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Hebraeische Bibliographie · 1858-09-01 · No. 5 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 5 September-October
Date
1858-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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103 Zürich den 21. Tebet 5151 [A. 1390] hat, welche Stadt auch im Semak cod. H.h 89 f. 288 Tom Jahr 1344 genannt ist. Die Unterschrift des Schreibers Jacob b. Mose trägt das Datum ק״ב [A. 1392], und ist vermutblich dem Codex ungehörig, aus , *welchem unsere Handschrift abgeschrieben. Sowohl aus diesen Daten als aus dem Alter der benützten Werke geht als unzweifelhaft das Zeitalter des letzten Sammlers hervor: derselbe hat zwischen 1370 und 1390 entweder in Strassburg oder in Zürich gelebt; es erklärt dies auch die Abwesenheit des Ascheri in den älteren Auszügen, welcher um 1370 in der Rheingegend noch selten war (Mäharil ed. Sabion. 39b. ed. Frankf. f. 30). Dass der Verfasser aus Zürich war, bezeugt ein alter Besitzer des Codex, wie es scheint derselbe, der Nachrichten aus seiner Zeit (1494 und ff.) mittheilt. ״Dieses Buch, sagt er, heisst Zürcher, weil ein unterrichteter Mann in Zürich den Text mit neuen Bemerkungen aus allen Büchern bei jedem Gebote bereichert hat; es heisst so nach der Stadt Zürich in der Schweiz.* Kürzer sagt dasselbe Elia Levita (Tischbi v. ויטדי), und alle alten Autoren nennen den Verfasser ״aus Zürich“; den Namen geben nur drei an: das Schriftchen שם הגדודים des Enkels von Samuel Schlettstadi nennt ihn Abraham; Joseph Kolon (Rga. 187) Mose; Salomo Cohen in der Chalizäh-Ordnung des Jehuda Minz (38 a): הרס• Die letzteren beiden können übereinstimmen und haben mehr als der erstere zu bedeuten. Gelegentlich mag bemerkt werden, dass ein Mose, Rabbiner in Zürich, im Jahre 1347 gelebt hat (Ulrich Geschichten S. 16), welches früher mich bewogen hatte, unsem Verfasser 1360 anzüsetzen. Conforte’s Meinung, dass er um 1300 gelebt, bedarf kaum noch der Widerlegung. Im 15. Jahrhundert ist das Werk öfter benutzt worden, wie die Anführungen seit MahariTs Zeit beweisen. Gegen eine Aeusserung von Israel Brünn, man dürfe nach diesem Werke, das bloss gesammelt, nicht entscheiden, bemerkt ihm Kolon (N. 170): ״Mich befremdet ein solcher Ausspruch, und jederman müsste sich darüber verwundern. Hat der Verfasser etwa die Mühe so grosse Anmerkungen zu machen unternommen, um nicht daraus die Entscheidung zu bilden? Sollte er das halachisch unrichtige aufgenommen, das gültige weggelassen haben? Behüte uns der Herr vor solcher Meinung“! Auführungen aus dem Zürcher Semak, die meist in unserm Codex sich wiederfinden, haben die Gutachten und Bescheide von Maharil (N. 142, ist im Codex §. 178 f. 70a aus טלי), Jacob Weil (N. 189), Isserlein (N. 172, 198; vgl. Ms. §. 156), Israel Brünn (N. 121 und bei Kolon N. 170 ed. Ven. f. 186a unten), Joseph Kolon (N. 85. 128. 169. 170. 176. 187; die letztere Stelle ist im Ms. §. 246), Mose Minz N. 52. 109 f. 163b (beide Stellen nicht im Ms. §. 180), f. 163d, 165bc (beide Stellen im Ms. f. 77a, 79 a); die Chalizah-Ordnung f. 38a (im Ms. f. 87a Anmerkung 2), die Glossen zu 76 .§ שערי דורא f. 38a; die Minhagim Tyrnau’s f. 2h §. 21 (im Ms. §. 12 f. 7 a Anmerk. 7 aus Meir Rothenburg’s Siddur), f. 3b §. 44, f. 8b §. 103 (hieraus 795 .§ מטה משה)* f. 14b §. 40 (im Ms. §. 154 Ende), f. 15a §. 54 mit dem Zusätze: ״in 148 .§ הלכות מגלה“ (ist im Ms. §. 146). Das deutsche Machsor ed. Salonichi S. 99 und hieraus das מעגלי צדק in dem Machsor Sabionetta-? Cremona f. 64b (findet sich in dem Ms. f. 131a aus תרומה חדשה) ist der letzte, der des Zürchers erwähnt. Die Weise der Benennung dieses Sammelwerks ist verschieden und scheint mit dessen allmähliger Redaction im Zusammenhänge zu sein. Das Verzeichniss שם הגדולים und Kolon sagen: die grossen Anmerkungen des Semak,. oder die um den Semak sich finden (N. 176. 128); Isserlein hat an beiden Stellen ספר המצות בקוצר באורך d. i. der erweiterte Auszug des Buches von den Geboten. Am häufigsten sind die Be- Zeichnungen: סמק aus Zürich (cod. Mich. 457. Isr. Brünn. Kolon N. 85. 169. 170.)י ס׳ המצות aus Zürich (Jacob Weil 189, Isserlein Terummat hadeschen 198), ם׳ הצורך

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