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... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M. · 1915-01-01 · 7.1914 (1915) · p. Seite 7

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Journal
... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
Volume
7.1914 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 aber fand ein Vortragszyklus des Herrn Rabbiner Dr. S. Breuer llber den „Geist der jüdischen Gesetze" statt. Wir sind dem Herrn Rabbiner für seine Bereitwilligkeit zu ganz besonderem Danke verpflichtet. Die lehrreichen Vorlesungen wurden von einer zahlreichen Zuhörerschaft stets mit größtem Interesse verfolgt. Im „Lesezirkel für junge Mädchen" wurden dieses Jahr unter der Leitung von Frau Adelheid Meyer und Frau Regina Baer hauptsächlich klassische Stücke gelesen. An Stelle unserer bisherigen geselligen Nachmittage und Abende fanden dieses Jahr Stricknach miltage zu Gunsten der „Kriegsfürsorge" statt. Allwöchentlich Dienstag nachmittag von 4—7 Uhr vereinigten sich unsere Damen zu eifriger Arbeit. Dabei kam geeignete Lektüre zum Vortrag. Nieist waren es patriotische oder zeitgeschichtliche Dichtungen, die unsere Vorleserinnen wählten. Die außerordentlich rege Beteiligung aus dem Kreise unserer Mitglieder und der Besuch zahlreicher Gäste bewies, welchen Anklang diese Einrichtung fand. Als Vorleserinnen stellten sich uns sowohl Mitglieder als auch andere unsere Bemühungen gern fördernde Damen gütigst zur Verfügung. Wir danken allen diesen Damen, die sowohl durch glückliche Wahl der Lektüre als auch durch eindrucksvollen Vortrag den Arbeitsstunden eine höhere Weihe verliehen, auf herzlichste. Herrmann Lehmann-Schule in Gffenbach. In dem Betriebe unserer Schule hat der Krieg einige beträchtliche Veränderungen hervorgernfen. Die Schulräume, die uns bisher von der Stadt Offenbach in der großen Schule am Mathildenplatz in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt waren, mußten wir verlassen, da dieses Gebäude militärischen Zwecken dienstbar gemacht wurde. Wir fanden genügendeit Ersatz in der Mädchenschule an der Kaiserstraße, wo uns durch das freundliche Entgegenkommen des Herrn Hauptlehrers Dr. Köhler zwei Säle für unseren Unterricht eingeräumt worden sind. Kaum hatten unsere Lehrer hier am 20. August den regelmäßigen llnterricht wieder ausgenommen, als der eine, Herr Ai o r g e n r o t h, zum Diilitärdienst einrücken mußte. Der andere Lehrer, Herr Diamant, übernahm zwar mit großer Zuvorkommenheit beide Schulabteilungen, ist aber seit Anfang November an der Fortsetzling seiner Tätigkeit verhindert. Glücklicher Weise fand er in Herrn W. Lotheim, Lehrer a. D. von hier,

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