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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Der Konitzer Mord. · p. Seite 196

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Der Konitzer Mord.
Date
1901-01-01
Page
Seite 196 (sequence 35)
Language
German
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196 „(12) das soll er alles Hinausfähren außer dem Lager an eine „reine Stätte, da man die Asche hinschüttet, und solls verbrennen „auf dem Holz mit Feuer" Was aber eine reine Stätte ist, das finden wir im dritten Buch Moses Kapitel 11 gesagt. „(36) Doch die Brunnen und die Kolke und die Teiche sind rein." Es ist schon erwähnt,, daß sich das jüdische Volk eine seltene Rassenreinheit bewahrt hat, dies ist aber lediglich eine Folge der durch ihre Religion hervorgebrachten jüdischen Weltanschauung. Sein Glaube lehrt es, daß es das auserwählte Volk des Herrn sei und er baut in seinen Vorschriften unübersteigbare Schranken um dieses auserwählte Volk; nach ihm ist der Jude rein und alle übrigen Menschen sind unrein, und wie man sich nach der Berührung von etwas Schmutzigem reinigt, so muß stch der Jude nach jeder Berührung Andersgläubiger entsündigen durch ein Opfer. Dieser Mißachtung alles Nichtjüdischen ist in rabbinischen Schriften, so insbesondere im Talmud, überall Ausdruck gegeben, als. Beispiel mögen folgende Uebersetzungen, deren Richtigkeit jederzeit nachweisbar ist, angeführt Werdens: „fie (die Andersgläubigen) haben nur die Seele, die dem Rind und dem Vieh gegeben ist." (Talmud: Jalkud chaddasch f. 154, 2.) „Ihr (die Juden) werdet Menschen genannt, die Völker der Welt aber werden nicht Menschen, sondern Vieh geheißen." (Talmud: Traktat Laba nuzia f. 144, 2.) Hier wird also dem jüdischen Volke in seinem vornehmsten Religions- und Gesetzesbuche gelehrt, den Andersgläubigen auf die gleiche Stufe mit dem Vieh, insbesondere dem Rinde zu stellen, das Rind ist aber ein gebotenes Opfertier des Juden. . Der Brauch des Menschenopfers ist bei den Semiten in alter Zeit ohnehin nachgewiesen, zumal in der Form, daß die erstgeborenen Kinder geopfert (verbrannt) werden. Auch bei den Juden find Menschenopfer nachgewiesen: Abraham war bereit, Isaak zu opfern, Jephta hat seine Tochter thatsächlich als Opfer dargebracht. Die .Verbrennung der erstgeborenen Kinder bei. den Juden wird im 106. Psalm und durch die Propheten an zahlreichen Stellen bezeugt, beispielsweise durch Jeremias, 7, 30 und 31: „Denn die Kinder Juda thun übel vor meinen Augen, spricht der Herr. Sie setzen ihre Greuel in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, daß . sie es verunreinigen. Und bauen die Altäre Topheths im Thal Hinnom, daß sie ihre Söhne und Töchter verbrennen, welches ich nie geboten, noch in Sinn genommen habe."* 2) Auch nach der Mosaischen Vorschrift nimmt Jahve alle Erstgeburt für sich in Anspruch, und zwar nach der Stelle 2. Mos. Kap. 22, V. 29 und 30 bedingungslos: „Deinen ersten Sohn sollst Du mir geben. So sollst Du auch thun mit Deinem Ochsen und Schafe." *) Entnommen dem Antisemiten-Katechismus. 2) Salomo führte sogar den echten Molochkultus wieder ein, opferte dem grausamen Gotte selbst auf dem Berge des Aergernisses und bestimmte ihm eine besondere Lokalität auf der Südseite Jerusalems: das Thal Hinnom, wo bis auf die Zeiten des Königs Josia (642—610 v. Ch.) herab Tausende von Kindern rituell verbrannt und gemordet wurden. Thal heißt auf hebräisch: Ge, also Thal Hinnom: Ge Hinnom, und daraus ist die biblische Hölle, die Gehenna oder Geenna geworden.

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