Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Hebet den Geschäftsgeist der Juden, ihren Mangel an Ehrgefühl und Ehrlichkeit lassen wir einige wenige Zeugnisse gänzlich unbefangener Männer folgen. Der Jude Dr. Bernhard Cohn (jüdisch-politische Zeitfragen S. 43.) scheut sich nicht, es offen auszusprechen: „Ein gut Teil der Mißachtung, der wir Juden bei unfern andersgläubigen Mitbürgern ausgesetzt sind, liegt darin, daß das Ehrgefühl der meisten von uns nicht so ausgebildet ist, wie es den augenblicklich in der Gesellschaft maßgebenden Anschauungen entspricht." Graf Wurmbrand, der spätere österreichische Handelsminister, sagte am 11. April 1886 in einer Ansprache, die er im steiermärkischen Gewerbeverein zu Graz hielt, folgendes: „Auch in anderen Ländern ist ein Niedergang des Gewerbes wahrzunehmen, bei uns in Oesterreich in höherem Maße wegen der Leichtlebigkeit der Bevölkerung und wegen des vorherrschenden semitischen Elements, das in Oesterreich gern von einem Gewerbe zum andern springt und eine ganze große Schwindelperiode geschaffen hat, welche auch die entwickeltsten Jndustrieen und den solidesten Gewerbestand ruinieren muß." („Staatsb.-Ztg.", 24. Dezember 1895.) Professor Paulsen (System der Ethik II 529) sagt: „Irre ich mich, oder ist es so, daß bei dem. Durchschnittsjuden doch etwas mehr als bei dem Durchschnittschristen die Grenzen, die das Gewissen dem Verfolgen des eigenen Vorteils namentlich gegen Nicht-Volksgenoffen zieht, erst da liegen, wo sie der Strafrichter zieht?" Nein, Sie irren sich nicht, Herr Professor, Sie können es getrost aussprechen, daß für die Juden in der Regel sich die Grenze der Moral und die Grenze des Strafgesetzbuchs durchaus decken. Selten wohl wird der jüdische Grundsatz „Geld zu verdienen um jeden Preis" so ungeschminkt ausgesprochen wie in einem Artikel des Juden Paul Görlitz über „Kindererziehung", der in verschiedenen Judenblättern, unter anderen auch im „Kasseler Tageblatt^ des Herrn Gotthelft (Beilage Plauderstube) veröffentlicht wurde. Es heißt darin: „Giebt es eine größere Grausamkeit, als wenn wohlmeinende Eltern ihren Kindern immer aufs neue wiederholen: „Das Geld macht nicht den Wert des Menschen, das gute Herz macht's allein!" — und zwar so oft wiederholen, bis das Kind es glaubt? Wenn aber das Kind zum Manne herangewachsen ist, so muß der junge Mann straucheln, fallen, vielleicht in den Abgrund des Verderbens stürzen, denn er ist durch die Lehren seiner Erziehung auf ein falsches, ganz unhaltbares Fundament gestellt worden. Wo soll er in der Welt den Wert seines guten Herzens denn in gangbare Münze umwandeln, die in der Welt Kurs und Wert besitzt? Bei allen Menschen, die sich dir nähern, oder denen du nahe trittst, lege dir stets zuerst die Frage vor: „Wieviel besitzen sie?" Niemals oder wenigstens erst nach günstiger Beantwortung der ersten Frage: „Wie denken und empfinden sie?" („Deutsche Volkswacht", 10. Mai 1899.) Der Redakteur eines antisemitischen Wochenblattes, der diesen Artikel einerscharfen Kritik unterzogen hatte, wurde zwar wegen formaler Beleidigung auf Grund des Z 185 des St.-G.-B. damals in eine Geldstrafe von 50 Mark genommen. Eine moralische Verurteilung wurde aber dem klagenden Juden zu teil; denn es heißt in der schriftlichen Begründung des Urteils: „. . . . daß es überaus traurig sei, wenn Grundsätze, wie sie in Bezug auf die Erziehung der Kinder in dem Artikel „Kindererziehung" ausgestellt seien, Beachtung finden sollten." („Staatsb.-Ztg." 13. Mai 1900.)