Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1901
- Issue
- Die Juden in Deutschland III.
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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135 gerufenen sittlichen Zustände spotten jeder Beschreibung (bergt. Fiedler, das deutsche Theater). Versuche, die deutsche Künstlerwelt . aus dieser tätlichen jüdischen Umarmung zu befreien und deutsche Konzert- und Theateragenturen zu gründen, sind zwar wiederholt gemacht worden, aber ohne dauernden Erfolg geblieben. Es -ist Lief zu bedauern, daß selbst ein Antisemit wie Hans von Bülow zu bequem war, die Veranstaltung seiner philharmonischen Konzerte selbst in die Hand zu nehmen. Der Jude Wolfs verstand es, aus Bülows Leistungen Gold für sich zu prägen und nebenbei auch seine Eitelkeit zu befriedigen. Der arme Bülow mußte sich wiederholt überwinden, dem Publikum in der Philharmonie seinen Konzertdirektor zum Beklatschen vorzuführen. Zum Beweise der Judenherrschast auf dem Gebiete der Musik diene folgendes: Nach dem im Jahre 1896 erschienenen Konzertkalender der Berliner Konzertdirektion Hermann Wolff zählt die Künstlerarmee, über die der Konzertpascha gebietet, gegenwärtig 79 Klavierkünstler, 53 Vertreter für Violine, 20 für Violoncell; weiter stehen 60 Sopranistinnen,. 39 Altistinnen, 34 Tenoristen und 36 Bassisten unter der Botmäßigkeit dieses Wolff und außerdem haben 6 Streichquartette und verschiedene andere Künstlervereinigungen den Wolff mit Wahrnehmung ihrer Interessen betraut. (Deutsche Wacht, 30. 4. 96.) So traurig sieht es auf diesem wichtigen Gebiete der deutschen Kultur aus. Schon am 22. 11. 80 äußerte im Preuß. Abgeordnetenhause ein Redner bei der Debatte über die Judenfrage: „Es ist leider Gottes in weitem Maße wahr geworden, was ein Mainzer reformjüdisches Blatt dieser Tage geschrieben hat: „Das deutsche Judentum arbeitet jetzt so kräftig, so riesig, so unverändert an der neuen Kultur und Wissenschaft, daß der größte Teil des Christentums bewußt oder unbewußt von dem Geiste des modernen Judentums geleitet wird". Wie recht er hatte, dürfte inzwischen manchem klar geworden sein. b. Verjudung der höheren Schulen, Eindringen der Juden in höhere Berufe, maßgebende Stellungen und einflußreiche Gesellschaftskreise. Ganz auffallend ist das Streben der Juden, ihre Kinder in die höheren Schulen zu schicken, während sie andererseits die Volksschulen ebenso geflissentlich meiden. Die Folge davon ist eine grauenhafte Verjudung unserer meisten höheren Schulen, die jeden Vaterlandsfreund mit banger Sorge um die Zukunft erfüllen muß. Diese Thatsache ist schon so oft festgestellt und zahlenmäßig bewiesen worden (Antis. Kat. 269—272; Stille, Judentum 58 ff.), daß wir uns darauf beschränken, ein Beispiel aus neuester Zeit anzuführen. Das „Deutsche Blatt" vom 14. 11. 00 schreibt: Faßt man die Schülerzahl. aller höheren Erziehungsanstalten Hamburgs für Knaben zusammen, so ergiebt sich die Summe von 8546, die sich folgendermaßen auf die verschiedenen Bekenntnisse verteilen: evangelische 7199 — 84,24 v. H. katholische 171 2,00 „ ' jüdische 1132 — 13,25 „ bekenntnislose 44— 0,51 Da die Zahl der jüdischen Einwohner in Hamburg etwa 3 v. H. beträgt, geht der Prozentsatz jüdischer Schüler also weit über das zulässige Maß hinaus .... Von allen Judenkindern in Hamburg besuchen nur 57 Knaben und 46 Mädchen die Volksschule! Welche Summe von höherer Bildung und der damit verbundenen Macht wird im Judentum großgezogen, während so manche befähigte Kinder des Mittelstandes und ganz armer Eltern auf den Besuch höherer Schulen verzichten müssen, weil die erforderlichen Geldopfer nicht gebracht werden können. Haben die Judenjungen nun die höheren Schulen durchlaufen, so füllen sie die Universitäten und nisten sich nach bestandener Staatsprüfung in den höheren