Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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70 Brauch hin. Da ist zunächst (1. Mos. 22) die Opferung des Isaak, zu der der Judengott selbst den Befehl gegeben hatte. Allerdings wird Isaak nicht wirklich geschlachtet, sondern es tritt ein Widder an seine Stelle, weil sonst die Nachkommenschaft Abrahams in Frage gestellt worden wäre. Da ist ferner die Opferung der Tochter Jephthas lRichter 11, 29 -40), die dichterisch eingekleidet wird in ein Gelübde ihres Vaters nach glücklich erfochtenem Siege. Andere Belege finden sich 2. Kön. 17, 17 („und ließen ihre Söhne und Töchter durchs Feuer gehen"), 2. Kön. 21, 6 und 23, 10; Jerem. 7, 31; 2. Chron. 28, 3; Jerem. 19, 5. In späteren Zeiten trat an die Stelle des menschlichen Opfers als Ersatz die Entmannung (Kastration), die von den Juden und Arabern bis heute sinnbildlich durch die Beschneidung der Vorhaut geübt wird. Auch die Beschncidung ist also ein symbolisches Menschenopfer und soll einen Ersatz für die Lebensopferung darstellen. Die Opferung der eigenen jüdischen Volksgenossen wurde durch dies Symbol beseitigt. Dagegen nahm die Hinmordung von Nichtjuden zu Ehren des Judengottes einen ungeheuren Umfang an: durch die zügellose Grausamkeit der Hebräer artete fie in scheußliche Massenschlächtereien aus, wie sie die Geschichte keines anderen Volkes aufzuweisen hat. Da die Metzeleien auf Befehl des Judengottes oder in feinem Sinne, als Leiters der Theokratie, vollzogen wurden, so sind sie als religiöse Morde aufzufassen, denen die Absicht zu Grunde lag, durch unschuldig vergossenes Blut die eigene Schuld zu sühnen. Der Umstand, daß man mit diesen Scheußlichkeiten ein Gott wohlgefälliges Werk zu thun meinte, zeigt uns den jüdischen Charakter in hellstem Lichte: in seinen Göttern malt sich der Mensch! Zu den religiösen Beweggründen gesellte sich der eingefleischte jüdische Nationalhaß, der später mehr und mehr überwog. 1. Sam. 16, 2 spricht Samuel zu Saul: „So spricht der Herr Zebaoth: So ziehe nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, das sie haben. Schone seiner nicht; sondern töte beide, Mann und Weib, Kinder und Säuglinge." Saul thut das auch, verschont aber den König Agag. Da tritt ihm Samuel mit den Worten entgegen (V. 23): „Ungehorsam ist eine Zaubereisünde und Widerstreben ist Abgötterei und Götzendienst. Weil Du nun des Herrn Wort verworfen hast, hat er Dich auch verworfen, daß Du nicht König seiest". V. 33 heißt es dann weiter: „Also zerhieb Samuel den Agag in Stücken vor dem Herrn, in Gilgal." 2. Sam. 10, 18: „Und David erwürgte der Syrer 700 Wagen und 40000 Reiter." 2. Sam. 12, 31: „Und David führte das Volk heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So that er allen Städten der Kinder Ammons." An einer anderen Stelle wird erzählt, daß David von den gefangenen Moabitern 2/s geopfert habe; „und er maß 2 Maßschnüre ab zum Töten und eine Maßschnur voll zum Lebenlaffen." 1. Kön. 18, 40: „Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne. Und sie griffen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst." 2. Chron. 25, 12: „Und die Kinder Judas fingen ihrer (der Kinder von Seir) 10000 lebendig; fie führten sie auf die Spitze eines Felsen und stürzten sie von der Spitze des Felsens, daß sie alle zerborsten." Weitere Beispiele solcher Massen-Schlachtungen finden sich aufgeführt 4. Mos.