfertiger des Verzeichnisses vom Jahre 1826 nur zu melden wusste, »Semak mit langem Commentar.“ Die wenigen Minuten, die ich der Handschrift widmen konnte, reichteji nur hin, einen Zürcher Semak in ihm zu erkennen. Auch cod. Lips. 6 ־־־־ den ich nie gesehen r— verdient noch einmal untersucht zu werden, da er, obwohl schon A. 1305 geschrieben, Anmerkungen aus Älfasi, Maimonides, Seder R. Meir [nicht R. Mose], dem grossen יי Mordechai (1 (מ״ג) und Andern enthält, die später nachgetragen zu sein scheinen. Das gleiche gilt von den Semak-Manuscripten des Vaticans und der Pariser Bibliothek; besondere Aufmerksamkeit gebührt den Handschriften in Folio; eine Vergleichung derselben mit dem Semak der Editionen würde für die Geschichte der Rechts- Wissenschaft und. für Kunde des Alterthums nicht ohne Früchte sein. [Der obige Aufsatz, anfänglich für'diese Zeitschrift bestimmt, ist mittlerweile au« Gründen jn mein Buch: Die Ritus,, aufgenommen worden. Der Verfasser.] 1) סמ״ג und ט״ג werden nebeneinander genannt v.on Elieser Treves (Mose Minz Rga., 46 f. 66 c unten); ה״ג heisst bisweilen הגהות des grossen Mordechai (vgl. das. 43 f. 59b oben). Beide Chiffren sind cafal. Lips. p. 277, erste Colnmne Zeile 6, unrichtig entziffert.

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