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Hebraeische Bibliographie · 1858-09-01 · No. 5 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 5 September-October
Date
1858-09-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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95 , 257] gebeugt zu erhalten sich bemühen, so hatte Nagarah den, freilich leichtern Zwang fremder Melodien und Muster zu überwinden, da seine heiligen Sänge die״־profanen verdrängen sollten. Es ist dieser Umstand von dem letzten wie vom ersten Apologeten unseres Autors unerwähnt geblieben (s. Jüd. Lit. § 18 A. 55 u. Kochbe Jizchak XXIV, 32, woraus die Vorr. hier S. XII), während fast jeder der hier abgedruckten Hymnen den Anfang des massgebenden populären arabischen oder türkischen *) oder spanischen?) Volksliedes angiebt. Es ist auch das Verhältniss dieser Muster in Bezug auf den gleichen oder nachgeahmten 'Wortlaut des hebräischen Anfangs (s. z. B. N. 87) wichtig (s. die Stelle aus Lonsano bei Dukes, Litbl. 1V, 359 A. 13, u. vgl. über zweisprachliche Gedichte Steinsehneider, d. fremdsprachl. Elemente S. 6, Jüd. Lit. S. 462 A. 67) , und hierin ein Mittel zur wechselseitigen Emendation gegeben. Ausserdem scheint die ganze Sammlung nach einer, hinter der Melodie angegebenen Bezeichnung geordnet, über welche wir noch einer ausreichenden Belehrung von Sachkundigen entgegensehn; es sind diese: דאשט (? auch n. 69), 26 ) מאהוד ff ), 105) ניברוש ,(99) סוגבולי ,(76) סאבה ,(85) הוסאייגי). Wir sind cs längst gewohnt, in dem ״Herausgeber“ einer hebr. HS. den ersten besten unberufenen Drücker, Bettler, Speculanten u. dgl. zu sehen; wir wundern uns nicht, wenn die leichtesten hebr. Fehler uncorrigirt sind, 3j geschweige dass wir Kenntniss fremder Sprachen, Auskunft über Verfasser und Werk erwarten sollten; und so ist auch Nagarah dem Schicksal solcher Misshandlung nicht entgangen;; glücklicher Weise schliessen sich Nagara’s religiöse Lieder dem biblischen Genius im Allgemeinen so enge an, dass man fast den Corrector durch die Concordanz, ersetzen kann, und es wird sich der Druck gewiss als "eine gute ״Speculatiön“ herausstelien. Der Herausgeber hat sich in seir nem Vorw. weniger die Verherrlichung des Verf., dessen Gesang die Engel entzückt haben soll (S. XI.,), als die seines ״Herrn und Meisters“ zur Aufgabe gemacht, zu dessen Beschreibung der Wiener HS. unser Catal. I. h. p. 1170 zu vergleichen, aus welchem wir nur die Bemerkung wiederholen, dass die (unvollständige!) HS. mit der in Geiger’s Zeitschr. erwähnten identisch, die Sammlung Schee fit Israel*) nicht gedruckt sei, sondern MS; in Amsterdam. Ob in der grossen gedruckten Sammlung einiges mit der eben edirten identisch sei, sind wir nicht im Stande anzugeben.] עכ1ה תלרע .. לחנוכת בית האלהים החדש .. בשלישי לירח תמו* בשנו! גדול יהיה ההיכל האחרון pip בכבודו עד בא אביב הגאילח בהודו לפק. מאת מענדל ברי ש ט ער ן. [ו ו יען, תדיח]. 8. י ״Sängergruss zur Tjßmpelweihe. Festgedicht zur feierlichen Eröffnung des . . neuerbauten Tempels .. . am 15. Juni. Von M. E. Stern. 8vo. Wien, J. Knöpfeimacher’s Buchhandlung. ,1858. (16 S. hebr. u. 16 S. deutsch.) [257] טוי־רי טולמד! שירים יקרים החכם המשורר ר׳ שלמה בן גבירול זל אספתים מאוצרות הספרים..וספחתי עליהם הערות והוצאתים ראשונה לאור יהודה המכונה לי ב דוקעס. מחברת ראשונה. הנובר, תדיח. 8. jfSchire Schlomo. Hebr. Gedichte von Salomo ben Gabirol aus Malaga. Aus HSS. in Oxford, Parma u. Wien gesammelt, erläutert u. zum erstenmal hersg. v. Leop. Dukes. I.Heft.“ 8vo. Hanover, Druck der Telgener’schen Hofbuchdr. 1858. [258] [Das Buchelchen scheint unrichtig gedruckt und geheftet; Auf das hehr. Titelhl. folgen S. III-VI d. deutschen Vorr. (die links zum deutsch. Titelbl gehören), dann (S. 1-40) 27 Gedichte mit Anmerk, welche hauptsächlich die poetische Typik durch Parallelen erläutern;"dann פתיחת המוציא לאור (I-XVI), 'enthaltend Ekcerpte aus dem Jezira-Comm. des Abu-Sahl, über dessen Autorität die Acten noch 1) Wir empfehlen diese Ueberschriften der Aufmerksamkeit Fleischer's, der sich eben mit türkischer Volkspoesie beschäftigt. Es durfte auch hier, wie bei den jüdisch-deutschen Liedern, manche Notiz zu gewinnen sein. 2) Die Sprache bedeutet unstreitig das Wort רומנסי (s. N. 37, 54, 62, 63, 81, 93, 95), nicht ״Melodie einer Romance“ wie bei Goldenthal (Catalog S. 48). Auch bei De Sola (Einl. zu The ancient Melodies etc., Lond. 1S57 'S. 14) finden wir eben unsre Auffassung. — N. 47 hat e. hebr. Muster, N. 46 ist originell, wenn nicht die Melodie ausgefallen. 3) Luzatto klagt (Kochbe Jizchak XXIV, 26), dass nach und ausser'ihm Niemand ein weltliches Gedicht der Spanier geziemend herausgegeben habe. 4) Iin Catal. a. a. O. war noch auf Litbl. IY, 651 zu verweisen, wo es aus Catal. Dübno S. 54 angeführt, und auf den falschen Titel 5שארית יו0ן bei Wolf (aus Sabb.) hingewiesen, hingegen über den Vater Moses Irrthümliches vorgebracht wird (8. Catal. p. 1834). Ein תפארת ישראל von N. giebt es nicht.

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