Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1901
- Issue
- Die Juden in Deutschland III.
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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159 „Israel hat alle Kulturvölker der Vergangenheit überdauert, ganz Europa mit seinem Geiste getränkt, die Kultur der Neuzeit in engste Beziehungen zu Juda gebracht. Und Israel steht noch nicht am Abend seiner Thaten, es hat eine göttliche Mission zu erfüllen, die irrenden Völker um sich herum zum Kultus der jüdischen Liebesreligion (!) zurückzuführen". In der Zeitung „Jeschurun" vom 26. Oktober 1894 veröffentlicht Hugo Guttmann einen Artikel über die Verjudung der Völker, in dem es heißt: „Ein Körnchen Wahrheit findet sich in der Behauptung unserer Gegner, daß die Verjudung der Völker immer mehr fortschreitet, daß der jüdische Geist seinen Einfluß auf das moderne Volksleben immer mehr geltend macht. Allerdings fügen sie hinzu in zersetzendem Sinne. Setzen wir statt „zersetzend" das Wort „veredelnd, bessernd", so haben wir einen Satz, der vollkommen den Thatsachen entspricht. Tatsächlich schreitet die Verjudung der Völker immer mehr fort und wirklich macht der jüdische Geist seinen veredelnden Einfluß auf das moderne Volksleben immer mehr geltend. Alles, was die Völker dem Christentum verdanken, ist nichts als das Erbe der Verjudung, nichts als die Arbeit der Töchterreligionen des Judentums. —. Daß heute in sämtlichen zivilisierten Staaten die Rechtspflege geordnet ist, daß im heutigen Gerichtsverfahren nicht mehr die Folter dazu dient, um Geständnisse zu erpressen, daß die sogenannten Gottesurteile nicht mehr zur Ermittelung der Wahrheit angewandt werden, daß überhaupt jeder Zauberspuk aus den Räumen der Themis verbannt ist, daß man selbst im schwersten Verbrecher noch das Ebenbild Gottes achtet, alles dies ist nichts anderes als das Werk des im Völkerleben sich immer mehr äußernden, veredelnden Einflusses des jüdischen Geistes. — Dieser Verjudung der Völker ist es zu danken, daß in der Gegenwart nicht mehr Scheiterhaufen angezündet werden, um Bekenner einer anderen Religion zur höheren Ehre Gottes lebendig zu verbrennen. Die Verjudung hat es ferner in ihrem versittlichenden Einfluß bewirkt, daß die Raubritter verschwunden sind, daß das Faustrecht aufgehört hat, daß die Sklaverei immer mehr aufhört und wohl in nicht allzu langer Zeit gänzlich von der Bildfläche verschwunden sein wird." — Dazu bemerkt die „Tägliche Rundschau" vom 3. November 1894: „Das alles schreibt der Jude nieder und redet sich in eine kalte Begeisterung hinein, ohne eine Ahnung des Gedankens, daß möglicherweise die vom Judentum aus geplünderten Völker die Leiden der Raubritterzeit für einen erträglichen Zustand halten könnten im Vergleich zu den Drangsalen, die wir jetzt von dem jüdischen Raubgesindel auszuhalten haben. — Denn die Raubritter hatten doch wenigstens noch einen Ehrenpunlt und waren unseres Stammes, das jüdische Raubgesindel aber ist ein Pack ohne jede Einschränkung, und daß wir uns von diesem Ungeziefer so mißhandeln lassen, ist eine Schmach ohne jeden mildernden Umstand. Ja, die Verjudung der Völker ist ein Segen für die Menschheit, wir spüren's jeden Tag". - Die „Staatsbürger-Zeitung" vom 10. April 1895 druckt aus der „Jüdischen Presse" eine Auseinandersetzung über die heißt es: Fremdlinge sind wir, wandern aus und suchen ein unvergänglich Haus. Gäste sind wir dieses Landes, das uns nährt, pflegt und bewahrt . . . Und weil wir zufällig in diesem Lande geboren und erzogen sind, nennen wir uns Bürger. Und gerade der Jude muß als Bürger erster Güte angesehen werden, weil der Jude die Vorbedingungen zur Erlangung des Bürgerrechts in genauester und befriedigendster Weise Juden und ihre Wirtsvölker ab; darin erfüllt hat. Der Jude ist kein hergelaufener Mensch, er weiß, wer seine Väter waren und woher er stammt. Er kommt mit seinem Heimats- und Abzugsschein und muß überall, wohin er gelangt, weil er den hergebrachten Anforderungen des Staats- und Völkerrechts in vollgiltiger Weise genügt hat, ausgenommen werden, das kann nicht jeder von sich sagen. In der Wiener „Montagsrevue" schrieb der Jude Herzog („Deutsche Volkswacht", 10. April 1895): „Die Juden sind in allem und jedem so hervorragend, wie irgend eine menschliche Rasse, an ihnen haftet nicht ein einziges ihnen