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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 152

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 152 (sequence 53)
Language
German
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152 Abrah. Oppenheim, Bankier in Köln. Gerson Bleichröder, Geheimer Kommerzienrat in Berlin. In Sachsen-Meiningen: Rafael Erlanger, Bankier in Paris. Heinrich Stiebel, Bankier in Frankfurt a. M. August Wolf, General-Konsul a. D. Stanislaus Lesser, Bankier in Warschau. Leo Hirschl in Triest. In Sachsen-Koburg-Gotha: Moritz Cohn, Hofbankier in Dessau. Theodor Dreifuß, Bankier in Stuttgart. Jakob Gerson in Frankfurt a. M. Jakob London in Berlin. In Sachsen: Karl Kaskel, Bankprästdent in Dresden. Sehr groß ist die Zahl der in Oesterreich geadelten Juden, wie Rothschild, Sina, Arnstein, Goldschmidt, Hirsch, Wertheim, Eskeles u. s. w. („Reichsherold", 1. November 1892.). Recht zahlreich sind leider auch die ehelichen Verbindungen zwischen dem deutschen Adel und dem Geldjudentum. Am 2. Juni 1890 brachte die „Frankfurter Zeitung" und im April 1892 das „Berliner Tageblatt" triumphierend eine lange Liste solcher unnatürlicher, höchst beklagenswerter aristokratisch-jüdischer Mischehen. Die „Frankfurter Zeitung" bemerkte höhnisch, daß die kleine Kollekte auf Vollständigkeit keinen Anspruch mache. Die Liste ist abgedruckt im Antisemiten- Katechismus S. 276 ff. Aus neuerer Zeit könnte man noch unzählige Beispiele hinzufügen: Am 21. September 1892 wurde zu München die Vermählung des Prinzen Ernst von Sachsen-Meiningen mit Fräulein Katharina Jensen, Tochter einer Wiener Jüdin, geschlossen. Durch die Heirat erhielt sie den Titel „Gräfin Saalfeld". („Libre Parole", 22. September 1892.) Ende September 1900 verlobte sich die Tochter Luise des ehemaligen Ministerpräsidenten Grafen Taafe mit einem jüdischen Arzte vr. Feld mann in Kaschau, ihr Bruder, Graf Heinrich Taafe, ist mit einer Jüdin, Maria Magda Fuchs, vermählt. („Antisemitisches Monatsblatt", 1. November 1900.) Wie in alle Gesellschaftskreise bis zu den höchsten, so drängen sich die Juden auch in alle Parteien und in alle Vereine ein. Ob sie dort gern gesehen werden oder nicht, ist ihnen höchst gleichgiltig. Der jüdische Vorteil erheischt es so: ob konservativ, liberal, sozialdemokratisch — in gewissen Dingen sind alle Juden einig und streben demselben Ziele zu. Das „Antisemitische Monatsblatt" vom September 1900 berichtet darüber, wie dies Spiel in Italien betrieben wird: Mit verteilten Rollen zu arbeiten, ist bekanntlich eine alte jüdische Taktik. Man erreicht dadurch einmal, daß man überall für die Interessen Judas hinter den Kulissen arbeiten kann, und außerdem weicht man der Gefahr aus, daß etwa eine Partei gegen Juda dadurch gereizt werden könnte, daß alle Juden es mit der gegnerischen Seite halten. So macht es Juda deshalb nicht nur bei uns, sondern z. B. auch in Italien, wie die folgende triumphierende Notiz der „Mitteilungen zur Abwehr des Antisemitismus" zeigt: „Bei den italienischen Kammerwahlen sind 12 jüdische Abgeordnete gewählt worden. Zu den bereits früher gewählten Deputierten Barzili, Franchetti, L. Luzzatto, Riccardo Luzzatto, Meüi, Morpurgo, Pavie, R. Jacur, Wollemburg (seit 1901 Finanzminister. D. Verf.) sind neu hinzugekommen: Donati, Arthur Luzzatto und Sorani. Diese zwölf Abgeordneten verteilen sich auf alle Parteien des Parlaments, von der konservativen bis zur republikanischen Richtung."

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