Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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76 Der selbstsüchtige Erwerbsbetrieb ist der hervorstechendste Charakterzug der Juden. Schon Moses sah sich genötigt, diesem Erwerbstriebe gesetzliche Schranken aufzuerlegen, indem er bestimmte, daß jedes 7. Jahr ein Erlaßjahr sein sollte für alle Schuldner und Leibeigene, während das große Sabbatjahr (nach 7 mal 7 Jahren) für alle Verhältnisse eine Wiederherstellung und Ausgleichung bringen sollte. Wie die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, wären solche Gesetze bei allen Völkern notwendig, unter denen Juden in größerer Menge Hausen. Man kann die Juden getrost als ein Händlervolk bezeichnen; der Handel ivar von jeher ihr bevorzugter Erwerbszweig und ist seit ihrer Zerstreuung über die ganze Welt sozusagen ihr einziger geworden. Der Talmud sagt (Tract. Jebam 63a): „Wenn du 100 Denare im Handel oder Wucher anlegst, so kannst du alle Tage Fleisch essen, Wein trinken und in einem schönen Hause wohnen; wenn du aber im Ackerbau selbst 1000 Denare anlegst, so kannst du doch nur Kraut und Salz essen,, mußt Wasser trinken, in elender Hütte wohnen und auf dem nackten Boden schlafen." Interessant ist nach dieser Hinsicht ein alter jüdischer Kriegsplan, der niedergelegt ist in einem Schreiben des Großrabbi von Konstantinopel an die Juden der Provence. Dasselbe befindet sich im britischen Museum zu London unter Nr. 16653, ist vom Jahre 1489 datiert, und lautet: „Vielgeliebte Brüder in Moses! Wir haben, euern Brief erhalten, in dem ihr uns die Leiden schildert, die ihr erdulden müßt- Ihr sagt, daß man euch Euer Hab und Gut nehmen will. Laßt alle eure Kinder Kaufleute werden, und es wird nicht lange dauern, so werdet ihr das haben, was früher die andern besaßen. Ihr sagt, daß sie Euch ans Leben trachten; lasset Eure- Kinder Aerzte und Apotheker werden, und sie werden andern das Leben nehmen können, ohne Strafe fürchten zu müssen. Und wenn ihr Euch über arge Quälereien beklagt, so lasset Eure Kinder studieren, und kaufet ihnen einflußreiche Aemter, sn werdet ihr über Leben und Besitz der Christen herrschen können." Wie trefflich die Juden diesen Rat befolgen, zeigt die deutsche Berufszählung, vom Jahre 1895. Die Summe aller jüdischen Erwerbsthätigen betrug damals 244 586. Davon entfielen auf den Handel 54,6 v. H., also weit über die Hälftealler erwerbsthätigen Juden (1883 waren es erst 53,9 v. H. gegenüber 3,5 v. H. der erwerbsthätigen Deutschen). Auf die Industrie entfielen 18,8 v. H., die übrigen größtenteils auf die wissenschaftlichen Berufe. Da aber jeder Beruf, welcher Art er auch sei, von den Juden geschäftsmäßig betrieben und finanziell ausgebeutet wird, so haben wir hier das jüdische Erwerbsleben nur unter dem Gesichtswinkel des- Handels zu betrachten. Zum Beweise des geschäftsmäßigen Betriebes der Wissenschaft erinnern wir nur an den Wiener Professor Leopold Schenk, der wegen reklamehaften Vertriebs seines Buches über die Geschlechtsbildung vor versammeltem akademischen Senat eine Rüge erhielt und von der Wiener Hochschule entfernt wurde („Tägliche Rundschau", 5. Januar 1900.) Wir erinnern ferner an den Berliner Dr. Levy, der sich für jede Einspritzung mit Kochscher Lymphe 300 Mark bezahlen ließ u. s. w. . Der Philosoph Kant*) sagt mit Bezug auf die Juden: „Es scheint nun zwar befremdlich, sich eine Nation von Betrügern zu denken; aber ebenso befremdlich ist esdoch auch, eine Nation von lauter Kaufleuten zu denken ..." Das letztere ist der Fall, also kann man auch das erstere getrost annehmen, zumal man es im Leben auf Schritt und Tritt bestätigt findet. °) Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, S. 129.