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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1903-01-01 · Die Juden in Deutschland (IV.) · p. Seite 101

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1903
Issue
Die Juden in Deutschland (IV.)
Date
1903-01-01
Page
Seite 101 (sequence 53)
Language
German
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101 müssen uns deshalb große Beschränkung auferlegen. Wir ordnen den Stoff unter folgende Rubriken unter: a. Börsen- oder Gründungsschwindel, b. Geldschwindel, e. Warenschwindel, ä. Bankeruttschwindel. a. Börsen- oder Gründungsschwindel. Börse, Aktiengesellschaften und Bodenwucher, das sind die großen Mittel, durch die die Juden das Volksvermögen unter dem Scheine des Rechts mehr und mehr an sich reißen. Da wir auf diese Dinge hier nur ganz kurz eingehen können, verweisen wir auf die trefflichen Schriften von G lag au („Kulturkämpfer"), Germanicus („Die Frankfurter Juden und die Aufsaugung des Volkswohlstandes" „Neuer Börsenschwindel" u. s. w.), Th. Fritsch („Boden-Wucher und Börse") u. a. Die Börsen sind große Vermittlungsgeschäfte, die sich zwischen Käufer und Verkäufer einschieben, um beiden die Preise vorzuschreiben. Hier sammeln sich die berufsmäßigen Spekulanten, die mit allem, was zu Leibes Notdurft und Nahrung gehört, und mit den Ersparnissen des arbeitenden Volkes ihr Spiel treiben. Die Börse arbeitet wie eine große Säugpumpe, die dem Juden, ohne daß er arbeitet, den Ertrag der Volksarbeit in den Schoß wirft. Der Jude Lasker nannte die Börse „eine Hochschule für Gesetzesumgehung". Der Jude Dr. Strousberg sagte: „Die Art, wie die Börsenkurse gemacht werden, bietet die nötige und bezweckte Handhabe für den Betrug. Das Geschäft der Agiotage überhaupt und namentlich bei Gründungen giebt den vornehmen ehrlichen Banken und Bankhäusern legitime Mittel, das Publikum zu berauben."*) Der Assessor Eschenbach hat als Mitglied der „Börsen-Enquete-Kommission" 1893 berechnet, daß während der letzten fünfzehn Jahre die Bevölkerung des Deutschen Reiches Durch die Börse mittelst brasilianischer, argentinischer, mexikanischer, portugiesischer, serbischer und griechischer „Staatspapiere" und nordamerikanischer Eisenbahnpapiere um die runde Summe von einer Milliarde und dreihundert Millionen Mark betrogen wurde. Dabei hat er die Verluste an Industrieu. s. w. Papieren und sonstigen Gründungen offenbar noch gar nicht eingerechnet. *) Ueber die Aktiengesellschaften sagt der bekannte Jurist von Jhering**) treffend: „Unter den Augen unserer Gesetzgeber haben sich die Aktiengesellschaften in organisierte Raub- und Betrugsanstalten verwandelt, deren geheime Geschäne mehr Niederträchtigkeit, Ehrlosigkeit, Schurkerei in sich bergen, als manches Zuchthaus, nur daß die Diebe, Räuber und Betrüger hier statt in Eisen in Gold sitzen." Der Baron von Wertheim donnerte in einer Sitzung einem Aktionär, der sein Gewissen beschwert fühlte, die Worte entgegen: „Hier steht nicht die Moral auf der Tagesordnung, sondern das Geschäft."***) Ist das Geschäft gemacht, so verstehen es die Juden gewöhnlich meisterhaft, dem Gesetz zur rechten Zeit zu entschlüpfen, während die dummen Deutschen, wenn sie es den Juden nachmachen wollen, hineinfallen. In einer Nummer der „Zukunft" aus dem Jahre 1902 führt uns Maximilian Harden ein paar Hebräer vor, die über die Prozesse Sanden und Genossen, und Leipziger Bank witzeln. Dort sagt der eine: „Wir sind auf dieser Branche, die uns so lange trägt, schon weiter geklettert und wissen ungefähr, was sie an Last schleppen kann. Schachtelgesellschaften, nach- *) Dr. Böckel, „Die Juden, die Könige unserer Zeit", S. 19 f. **) Jhering, Zweck im Recht, I, 218. ***) Dr. Böckel, „Die Juden, die Könige unserer Zeit", S. 19 s.

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