Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1903
- Issue
- Die Juden in Deutschland (IV.)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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53 Juden esset, wie ste mit dem Fleisch hantieren, ihre Kinder müssen dasselbe vorerst Wohl besudeln, auch Wohl berotzen und bebruntzen und sagen dazu: „Die Gojim sollen daran fressen misso mi886thone, d. h. Tod und allen Unfall, unheilbare Krankheiten und den gewissen Tod. Dies merket, ihr Christen, die ihr so gerne den Juden das Fleisch abkaufet, das sie geschlachtet haben." Vielleicht sind die Juden nicht alle, noch an allen Orten so boshaftig, jedoch sind sie fast alle eines Sinnes Wider die Christen. Damit man nun nicht denke, -es komme solche Beschuldigung allein auf des Hetz Zeugnis an, so schreibt auch Brentz (jüdischer Schlangenbalg III, 15): „Auf die hinteren zwei Viertel speien sie und sagen capora, es sei schab', daß die Gojim das fressen sollen und wünschen den Christen, daß sie den 8äm hamofes, d. h. den bitteren Tod fressen sollen. Ist das Fleisch am Hinterviertel nicht gar am besten, so blasen sie es auf mit ihrem vergifteten Odem, damit das Fleisch desto ansehnlicher und verkäuflicher sei." Im alten Testament (3. Mos., 14, 21) wird den Juden befohlen: „Ihr sollt kein Aas effen, dem Fremdlinge in deinen Thoren magst du es geben, daß er's esse oder verkaufe es einem Fremden, denn du bist ein heilig Volk, dem Herrn, deinem Gott." An anderer Stelle (2. Mos. 22, 31) heißt es: „Ihr sollt kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern für die Hunde werfen." Hieraus folgert der Rabbi Salomon Jarchi ganz richtig: „Ein Christ ist von unserem Gott geringer geachtet als ein Hund, denn es wird befohlen, daß man das Aas einem Goj (Christen) verkaufen, einem Hunde aber das zerrissene vorwerfen solle." Darum, ihr christlichen Einwohner dieser Stadt, laßt euch durch ein paar kahle Heller nicht bewegen, daß ihr von euren ärgsten Feinden, die euch Gift und Tod in den Leib wünschen, daß ihr von unflätigen Juden, die ihren stinkenden Odem hineinblasen, von denen ihr müßt besorgen, daß sie mit ihrem garstigen Speichel das Fleisch besudeln, etwas kaufen wollt! Ekelt euch denn nicht vor den schmutzigen Judenmetzgern und Weibern, die es mit ihren unsauberen Händen betasten! Könnt ihr wohl das garstig aussehende Judenfleisch anrühren, geschweige essen. Ja, wollt ihr von denen kaufen, die euch für Hunde, ja ärger als Hunde halten, denen sie das unreine Fleisch, so ste nicht essen mögen, verkaufen?" Eisenmenger (Entdecktes Judentum, S. 642) schreibt: „Ich weiß mich wohl zu erinnern, daß, als ich im Jahre 1681 aus Holland den Rhein heraufgefahren bin, mir damals im Clevischen Lande für gewiß ist erzählt worden, daß kurz vorher in selbiger Gegend ein Jude sei hin. gerichtet worden, welcher unter anderen begangenen bösen Stücken auch bekannt hat, daß er den Christen Aas und allerhand unsauber gemachtes und besudeltes Fleisch verkauft habe." Es ist sehr merkwürdig, daß sich in neuester Zeit in derselben Gegend ein ganz ähnlicher Fall abgespielt hat: die Fleischbesudelung des Schlächters Isaak Bonn, der am 10. Mai 1894 von der Strafkammer in Kleve zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, weil er nicht koscheres Kuhfleisch mit seinem Urin besudelt hatte.*) Unter die böswilligen Besudler von Nahrungsmitteln gehört auch der jüdische Käsehändler Valentin (Berlin), der am 18. März 1884 zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt ^wurde, weil er fortgesetzt den für Christen bestimmten Käse mit seinem Harn verunreinigt hatte („Franks. Post", 1. November 1896). Man sang damals in Berlin: Der böse, böse Valentin Begoß den Käse mit Urin. Der jüdische Schlächter Sockel Bernstein aus Hannover wurde in eine Strafe von 3 Mk. oder 1 Tag Haft genommen, weil er die Kleinviehhalle auf dem Schlachthofe in nicht wiederzugebender Weise besudelt hatte, („Staatsb.-Ztg.", 23. April 1896.) *) Antisemitisches Jahrbuch 1897, S. 217.