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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1903-01-01 · Innerjüdische Polemik und ihre Gehässigkeit. · p. Seite 179

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1903
Issue
Innerjüdische Polemik und ihre Gehässigkeit.
Date
1903-01-01
Page
Seite 179 (sequence 8)
Language
German
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179 „Welt" enthaltener Artikel gegen die Antizionisten: „Wenn man sich mit Ingrimm und Ekel erfüllen will, muß man lesen und hören, was unsere jüdischen Gegner jetzt gegen den Zionismus Vorbringen. Sie fühlen, sie wissen, daß eine Stunde der Entscheidung geschlagen hat, daß die Volksbewegung aus den Träumen und Diskussionen hinaustreten will aus das Feld der erlösenden That, und sie verdoppeln ihre Anstrengungen, um das 'Werk noch in vorletzter Stunde zu vereiteln. Sie tauchen ihre Pfeile in frisches Gift. Mit allen Waffen, die in loyalen Kriegen verpönt sind, dringen sie auf uns ein. Kein Mittel ist ihnen zu schlecht, keine Verleumdung zu niedrig und sie schrecken vor keiner Entstellung und Lüge zurück. Man pflegte von einer Schutztruppe der Juden zu sprechen. Die aber find die Schmutztruppe." Weiterhin werden die Gegner mit folgenden Koseworten bedacht „elende Kampfesweise; Gefasel; schuftig-denunziatorische Mittelchen; vergiftete Waffen; Söldlinge, die für ein Handgeld zu allem zu haben sind; käufliche Journalisten; gleißnerische Pfaffen; schmutzige Kritik." Die Zionisten würden jetzt, so wird geklagt, von ihren Gegnern nicht mehr als Wahnsinnige, sondern als raffinierte Spekulanten behandelt, als Geschäftsleute der verdächtigsten Art. die unter vagen Vorspiegelungen den Leuten das Geld aus der Tasche locken. „Einige von uns strengen sich weit über ihre Kraft an. Und während sie sich an diesen Anstrengungen vielleicht innerlich verbluten, müssen sie sich von Leuten insultieren lassen, denen das Judentum immer nur die milchende Kuh war." (Das gilt natürlich wieder den gegen den Zionismus eifernden Rabbinern. D. Vers.) Im Herbst 1902 haben in Wien die Vorstandswahlen für die jüdische Kultusgemeinde stattgefunden, denen ein äußerst heftiger Wahlkampf zwischen Zionisten und „Misrachawand-Juden" (diejenigen, welche auf der ersten Bank der Synagoge sitzen) voraufging. Nach einem Bericht der „Staatsbg.-Zig." Nr. 561 vom 30. Nozember 1902 war in einem zionistischen Flugblatte folgendes zu lesen: „Ueber das Schicksal der jüdischen Gemeinde entscheiden die Bankiers, Großhändler, Advokaten und ihr Troß. Sie bilden eine Klique, welche ihre Ueberlegenheit mit bornierter Unverschämtheit rücksichtslos ausnutzen, volksverräterische, dumme Beschlüsse fassen und schlimmer Hausen als die Antisemiten; denn christliche Mitbürger und Gehilfen sind ihnen lieber als die Zionisten. Aus der Synagoge machen sie das reine Theater, indem sie sogar christliche Sänger für die Jomim Norvim (hohe Feiertage) anwerben, damit die Herren und Damen, welche jährlich einmal ihrem Herrgott ein Rendez-vous geben, eine hübsche Unterhaltung haben. Gegen die vornehmen und höher gestellten Christen zeigen sie eine erniedrigende Liebedienerei, womit sich die Großmogule und ehrsüchtigen Judenobern eine Auszeichnung ergattern, die sie nicht verdienen, weil sie verwerfliche, verbrecherische Mittel anwenden, um Macht und Einfluß zu gewinnen. Die Reichen begründen eigene Dynastien, die in ihrer rücksichtslosen Gemeinheit vor nichts zurückschrecken, um die minderbemittelten Bürger ganz in wirtschaftliche Abhängigkeit zu bringen. Wozu aber einen solchen zweifelhaften Finanzadel erhalten, der ein elendes Schmarotzertum führt und sich von den Schweißtropfen des Volkes mästet?'' Auf diese gepfefferten Anzapfungen antwortete in einer großen Judenversammlung der liberale Rechtsanwalt M. Hofmann: die Zionisten seien Anarchisten und viel gefährlicher als die Antisemiten; denn unter diesen seien doch gebildete Männer, welche die anständigen Israeliten gewähren lassen und nicht belästigen, wie es die. Schnorrer und ihr Anhang tun. Die Zionisten seien die Todfeinde des Judentums; sie hätten „unseren in Ehren weiß gewordenen Rabbiner Gudemann, 12*

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