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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1903-01-01 · Die amerikanische Judennote vom Jahre 1902. · p. Seite 163

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1903
Issue
Die amerikanische Judennote vom Jahre 1902.
Date
1903-01-01
Page
Seite 163 (sequence 13)
Language
German
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163 „Wage" <Wieri, 1. Oktober) ein Dr. Siegmund Schilder: „Der vom Präsidenten RoosevelL mittelst einer Note an die Signatarmächte des Berliner Kongresses unter» nommene Schritt zu Gunsten der rumänischen Juden dürfte die Lage dieses Teiles der osteuropäischen Judenschaft wahrscheinlich bedeutend verschlimmern", und führte dasin längeren Auseinandersetzungen, die offensichtlich vom jüdischen Standpunkt ausgehen, eingehender aus. Beweggründe für die amerikanische Note. So erfreulich nun auch die seltene Einmütigkeit war, mit der die deutsche und europäische Presse die amerikanische Einmischung zurückwies, so zeigte sich doch auf der anderen Seite eine erstaunliche Hilflosigkeit in der Beurteilung jüdischer Angelegenheiten. Ganz allgemein wurde die Einmischung Amerikas auf den Wunsch zurückgeführt, die weitere Einwanderung rumänischer Juden zu verhindern. Freilich war man einsichtig genug, daran die völlig zutreffende Bemerkung zu knüpfen, daß Amerika ja die rumänischen Juden ebensowenig ins Land zu lassen brauchte, wie etwa die chinesischen Kulis, aber man war nicht konsequent genug, um daraus zu folgern, daß dann eben der Wunsch, die Einwanderung zu verhindern, nicht den Anlaß für die Note gegeben haben könne, sondern daß er nur zum Vorwand genommen sei. Wer sich, und wäre es auch nur ganz oberflächlich, mit jüdischen Dingen beschäftigt hat, weiß ein für alle mal, daß all und jede fremde Einmischung zu Gunsten der Juden immer und überall nur auf Veranlassung der Juden selbst erfolgt. Im Grunde versteht sich das ja auch ganz von selbst. Denn die ganze nicht jüdische Welt hat den Juden gegenüber nur das eine natürliche, von innen herauskommende Gefühl, sich gegen sie wehren zu müssen — den Antisemitismus. Wo immer wir also judenfreundlichen Kundgebungen begegnen, da sind sie von Juden erbettelt oder erpreßt oder bezahlt oder zum mindesten eingegeben. An hunderten von Beispielen aus alter und neuer Zeit läßt sich das Nachweisen.*) Man kann also von vornherein annehmen, daß auch die amerikanische Einmischung in die rumänische Judenfrage auf jüdische Anregung zurückzuführen ist. Zum Ueberfluß haben wir aber auch direkte Zeugnisse über die Thätigkeit, die jüdische Organisationen verschiedenster Art neuerdings zu Gunsten der rumänischen Juden entwickelt haben. Die amerikanische Regierung trat sofort, nachdem die Note bekannt gegeben und die einstimmige Ablehnung durch die öffentliche Meinung Europas erkennbar war, einen fluchtartigen Rückzug an und ließ sich durch die ihr nahestehende Presse damit entschuldigen, daß „sie nur dem außerordentlichen Drucke nachgegeben hätte, den die öffentliche Meinung durch die Judengemeinden und Gesellschaften auf sie ausgeübt hätte" (Washingtoner Meldung vom 23. September.) Auch an anderen Stellen sehen wir jüdische Agenten am Werke. So wurde aus Bukarest vom 24. September gemeldet, die „Jndependance Roumaine" stellte fest, daß das in Bukarest bestehende Hauptkomitee der jüdischen Synagogenverbände seit Jahresfrist sämtliche europäischen Regierungen dränge, zu Gunsten der Juden in Rumänien einzugreifen. Es besitze zustimmende Antwortschreiben von 47 aktiven europäischen Ministern, 612 Parlamentariern und von mehr als 1000 europäischen Berühmtheiten. Aus dieser Sammlung stammen vielleicht die Zuschriften von Chamberlain, Charles Dilke, Herbert Gladstone, General Booth und anderen *) Einige Beispiele bietet mein Aufsatz über „Juden und Päpste". S. 31 dieses Jahrbuches. Andere finden sich in jeder geschichtlichen Abhandlung der älteren Jahrbücher. Wie die Juden sich in neuester Zeit an Herrscher und Regierungen herandrängen, um da für ihre Sache etwas herauszuschlagen, stt im Jabrbuche f. 1901, S. 108 ff. geschildert. IT

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