Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 1 Januar-Februar
- Date
- 1858-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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2D worin der Verf. die Ansichten der Philosophen (namentlich nach Avicenna u. 8. w:} zusammenfasst, um sie in dem Werke zu widerlegen. Ersteres ist wahrscheinlich schon zu Ende des 13. und dann im 14. «lahrh. mehrmal hebräisch (bekannt unter dem Titel * * * 4(כרכרה! ד<&יכ*רסרפיבן), aber auch schon im 12. Jährh:, wahrscheinlich unter Mitwirkung des getauften Joh. Hispalensis (oder Avendehnt)5) lateinisch übersetzt und in dieser Uebersetzung u. d. T.: Logica ei Philosophia edirt worden. Wie die Weglassung des in den hebr. HSS. vorhandenen Vor- und Nach- Wortes die Geschichstschr'eiber der Philosophie,» selbst Ritter.nicht׳.ausgenommen, irregeleitet, hat Munk zuerst nachgewiesen6). Indess ist noch eine kürzlich, *veroffentliclite Arbeit über Gazzali, welche seine. Bedeutung zu würdigen weiss, nicht ohne * Irrthümer über unser Werk geblieben7 ).־־־־* Die Oiforder HS. ist! wie die Tischen- Dies (Und der zu erw&hhCndö Anfang Tön K. 2) hat wohl Munk verleitet anzunehmen, dass der Codex uuser Werk Makasid enthalte, welches Karbon! nach den Catalogisten übersetzt, in der That hur eommentirt hat [und zwar wahrscheinlich hach Ueber•., des Isak Albalag, vgU den Catal: der Leydner HSS., S. 218], Auf K. 1 bezieht sich hauptsächlich eine Anmerkung Munkls zu •einer Schrift La Philosophie che» les Juifs (aus den Arch. Israel1848 ״, der Text schon im genannten pictionnaire), deutsch mit Zusätzen voh B. Beer, S. 114 H. 27 [wo'die eingeklammerte Verweisung auf Zunz, Add. p. 326, gar nicht dahin gehört; dort ist von den שאלות 'J (תשובת) des*Gazzali eile Rede, deren Identität mit dem von Karbon! so genannten HILDA HtfP und dem arab. Codi Escur. 937 ich im Catal. der Leydner HSS. 8.46 zuerst nachgewiesen]. Dort legt Munk (wie schon. WSstönf. a.o. O; 8.16 n. 21) Casiri's Angabe dahin aus, als ob M«rboni einen arab. Comrn. zu dem Werk Tehafot 1יסלת הפיל׳) gC&chrleben, was er mit Recht als unwahrscheinlich bezeichnet, ln Bezug auf die' in diesem Codex enthaltenen (öder commentitten) Schriften Gazzali׳•!glaube ich aus' der Vergleichung der von Cusiri mitgetheilten Aü fange und Schlüsse au wahrscheinlicheren Resultaten gelangt'zu sein (Catal. der Leydner HSS. S. 146). Der -Anfang von K. 1 stimmt mit der hebt. Ueber•. de* Werke! “*^1, aber nicht das Ende; Anfang und Ende von K. 2 stimmen mit der hebr. Ueber•. des 1ן0ך&\ (sic) בסרדם הנסכים > der Anfang1 freilich huch mit der lat Ausgabe des Makasid (s. weiter u,nteu im Texte), was wohl Munk mit io Anschlag gebracht' hät Die mitgetheilten Anfängsworte sind in der That; wie leider oft bei Catalogisten, nur; eine einleitend• stereotyp«' ^oriDel,' die,. 'gelegentlich bemerkt., unter hebr. Schriftstellern, namentlich Kabbalisten, wiederkehrt ‘{Cif9sr Josef^Qikatiliu fest alle seiue Schriften mit נפשי TT שאלת ס0ני beginne, hat Z1m* fiir die Kritik fruchtbar gemacht; vgl. äiieh Catal. libr. hibr. ׳p. 1469J. Wie es aber mit Narboni bestellt •ei, ob derseibe vieHe)c11t als Ümechreibek* dös arab.Werkes •ich1 öineä der fcWeidötxtfglh Ausdrücke bedient, weich«' im**Ärsifateclieib (wie im Hebräischen) Abschreiben, Umschreiben, ,Uebersetzeu und.Rrl£»tern bezeichnen, oäerwelche Bewandtnis• es sonst habe, darüber habet ich zweimal; vergeblich ^.utkun^t; za erlangen:, versucht; und möge die anscheinende Abschweifung auch als, ein «weiter Beleg zu dem im Texte berührten Umstand ihre Rö'chtfertigühg finden; indem wir es zu den wichtigsten Aufgaben der ״hebr. BibÜogr.* zählen, den Zusammenhang jüdischer!Forschungen Mit den verschiedensten Gebieten, triid’denHachtheil) den diese aus der VernaclOässigung jener erleidenmüasen, dhrch eelatantejdeispiele naehruweiae». 4) Dass die bei Wüstenfeld a. a. O. S. 19 K. 69 genannte ״Physik* in der Pariser hebr. Hu. 245, 13 (vgl. 314,14 bei Schmölders, Essay p.214) hieher gehöre, habe ich im Catal. libr. hebr. p. 1001 conjicirt. 5) Derselbe wird uns in einem ändern Artikel mehr beschäftigen. ' C) Lictionnaire etc. II. 507 unter Gaxali. Wenn wir nicht irren, so ist eihe Saihinlnng seiner, auch für die arabische Literaturgeschichte wichtigen Artikel daselbst, in der 2. Abtheilung der Melanges nächstens zn erwarten; 7) Der LXVI. Bd. der A. Encykl.von Ersch bringt äuf 8. 250-44 einen Artikel Gkaxtali, bearbeitet vön Hrn. A. Schmölders (dessen Gute ich durch Vermittlung des Hrn. Prof. Brockhaüs in Leipzig jene Bogen verdanke), auf welchen wir hiermit aufmerksam machen* Derselbe be• handelt vorzugsweise das Leben (8: 151-^4) und die eigentümlichen (?) philosophischen und theologischen (mystischen) Ansichten (S. 256 ff.), Insbesondere nach dem Hauptwerke Ihja. Die »schriftstellerische Thätigkelt* (Bibliographie) ist nur höchst summarisch abgethan (S. 265). Daselbst erscheint zwar (8p. 2) das Bnch Mi'jar' als ״wohl* identisch mit der Logica -etc. (bei dem Verf. selbst schob in dem Werke Essay p. 220 mit Bestimmtheit und richtig), aber verschiedet von dem Werke. ״Ma&asui*, mit völliger Kichtachtnng alles 1Hessen, was Munk a. a. O. und Derenbury in der (freilich strengen^ Kritik des Werkes Essay (Heidelberger Jährh. 1345 8. 420 — 31) vorgebracht. Schm, glaubt noch immer, siöh in Bezug auf Gazsali's Philosoph. Ansichten auf sein Essäy und auf Ritter beziehen za dürfen; aber beide betrachten ja Poch die von Gazzäli zur Widerlegung gesammelten Ansichten der ״Philosophen* als •eine eigenen! — Woraus gelegentlich mancher; sich als Verächter der ״Bibllögraphie* gerirender Schriftsteller, namentlich unter den Juden, etwas lernen könnte, wenn dergleichen