... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Volume
- 7.1914 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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6 wo ernste Arbeit und heileres Spiel sich ablösen. Unterricht »nd anregende Unterhaltung steheri unter der Leitung einer geprüften Lehrerin und freiwilliger Helferinnen. Die Kinder erhallen regelmäßig nachmittags Milch und Brot. Eine in engem Rahmen gehaltene Channkafeier gab Gelegenheit, die Kleinen mit nützlichen Gegenständen und mit Spielsachen zu beschenken. Den gütigen Spenderinnen sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Ebenso sei herzlicher Dank Herrn Direktor Dr. Lange ausgesprochen, der einer Anzahl unserer Hortzöglinge Aufnahme in einer Ferienkolonie erwirkte. Für 40 Zöglinge war der Hort eingerichtet, die Rot des Krieges hat uns deren 67 gebracht. Roch immer aber kommen neue Anfragen; ihnen gerecht zu werden ist unbedingte Pflicht, doch bedarf es hierzu größerer Mittel. Wir hoffen, daß die zahlreichen Gönner, deren sich der Hort erfreut und denen er bereits so viel verdankt, ihn weiter mit Rat und Tat unterstützen werden. Die gesonderte Verwaltung, der der Mädchenhort untersteht, wird demnächst einen ausführlichen Bericht erstatten. Jugenüfürsorge. Die Kommission für Jugendfürsorge muß zu ihrem Bedauern erwähnen, daß ihre Tätigkeit in diesem Jahre unter einen: Mangel an Hilfskräften zur Erteilung von Unterricht an niittellose Kinder und Erwachsene zn leiden hatte. Die ungewöhnlichen Anforderungen der Gegenwart beanspruchen einen großen Teil der jungen Vereinsmitglieder bei der Verwundetenpflege und sonstiger Kriegssürsorge. Daher kam es, daß so manche Kraft unserer Arbeit entzogen wurde. Um so dankbarer sind wir jenen freundlichen Helferinnen, die es uns ermöglichten, 17 Schülern und Schülerinnen, darunter 4 Erwachsenen, Rachhilse- oder Fachunterricht zu verschaffen. Es liegen jedoch immer noch Gesuche bei uns vor. Insbesondere handelt es sich jetzt uni Flüchtlinge aus Belgien, Galizien und Russisch- Polen, denen der Mangel an genügender Kenntnis der deutsche» Sprache den Eintritt in die Schule oder die Aufnahme in ein Geschäft erschwert. Daher bitten wir geeignete Mitglieder dringend um Anmeldung zu dieser Tätigkeit. öelehrenöe unü gesellige Veranstaltungen. Aus verschiedenen Erwägungen hielten wir es für angebracht, während der Kriegszeit keine Einzelvorträge halten zu lassen. Wohl