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... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M. · 1914-01-01 · 6.1913 (1914) · p. Seite 7

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Journal
... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
Volume
6.1913 (1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 ihrer Gründung haben wir bestimmt, daß für die Verwendung ihrer Erträgnisse der Wunsch der nächsten Familie des leider allzu früh Verewigten maßgebend sein soll. Demgemäß werden nunmehr künftighin die Zinsen der „Louis Feist-Kasse" in den Dienst des „Mädchenhortes" und der „Herrmann Lehmann-Schule" gestellt werden, da die Erziehung der Jugend dem Verstorbenen ganz besonders am Herzen gelegen habe. Es ist überaus wünschenswert, daß der Fonds dieser Stiftung immer mehr anwachse, damit es möglich wird, recht viel Gutes im Sinne des teuern Mannes zu wirken. Mätzchenhort. Im letzten Jahresbericht hatten wir Mitteilung von einem von unserem Vereine neu aufgenommenen Zweige sozialen Wirkens gemacht, der Beaufsichtigung jüdischer Volksschulkinder während der Mittagspause, einer Neuerung, die namentlich von Lehrern dankbar begrüßt wurde. Wir freuen uns, heute von der Erweiterung dieser Institution zu einem Mädchenhorte berichten zu können. Schon vor Jahren hatte die „Jüdische Frauenvereinigung" in der Erkenntnis seiner Wichtigkeit die Gründung eines Mädchenhortes beschlossen. In diesem Berichtsjahre war es uns endlich möglich, ihn für vorläufig 40 Kinder ins Leben zu rufen. Dank der Energie und der Opferwilligkeit, die dieser Sache gewidmet wurden, gelang es in kurzer Zeit, die Mittel zu dieser außerordentlich wertvollen Gründung zu beschaffen, sodaß der Hort am 27. Januar d. I. eröffnet werden konnte. Es ist uns Herzensbedürfnis, all denen, die uns zur Erreichung unseres Zieles behilflich waren, an dieser Stelle aufrichtigen Dank auszusprechen, so namentlich Herrn Stadtrat Dr. Ziehen und Herrn Prof. Dr. Reinhardt, erstem Vorsitzenden des Vereins für Kinderhorte, für die so liebenswürdig erteilte mannigfache Auskunft und Beratung, ferner der verehrl. Verwaltung der Jsr. Volksschule, die uns entgegenkommenderweise die Turnhalle zur Verfügung stellte, wie endlich den gütigen Spendern und Spenderinnen, die uns die nötigen Mittel gewährten. Gleich der „Peah" hat auch der „Mädchenhort" eine eigene Verwaltung, und gleich dieser ist er, obwohl ebenfalls ein Kind der „Jüdischen Frauenvereinigung", doch vollständig unabhängig von ihr. Es gereicht uns zu umso größerer Genugtuung, unseren Mitgliedern von dieser Neugründung Kenntnis geben zu können als doch die Jugendfürsorge ein sehr wichtiger Zweig sozialer Tätigkeit ist und

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