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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1903-01-01 · Die amerikanische Judennote vom Jahre 1902. · p. Seite 166

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1903
Issue
Die amerikanische Judennote vom Jahre 1902.
Date
1903-01-01
Page
Seite 166 (sequence 16)
Language
German
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166 geübten Drucke. Es verdient erwähnt zu werden, daß dem „Pester Lloyd" (27. September) aus Berlin geschrieben wurde, die amerikanische Regierung selbst wünschte „eine so weitgehende Auffassung" ihrem Schritte nicht beigelegt zu sehen. In einer an die Presse gerichteten Note des Washingtoner Staatsdepartements wurde überdies mitgeteilt: „die Regierung der Vereinigten Staaten erwarte von ihrer Note an die europäischen Mächte keinen anderen Erfolg als eine einfache Bestätigung derelben mit der Zusicherung, daß ihr die notwendige Erwägung zu teil werde." Wie bescheiden! Ja, die Trauben waren sauer! Angenehm ist ja nun diese diplomatische Blamage für die Amerikaner gewiß nicht. Es ist ihre Sache, wie sie mit ihrer Regierung darüber, daß sie in so unkluger Weise jüdischen Einflüssen nachgegeben hat, abrechnen wollen. Unsere Staatsmänner mögen aber aus diesem Beispiel, das so viel Staub aufgewirbelt hat, lernen, daß sie jüdischen Betteleien, Einflüsterungen, Anzapfungen, und allen anderen Aeußerungen jüdischer Vielgeschäftigkeit niemals nachgeben, sondern sie stets und grundsätzlich zurückweisen sollten, um sich vor Demütigungen, wie sie hier die amerikanische Regierung erlebt hat, zu bewahren *j Was der Jude für sich verlangt, gereicht stets der anderen Menschheit zum Schaden und muß sich daher auch an dem rächen, der ihm dienstwillig ist. Das trifft auch für die europäischen Großmächte zu bezüglich ihres Versuches, die Rumänen zur Emanzipierung der Juden zu zwingen: Daß sie sich von dem Juden Disraeli dem damaligen Premierminister Englands verleiten ließen, diese Klausel in den Berliner Vertrag aufzunehmen, obgleich sie zweifellos eine Einmischung in innere rumänische Angelegenheiten enthielt, gerade das hat ihnen jetzt die unverschämte amerikanische Note eingetragen. Und insofern die Note ein Ordnungsruf für die Großmächte wegen ihres damaligen rechtswidrigen Verhaltens dem jungen Staate gegenüber war, ist ihnen damit nur recht geschehen. Obenein müssen die Mächte jetzt selbst bekennen, daß sie sich außer Stande fühlen, die damals aufgestellte, unrechtmäßige Forderung durchzuführen. Das kommt davon, wenn man jüdische Einflüsterungen nicht von vornherein grundsätzlich zurückweist. *) Schließlich bekam der blamierte Herr Hay auch noch von den unzufriedenen amerikanischen Juden den bei solchen Gelegenheiten üblichen Eselssußtritt. Der Rabbiner Krauskopf zu Philadelphia hielt eine Predigt „Sekretär Hay und die rumänischen Juden", in der er sich beschwerte, daß auf die Note drei Monate lang nichts geschehen sei: „Das kommt daher, weil die Note selbst weder von sittlichen Grundsätzen, noch von staatsmännischen Gedanken erfüllt ist." Der zweite Teil sei „von heuchlerischer Selbstsucht diktiert" und verwische daher den guten Eindruck der ersten Sätze. Hay hätte seinen Namen „mit unvergänglichen Lettern in die Ehrentafeln der Weltgeschichte eingraben" können. „Aber dann hätte er wirklich moralische Zwecke verfolgen und den rumänischen Juden zurufen müssen: Kommet her die ihr gedrückt und bedrängt werdet, kommet alle hier her in die Vereinigten Staaten." Es wäre unerläßlich gewesen, daß die Vereinigten Staaten „gegen Rumänien, wenn es die an es gerichtete Aufforderung unbeachtet ließ, Zwangsmaßregeln in Anwendung" hätten bringen müssen. „Um die geknechten Völker des Orients aus den Händen ihrer Peiniger zu erlösen, mußten oftmals Kriege geführt werden. Wie darf sich da Nordamerika noch länger sträuben, um auch einmal für das seit Jahrtausenden verfolgte und geknechtete Volk der Juden das Schwert zu führen!" Solch Kreuzzug wäre „die größte That des. neuen Jahrhunderts. Wenn aber Sekretär Hay glaubt, mit e ner nichts kostenden papiernen Drohnote um diese heiligen Verpflichtungen herumzukommen, so giebt er nicht nur sich sondern die ganze nordamerikanische Nation dem allgemeinen Gesp ött preis." (,-Kreuzzeitung" vom29. November 1902 und ausführlicher „Rheinische Volksstimme^ vom 3. Dezember 1902.) Wenn die Juden sich durchaus einbilden wollen, daß das ganze Weltall sich um ihre auserwählte Nation dreht, so kann man ihnen dies kindliche Vergnügen ja gönnen, wenn sie aber gar verlangen, daß die Gojims sich untereinander ihretwegen die Köpfe einschlagen sollen, so ist das einfach läppisch — darum aber nicht minder gefährlich. Wenn nämlich so ein jüdischer „Philantrop" über den richtigen Humanitätsnarren kommt, kann es ein Unglück geben; und die Haysche Note ist reichlich närrisch. Wie sagte doch die offiziöse Note der „Kölnischen Zeitung"? „Donquirote!"

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