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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 155

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 155 (sequence 56)
Language
German
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155 Mit Vorliebe reißen die Juden das Geschäft in den notwendigsten Gebrauchsartikeln des Volkes an sich, weil hier durch Preisschwankungen am meisten zu verdienen ist. So ist das oberschlesische Ko hl enge schüft fast vollständig in den Händen der Juden Cäsar Wollheim^) und Fritz Friedländer monopolisiert. Diese zwei Juden schreiben den Konsumenten sozusagen die Preise vor und pressen jährlich viele Millionen aus den Taschen des Volkes heraus. Die Firma Wollheim begnügt sich jedoch nicht mit ihrem Kohlenhandelsmonopol, sie strebt auch, die ganze-Kohlenschiffahrt auf der Oder in ihren Alleinbesitz zu bringen. Die „Schlesische Zeitung" vom 18. September 1900 veröffentlicht den Brief eines Oderschiffers, in dem es heißt: „Wie Sie aus meinem Schreiben ersehen werden, begnügt sich die Firma Cäsar Wollheim nicht nur damit, dem Konsumenten die Kohle zu verteuern, sondern sie arbeitet auch darauf hin, die gesamte Privatschiffahrt zu Grunde zu richten, damit sie auch auf den -gesamten Wassertransport ihren vollen Druck ausüben kann. Alles soll mithin von der Firma Wollheim abhängig gemacht werden, sodaß die Kohle später auch durch hohe Frachten verteuert werden kann. Benannte Firma hat jetzt schon annähernd hundert Fahrzeuge und auch schon ein Dutzend Dampfer im Betrieb. Dies scheint ihr aber zur Unterdrückung der Privatschiffahrt noch nicht vollständig zu genügen. So hat sie jetzt in Breslau eine Werft errichtet, wo jetzt schon über 500 Mann zum Fahrzeugebauen arbeiten, und vielleicht arbeiten im nächsten Jahr schon über 1000 Mann. Was kommt es auch einer solchen Millionen-Firma auf es doch, wenn sie die ganze Kohlenschifffahrt monopolisiert hat, hundertfach wieder verdient! Ja, es wird sogar gesprochen. daß die Firma Wollheim die Großherzigkeit besitzt, armen Privatschiffern auf ihrer Werft für eine geringe Anzahlung von 2600 bis 3000 Mark einen stattlichen, großen, eisernen Kahn zu bauen — derselbe Schiffer muß sich aber verpflichten, für benannte Firma Kohlen so lange zu fahren, bis er sein Fahrzeug bezahlt hat. . . . „Sie werden hieraus ersehen, wohin auch hierin die benannte Firma ihr Ziel setzt, und glaube ich wohl meinen Gedanken trauen zu können, daß, wenn diesen Auswüchsen, welche doch davon Herkommen, daß die Firma über Kohle und deren Verladung verfügen kann, nicht bald ein Halt geboten, oder besser gesagt, diesen Herren nicht bald das Heft aus der Hand gerissen wird, wir trotz allen unseren Sträubens Knechte eines.werden." ein paar Millionen Mark an? Wird An den Abfällen ihres Geschäfts lassen die Großjuden ihre kleineren Stammesgenossen mitverdienen. Darüber erzählt die „Schlesische Zeitung,, („Deutsches Blatt", 15. September 1900): „In der Stadt Gleiwitz ist man gewohnt, die Kohlen durch Fuhrwerksbesitzer in Gleiwitz, Zabrze und den umliegenden Ortschaften zu beziehen. Seit dem österreichischen Kohlenarbeiter-Ausstand haben sich zahlreiche jüdische Spekulanten dieser Leute versichert. Da die Gruben mit diesen Spekulanten keine Verträge schließen wollten, ließen diese sich die Kohlen durch die Fuhrwerksbesitzer kaufen. Als die Gruben das merkten, lieferten sie den Kutschern allwöchentlich nur eine bestimmte Menge Kohlen. Allein die Händler wußten Rat. Sie zogen die kleinen Bauern der umliegenden Dörfer heran und ließen sich abwechselnd aus allen Gruben in der Gegend wochenweise die Kohlen holen. In Gleiwitz werden täglich 10 bis 12 Waggons mit 150000 Kilogramm Kohlen nach auswärts, auch nach Oesterreich, verfrachtet, und von jedem Wagen fließt ein Reingewinn von 30 bis 40 Mark in die Tasche der Händler. Die Seele dieses Raubgeschäftes ist ein galizischer Jude, der nicht einmal die Berechtigung hat, auf deutschem Boden zu übernachten. Das Geschäft ist ihm von einer sonst angesehenen deutschen Firma übertragen worden, als es' dieser Firma zu brenzlig wurde." 0 Bei. Gelegenheit der Kohlennot-Debatte im preußischen Abgeordnetenhause bezeichnete am 24. Januar 1901 der Handelsminister Brefeld die Kohlengroßhändler als „notwendiges Nebel". Daraus erhub sich großer Lärm bei der gesamten Judenschaft und ihrem Anhang und der gekränkte Wollheim kündigte der preußischen Regierung die Kohlenlieferungsverträge.

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