Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1901
- Issue
- Die Juden in Deutschland III.
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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151 — Löwel aber wurde — aus der „Fraktion der Linken" ausgeschlossen. („Staatsbürger- Zeitung", 18. u. 28. Oktober 1892.) Bei dieser Gelegenheit wies die „Staatsbürger-Zeitung" (21. Oktober 1892) demselben Herrn Mamroth nach, daß er als Vorsitzender des Sparkaffen- Kuratoriums es zugelassen habe, daß seinem eigenen Sohne zur Errichtung eines Geschäfts Millionen zum niedrigsten Zinsfüße aus der städtischen Sparkasse geliehen wurden. Da bei der Eröffnung des Geschäfts ausdrücklich betont worden sei, daß die Etablierung „unter kommanditärer Beteiligung meines Vaters, des Stadtrats Mamroth" erfolge, so bedeute die Verleihung der Sparkassengelder an die Firma Robert Mamroth im Grunde nichts anderes, als daß der Stadtrat Mamroth sich selbst mit städtischen Geldern zu so außerordentlich niedrigem Zinsfüße beleihe. Der Stadtverordnete Mayer zu Darmstadt hatte es verstanden, die Abänderung des Stadtbauplans zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Als der Schneidermeister Willmer dies öffentlich zur Sprache brachte, wurde er verklagt und am 28. November 1899 zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Die „Deutsche Volkswacht" vom 3. Februar 1900 berichtete darüber: Das Gericht sah in der Urteilsbegründung zwar einige andere Vorwürfe als ' thatsächlich nicht begründet an, dagegen erachtete es als erwiesen, daß der Stadtverordnete Mayer bei Abänderung des Stadtbauplans sein Stadtverordnelenmandat in Förderung eigener Interessen mißbraucht habe. Gegen dieses Urteil hatten sowohl der Verurteilte als Herr Mayer Berufung eingelegt. Jetzt nehmen beide ihre Berufung zurück, Herr Mayer Sein Stadtverordnetenmandat legte er bald darauf nieder. — Wie der Jude sich gern in einflußreiche Stellungen einnistet, um zu Macht und Ansehen zu gelangen, so liebt er auch zur Fröhnung seiner Eitelkeit in die feinere Gesellschaft, womöglich in den Adel, ausgenommen zu werden. Zahlreiche deutsche Fürsten sind den Juden in dieser Beziehung bereitwillig zur Hand gegangen. Von den in deutschen Staaten geadelten Juden führen wir einige bekanntere auf: In Baden: Salomon.Haber, Hofbankier. In Bayern: Aron Elias Seligmann. Eduard Seligmann. Siegmund Pappenheimer. Jakob Hirsch, Hofbankier. Leop. Anton Elkan. F. M. Liebmann (Freiherr von Rast). Georg Dessauer. In Hessen-Darmstadt: Karl Levita. Horatius Günzburg, General-Konsul. Joseph Günzburg. In Hohenzollern-Hechingen: Joseph Wolf Kaulla, Bankier. In Preußen: Moritz Levy Telmar. Gg. Moritz Oppenfeld, Bankier. Adolf Reinach, Bankier in Frankfurt a. M., erhielt die Erlaubnis zur Führung desvom König von Italien verliehenen Freiherrntitels. unter Verzrcht auf ore rym ourch oas schöffengerichtliche Urteil zugestandene Publikationsbefugnis. Das Urteil des Schöffengerichts ist somit rechtskräftig geworden, und Herr Stadtverordneter und Revisor Mayer ist durch diese rechtskräftige Entscheidung als ein Mann bezeichnet, der nachweislich in einem Falle sein ihm anvertrautes Mandat in Förderung eigener Interessen mißbraucht hat.