Mannheim
Compact Memory

Hebraeische Bibliographie · 1858-07-01 · No. 4 Juli-August · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 4 Juli-August
Date
1858-07-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2249537-7176599-7176613--0088-2249622
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

78 [209 (Scheelot u. Tesshubot) Majjim Chajjim, Gutachten des Chajjiin R «poport b• Dob Bärusch, mit Vorrede der Sohne des (verstorb.) Verfassers. Herausg. y. d. Enkeln des Rabb. in Slawita: Chanina Lipa (?) und Joma (Höschel) Spira. Bd. I Th. 1 u. 2, ßd. II Th. 3 u. 4, dabei Ozrot Chajjim Novellen zum Pentat. föl. Szitomir 1857, 1858. (Doppeltitel, 42 u. 76 Bl.) [209] [Bd. II. Bl. 74. Sp. 3 bis Bl. 75 8p. 2 enthält werthvolle Mittheilungen zur Gelehrtenkunde. —] (Benjakob). פלסהלי &אלי1 .. אשר חברה בלשון ציפת ביד.. אייזען סי וגעתקה., ביד קלמן שולמאן. חא וחג ווילנא תריז תריח, 8. Mysteres de Baris-, aus dem Französischen des Engen Sue, hebraeisch von Kalmann Schulmann. Th. 1 u. 2. 8vo. Wilna, Druck v. J. R. b. M. Rom 1857, 1858. (XXVI u. 166, VIII u. 179 S.) [210] [Der Verf. gehört zu den, in der Finsterniss mit beschränkten eigenen und angeeigneten Mitteln eifrig nach Licht strebenden Schriftstellern. Derselbe veröffentlichte: 1. אריאל Artel über sinaitische Inschriften, 10 Stämme u. Sambation, Rechabiten u. a. zur biblischen Geographie, gesammelt. 12mo. Wilna 1856 (XX u. 158 S.) 2. הליבות קדם Halicliot Kedem, Th. I. Zur Geographie u. Topographie Palästina^, namentlich Jerusalems. 12mo. Wilna 1854 (VIII u. 136 S.) 3. שולמית Schulamit, Ergänzung zum vorhergehenden Werkchen. 12mo. Wilna 1858. (XIIX u. 134 S.) 4. שסה ברורה Safa Berwra% vermischte Aufsätze, zum Theil aus dem Deutschen. 8vo. Wilna 1847 (48) .(תרח s.) Die vorliegenden Theile eines grösseren Werkes wenden sich von dem specifisch jüdischen Gebiete zu einem ganz entgegengesetzten; sie führen zuerst den modernen Roman in die hebräische Sprache ein, und fordern daher die Kritik auf, sich nicht allein über die besondere Weise auszusprechen, in welcher der Verfasser den heterogenen Stoff in die hebräische Form zu bringen versucht,־ sondern auch dabei auf die allgemeine Frage zurückzugehn, ob die hebräische Bearbeitung soleher Stoffe einem Bedürfnisse entspreche, ob sie in artistischer Weise überhaupt auszuführen sei, ohne dem Genius der hebräischen Sprache übergrossen Zwang anzulegen. Das Erstere liegt ausser dem eigentlichen Bereich dieser Anzeige, und sei es bloss gestattet, zu bemerken, dass der Verf., ohne sklavisch zu übersetzen, seinem Originale sich anschliesst, wo die Sprache eine Analogie gestattet, so z. B. ist die Bezeichnung der Fleur de Marie durch סרח מר (Myrthenblüthe) gewiss eine sinnreiche,' die Assonanz bleibt freilich dem eigentlichen Publikum der Uebersetzung unbekannt. Ob der Uebersetzer zunächst eine deutsche Uebersetzung zu Grunde gelegt, haben wir nicht untersucht. Die hebr. Bearbeitung ist von deutschen sprachliehen und sachlichen Anmerkungen begleitet, ein Umstand, der für die gegenwärtigen Sprach Verhältnisse der Juden in Russland beachtenswert ist. — Was die erwähnte allgemeine Frage betrifft, so fühlen wir uns uni so mehr veranlasst, unsre Ansicht mit wenigen Worten ־auszusprechen, als eine frühere Äeusserung, mit Rücksicht auf das vorliegende, damals noch projectirte Werk zu einer nicht ganz ehrliehen Polemik' geführt hat,.1) während von anderer Seite sich Stimmen gegen diese Schriftgattung erhoben, die weit über unsere Ansicht hinausgehen, wie z. B. im Jewish Chronicle (S. 94) ein Werk wie das unsre ohne weiteres als eine Profanation der hebräischen Sprache bezeichnet wird! Damit wäre ein Verdammungsurtheil über ein grosses Gebiet unsrer schöngeistigen hebräischen Literatur ausgesprochen, wie es in der That selbst von jüdischen und christlichen Rigoristen (wie Delitzsch) hauptsächlich nur gegen die frivole und satyrische Poesie, weniger gegen die Unterhaltungslectüre *) Ein obscurer Correspondenz des Maggid (II N. 14 8/94) hat den Schluss meiner Worte in Ozar Nechmad II, 29 weggelassen,H\vo ich dergleichen Schriften als harmlos bezeichne. Der Red. wundert sich, dass über seine Zeitung schon damals, kaum nach dem Erscheinen, ein Urtheil gefällt werden konnte. Es• galt dort in der That solchen Unternehmungen überhaupt; aber wenn wir oben (8.6) eine specielle Bemerkung machten, so wollen wir uns zur Begründung auf ein Beispiel beschränken. In der oben (S. 9 N. 7) erwähnten Corresp. (wie es scheint von dem damaligen Mitredacteur B-r) heisst es zweimal עשיתי הכרות »ich machte Bekanntschaft*; findet sich dergleichen in hebr. Schriften deutscher Gelehrten?!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.