Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 5 September-October
- Date
- 1858-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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102 II. Vergangenheit. Der Zürcher Semak. Von L. Zunz. (Schluss.) , Zunächst ist aus dem Bisherigen die Identität unserer Handschrift mit dem Inhalt des Wiener Codex N. 52 (Verzeichniss 1847 S. 62) zu erkennen, der viel•״ leicht nur in der Anordnung der Theile abweicht* wie diess auch bei den Semak- Handschriften vorkommt. Aus dem Namen- und Bücher-Wirrwarr, der dort (S. 63) sieben Reihen hindurch den Leser betäubt, findet man nun leicht die hier angegebenen Quellen und Autoren heraus. Das 'ל׳ט׳ל׳ע׳ג׳ה soll heissen עכה Sb 'S d. i. לשון טל עד כאן הגהה. Das התשובות חוזרגי לסוף ist vermuthlich nicht ganz richtig, hat aber ein Aüalogon in unserm Codex f. 315b, 320a, wo es heisst: עכל התשובה ו.חדני ללשון סטג; vgl. גחזול לענין הספר Semak 184. Vielleicht dass statt לסוף zu lesen 'ללשון ספק) לל׳ סס). Bort wird ausdrücklich neben הרס auch R. Meir aus London (s. oben S. 84) genannt, Das מסליקא ist fehlerhaft statt ״aus Falaise“ wie anderswo מפלוי־רא (zur Geschichte S. 56), מסליירא (cod. Lips. 6 p. 277) gefunden wird; dazu gehört auch der R. Samuel aus ״Monpellier״, der dort und in einem Ms.(חידושי שס) des Dr. Beer in Dresden genannt ist,* auch dafür muss Fälaise gelesen werden, vgl, Mordechai Pesachim Anfang. Sonst werden noch ,aufgezählt: 1) מהרסא [vielleicht Mose aus Evreux], 2) Samuel b. Menachem [s. Tos. Joma 40 b, lebte in Würzburg], 3) Simeon de Coucy [vgl. meine additamenta ad cod, Lips. 4] , 4) Menachem טיגוני, wahrscheinlich M. aus Joigny, 5) Jehuda aus Strassburg. R. Isaac aus Strässburg wird in Maimoniot (8 חמץ ומצה Ende) und ־־dreimal in einem Commentar MS. zu אד*ר דר מתוחים genannt. Möglich dass dieser Jehuda — oder Isaac — jener טהריש ist, den man im grossem אסור והיתר (ed. Ferrara 11, 4. 12, 4. 34, 25), dem Commentar אמרי נועם (Parascha שמיני und קדושים) und oft in den Anmerkungen zu Tyrnau’s Minhagim ed. Amst. f. 14a findet, zumal derselbe, nach der Leseart des 795 § מטה משה — die Minhagim lesen מהדש — im Zürcher Semak Vorkommen muss. Die Anmerkungen der verschiedenen Hände, dergleichen auch das Wiener Exemplar zu enthalten scheint, flössen vermuthlich aus verschiedenen Handschriften. Der סמג war häufig vorhanden; sechs Exemplare standen Isserlein zu Gebote, während es keinen Or sarua an seinem Orte gab (Bescheide 172 und 112). Noch mehr verbreitet war Semak, welcher nach der Empfehlung des Verfassers vielfältig abgeschrieben wurde: Jos. Kolon (Rga. 137) hatte drei Exemplare und waren noch mehrere ihm zugänglich. Vor 1300 hatte das Buch bereits die Anmerkungen von Meir b. Baruch und Perez b. Elia; in dem 14. Jahrhundert kamen von verschiedenen Seiten Zusätze an den Rand, die als הגהות oder erweiterter Semak angeführt werden, so in den Mss. die Anmerkungen aus Maimon., Alfasi, Taschbez, wie cod. Lips. 18, cod. Rossi 583 deren enthalten. Die allmähligen Bereicherungen bezeugt unser Codex durch die Meldung (§ 103), dass die Abhandlung über Neomenien in den Exemplaren dieses Werkes früher nicht vorhanden gewesen. Diese Äbhandlung, so wie die über Quartalwechsel sind A. 1401, eine Neumondstafel zu Anfang des Codex ist A. 1400'geschrieben, neben ,welcher eine Glosse vom Jahre 1429 steht. Das Formular des Traubriefes hat das Datum Freitag 19. Schebat 5149 [A. 1389] in ״ ,טרנבירקnach der Weise der Gemeinde des Rheins“ (דין), d. i. Strassbürg (vgl. Jachia 62a, Jos. Kolon 172, wo טראבורק* anstatt Mss. שטדבורק), welcher Ort deutlich im Wiener Codex vorkommt, woselbst jedoch das Formular das Datum