Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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89 Nach diesen zahlreichen Beispielen, die sich leicht vermehren ließen, scheint es fast, als ob die Judenjungen auf ihren polnischen Talmudschulen im Taschendiebstahl geradezu systematisch unterwiesen und, wenn sie ausgelernt haben, zu Banden organisiert würden. — Folgender Fall von Leichenraub wird von dem Räuber E. Gold reich aus Johannesburg in der „Times" vom 15. August 1901 selbst erzählt: „In einem der zahlreichen Gefechte hatten wir das gute Glück, einen Burenfeldpostmeister tätlich zu verwunden. Wie gewöhnlich, verloren wir keine Zeit, seine Taschen durchzusuchen, und entdeckten in einer Ledertasche eine Anzahl Transvaal V. R. I. Penny- und Halfpenny-Postmarken, auf denen das V. R. I. (Victoria Regina Imperatrix) ausgestrichen und dafür 2. A. R. eingesetzt war. Wir brachten ferner heraus, daß nicht über 50 Stück davon abgestempelt über See gegangen waren und diese mit den von uns erbeuteten die ganze Ausgabe vorstellten." Mit solchem Gesindel — sagt hierzu die „Deutsche Zeirung" — müssen sich die Buren herumschlagen! Wahrscheinlich ist Goldreich der letzte Ueberrest der Makkabäerkompagnie, die bei Beginn des Burenkrieges waffenfroh von Albions Küsten . abdampfte, um sogleich nach der Ankunft in Kapstadt bis auf 25 Mann wieder auseinanderzulaufen. In der Unterschlagung, besonders großer Geldsummen, sind die Juden allen anderen Rassen weit überlegen: eine Eigentümlichkeit ist es, daß das unterschlagene Geld meist Nichtjuden gehörte. Der jüdische Rechtsanwalt Sigismund Marx zu Frankfurt a. M. tötete sich durch einen Sprung aus einem Fenster des 4. Stocks, nachdem er Unterschlagungen in Höhe von 1 Million Mark verübt hatte. („Deutsche Volkswacht", 22. September 1900.) Der jüdische Rechtsanwalt und Notar Jakob Flatow zu Berlin hatte sich von 1897—1901 in 13 Fällen der Amtsunterschlagung und Untreue schuldig gemacht, um sich aus dringenden Schulden zu reißen. Da der Angeklagte im vollen Umfange geständig war, wurde er unter Zubilligung mildernder Umstände und unter Belassung der Ehrenrechte (!) nur zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt („Staatsb.-Ztg.", 24. März 1902.) Die Brüder Hermann und Maximilian Marx zu Darmstadt wurden wegen Unterschlagung anvertrauter Gelder verhaftet. Die Passiva betragen 160 000 bis 180 000 Mark, die Aktiva 10 000 Mark. Geschädigt sind fast nur kleine (nichtjüdische) Leute. („Deutsche Volkswacht", 9. Januar 1901.) Ende Januar 1901 brannte der Jude F.nach London durch, nachdem er dem christlichen Bankgeschäft I. H. Kretzschmar 150 000 Mark unterschlagen hatte. („Staatsb.-Ztg.", 2. Februar 1901.) Der Bankbeamte Edmund Jellinek unterschlug der Wiener Länderbank im Laufe von sieben Jahren über 4}/2 Millionen Kronen. Während seiner Abwesenheit wurde der Betrug durch Zufall entdeckt. Jellinek ertränkte sich auf die Kunde hiervon sofort in der Donau. Von dem Gelde hatte er mit Hilfe seines Raffegenoffen Adolf Pollak in Hietzing ein Elektromobilwerk und in Frauenberg bei Admont eine Torfpapierfabrik begründet. („Deutsch-soz. Bl.", 25. September 1902.) Der Bankier Leopold Lilienfeld i. F. Michael Benjamin zu Hanau wurde verhaftet, weil er 60000 Mark an Geldern und Depots unterschlagen haben soll („Deutsch-soz. Bl.", 11. Januar 1903).