Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9038025-9038029-423334--609-185569- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
102 weislich falsche Bilanzen und Buchungen lassen wir längst von anderen machen. Alles will auf dieser Welt eben gelernt sein." Eine Verhöhnung der christlichen dummen Kerle, wie man dieselbe nicht größer denken kann. Das dritte große Mittel zur Ausräubung des werteschaffenden arbeitenden Volkes ist der Bo den Wucher. Durch unser falsches Bodenrecht ist es den Kapitalisten, d. h. den Juden gelungen, den vaterländischen. Grund und Boden mit 80 Milliarden Mark Grundschulden zu belasten, einer Summe, die jährlich um eine Milliarde zunimmt. Eine Folge dieser geradezu erdrückenden Schuldenlast sind die ins ungemessene gesteigerten Mieten und die stets wachsenden Preise aller Lebensbedürfnisse. So kommt es, daß wir alle, wir mögen wollen oder nicht, jahraus jahrein im Schweiße unseres Angesichts arbeiten müssen, um die Zinsen dieser Hypolhekenlast aufzubringen, während die Früchte unserer Arbeit mühelos von den Hypothekenjuden eingeheimst werden. Wir geben nunmehr einige Beispiele des Börsen- und Gründungsschwindels aus neuerer Zeit: Nachdem von Löwy und Polke schon im Jahrbuche 1900 (S. 49) die Rede war, soll hier der Baron Moritz Hirsch den Ehrenplatz erhalten. Hirsch legte den Grundstein zu seinem großen Vermögen mit dem berüchtigten Türkenlosschwindel zu Anfang der siebziger Jahre. Nahezu 2 Millionen Stück Türkenlose im Nennwert von je 400 Fr. und mit 3% verzinslich, wurden zum Kurse von 180 ausgegeben und mit Hilfe der Wiener, Berliner und Pariser Börsenpreffe unter die Leute gebracht. Baron Hirsch erzielte damals aus dem Verkauf der Lose einen Gesamterlös von 356 Millionen Fr. Die Türkei, die eigentlich diese Losanleihe ausgenommen hatte, erhielt von jenem Erlös keinen Pfennig. Hirsch liquidierte einfach 102 Millionen Fr. Finanzierungskosten für die Türkenlose und 254 Millionen Fr. für die Bahnbauten, obwohl er für letztere nach Berechnungen Sachverständiger allerhöchstens 100 Millionen Fr. aufgewendet hatte. Nach dem Wiener „Fremdenblatt" soll Baron Hirsch sich selbst gerühmt haben, bei der Emission der Türkenlose 64 Millionen Fr. und bei dem türkischen Eisenbahngeschäft in sechs Jahren 125 Millionen Fr. verdient zu haben. Diese Angaben bleiben noch hinter der Wirklichkeit zurück. Einen großen Teil des gewonnenen Geldes verwandte Hirsch zur Bestechung der Parlamente, Minister, Börsen, Presse u. s. w. Auch in späteren Jahren beteiligte sich Baron Hirsch noch öfter an größeren Spekulationsgeschäften und strich zuletzt einen hohen Gewinn ein, als er seine angeblichen Rechte auf die türkischen Eisenbahnen an die Deutsche Bank in Berlin verkaufte, nachdem die beiden vorher schon längere Zeit gemeinsam gearbeitet hatten. Hunderte von Millionen konnte Hirsch für jüdische Zwecke spenden, und dennoch blieb, als die Baronin 1899 starb, den Erben noch so viel übrig, daß allein In Frankreich von dem dortigen Vermögen 10 Millionen Fr. Erbschaftssteuern bezahlt werden mußten. In jüdischen Kreisen wird der Baron Hirsch bereits als eine Art Nationalheiliger verehrt, man feiert ihn als „Wohlthäter der Menschheit" und kein einziges jüdisches oder philosemitisches Blatt darf es wagen, daran zu erinnern, daß dieser Baron Hirsch seine Millionen erwarb durch einen internationalen Schwindel ohne gleichen, der nur deshalb ungeahndet blieb, weil er mit seinem Gelde sich zahllose Mitschuldige geschaffen und eine weitverzweigte Korruption organisiert hatte. („Staatsb.-Ztg.", 27. November 1900.) Wie mit den notwendigsten Volksnahrungsmitteln gespielt und gewuchert wird, das zeigen zwei große jüdische Raubzüge der 90er Jahre. Im Jahre 1890/91 spekulierten an der Berliner Getreidebörse die Juden