Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 1 Januar-Februar
- Date
- 1858-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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19 nachfolgenden 3$mefknnge1^ durch welche die ermähnten Mittheilungen theils ergänzt, theila berichtigt werden. .Möchten die HSS^einer, den Pflegern jüdischer Literaturgeschieht^ zugänglichen Bibliothek einyerlejbt, und yon einen! Kenner gründlich heschrieben werden*). / . Die HSS. zerfallen a. a. 0. S. 15 in zwei Klassen : A. Tcdmudici, enthält 2 Godd., in dem zweiten : *תוספי לאנס wirf bei T. auch Tract. Nidda angegeben, der weder im Cod. zu finden, noch ton Jellinek (S. 245, 287) erwähnt ist. Tract. Nasir beginnt: .כל פנריי כזי־רות כבזיררה הפא ל» מפרס■ מעםדכבויין רבהדדים Ende:מחמה דבה '■כלל (und die Notiz, dass die HSS. Sieh im Hanse des Josef Petro: ׳פיהרר; unter Sultan Mtihsmmed befunden).• Da die Erörterungen als Tosafot bezeichnet sind, so war natürlich nicht der s. g. Aschen oder ״Cotnmentar“ j-Jell. S. 287) zu yergleieben, sondern ein ganz, anderes Werk, nemlich zu Nasir zunächst das (u. a. Öfen 1820) gedruckte des Bezalel Aschkenasi, auf welchen schon Zunz hinweist (zur Gesch. S, 43,'dieser. Hauptstelle fehlt freilich in dem, überhaupt unyöllst., Begister 8. 578). ~ Wir bemerken gelegentlich dass eine HS. der Tosafot des Ascher b. Jeehiel über Synhiedrin yon dem Buchhändler El. Aschkenasi für die Bodleiana erworben •worden ist. , v * ך Unter. der Classe B. Karaitid wirft 1) ein arabisches philosophisches Werk des 5auf/ö»[richtiger be1i\ Baud el-Adeni er-Rabbäni (also mcÄfKaräii!) genannt, und bemerkt, dass sich dasselbe auch *in Oxford״ befinde. Diese HS. gewährt uns ,ein schlagendes Beispiel, Ton welchem Nachtheil die Ayersion christlicher Gelehrten gegen, den hebräischen Buchstaben ist; wäre er mit arabischen Lettern geschrieben, so würde man in ihm längst eine der seltensten und wichtigsten ־ Schriften eines beruhigten arabischen Gelehrten erkannt haben. Der Oxforder Codex,, der hier ,nicht näher bezeichnet ist, (wahrscheinlich weil die Notiz einer schriftlichen Mittheilang an J. entlehnt ist, der a. a. 0. S. 246 noch nichts davon weiss), wird in der That schön tön Uri als * Cöinment. ״ über ein Werk Gazzätfs bezeichnet; wenn Uri seine Worte ohne Quelle!ungeschrieben," so *ist;diess wohl das einzige Mal, wo er siciu als Kenner bewiess, während Nicoll-Pusey ihn nicht; zu begreifen gestehn! Schon die Anordnung: Logik, Metaphysik, Physik ist Gazzali eigenthümlich1 *), und hauptsächlich darauf gestüzt^ habe ich noch yor eigener Anschauung der HS. die Ansicht Ü|i*s in Schulz genommeh*). Zu meinem nicht geringen Erstaunen fand ich spater, dass .der Codex nicht einen Gommentar zu Gazzali enthalte, sondern einfach dessen berühmtes, und im Original höchst seltenes3) Werk iAjoÜU, יי) Während diese Zeilen .gedruckt werden, erfahren wir den wirklichen Ankauf durch die k. Bibliothek za Petersburg (s. nächste Nummer unter ,Bibliotheken‘).- 1)־ I?h habe im Catal. der Leydner HSS. S. 17 die Yermuthuug ausgesprochen, dass Schahristani diese Anordnung der Philosophie Ävicenna'8 ▼on Gazzali entlehnt habe. . .2) Jüdische Literatur in Ersch’s A. Encykl. 8.393 Anrn.7.•— Her dort combinirte צאעד in der Leydner HS. ist jedoch der arabische Yerf. eines biographischen Lexicons,. dessen die Juden betreffender Tbeil verloren scheint; s. den Catai. der Leydner HSS. S. 260. 3) Jfunk (.im Lictionn. des Sciences philos. 11.179) . sagt: »Han kennt kein Exemplar in Europa*, obwohl schon Wüstenfeld (Die Akademien der Araber S. 18 N, 53); ausser dem pariser Cod. 882 (sic), den des Escnr. N, J1p0 anfuhrt. Spater (a. a. O. S, 507 unter Gazzali) bemerkt Munk, dass der genannte Pariser Cod. nur das letzte Blatt enthalte, vermuthet aber, dass es sich nebst der Fortsetzung (De* structio} in dem, A. 1359 [,1321* im Catal. der Leydner HSS. S.146 ist Drackf.] zu Carrion [vgl. Catal. libr. hehr, iw, Bibi. BodL p. 2519 unter Schemtob Ibn Ardutil über Santo, de Carrion] geschriebenen Cod. Escur. 628 befinde. Ueber diesen hebräisch-arabischen Codex: hat nemlich Casiri eine jedenfalls confuse Notiz gegeben, woraach derselbe unter 1 einen Commentar des (am jene Zeit lebenden) Xeae Warboni über das Werk ״Fax luminum de erroribus Fhilosophorum* 4־ .enthielte, indem ,Casiri hinzufügt, dass •Narboni'dasselbe Werk hebräisch ,übersetzt* habe ך unter! nennt er ein Werk de philoeöphorum erroribtle und verweist auf Cod. Par. 884. 2*