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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 132

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 132 (sequence 33)
Language
German
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132 Sehen wir uns eine Reihe der bekanntesten Berliner Blätter daraufhin einmal an: Das offiziöse „Wölfische Telegr.-Bureau" versandte folgenden Waschzettel: Bezüglich der Frage des Polnaer Mordes wünscht Redner (Abgeordneter ' d'Elvert), daß diese That klargestellt werde, damit man sehe, daß der Ritualmord ein Märchen sei. (Beifall links.) Der Antisemit Schneider hebt hervor, die Ausschreitungen hätten einen antisemitischen Charakter gehabt, und greift in heftigster Weise die Juden an. Er bespricht den Polnaer Fall, .wobei er das Vorgehen der österreichischen Justizbehörden schärfstens kritisiert. Er schließt seine Rede mit den Worten: „Die Deutschen und Tschechen mögen sich gegen die Juden Verbünden!" Die Verhandlung wird sodann abgebrochen. Die nächste Sitzung findet am Dienstag statt." Dieser Waschzettel war zu finden u. a. in folgenden Blättern: Vorwärts, Berliner Tageblatt, National-Zeitung, Berliner Neueste Nachrichten, Vossische Zeitung, Berliner Börsen-Courier, Kleines Journal: sämtlich vom 11. November. Völlig schwiegen sich aus: Berliner Abendpost, Das Deutsche Blatt, Deutsche Warte, Freisinnige Zeitung, Lokal-Anzeiger, Volkszeitung, Welt am Montag u. s. w. Mit Recht knüpft das Flugblatt an die Thatsache, daß die genannten Blätter einhellig einen so wichtigen Vorgang totschweigen, folgende Bemerkungen: Das ist die Presse, die sich bei jeder Gelegenheit als der Hort der Wahrheit ausspielt! Dieselbe, die sich seit Jahren nicht in Entrüstung genug thun kann, weil angeblich im Falle Dreyfus „Recht und Wahrheit" nicht zur Geltung kom- -men, dieselbe, die uns drei Jahre mit den gleichgiltigsten und albernsten Meldungen über die Dreyfnsaffäre gelangweilt hat: In welcher Pose Frau Labori neben ihrem verwundeten Manne kniete, wie Piguart saß und ging, wie er räusperte und spuckte. Freilich ist Dreyfus Jude, und in dem ungesühnten Morde von Tisza-Eszlar handelt es sich nur um ein Christenmädchen! .... Und das ist die Presse, aus der ihr, Deutsche, zum großen Teil eure Kenntnis über die wichtigsten Lebensfragen schöpft! — Gehen euch da die Augen nicht auf? Fühlt ihr nicht, daß ihr verraten und verkauft seid, solange ihr dieser Presse folgt? Dieser Presse, die in Judenhänden ist oder sich durch die Anzeigen jüdischer Geschäfte ein goldenes Schloß vor den sonst so kecken Mund legen läßt! Es ist nun einmal nicht , anders: Die amtliche Zensur, die früher die Behörden übten, ist abgeschafft worden, und das war recht. Aber dafür ist eine andere Zensur ganz still und allmählich eingeführt worden, von der in keinem Gesetze etwas steht, die aber viel schärfer und kleinlicher geübt wird, als jemals die polizeiliche, das ist die Zensur der Presse durch die Juden! Wie in der Journalistik, so sind auch in der gesamten Litteraturund Kunst die Juden durchaus tonangebend. Das verdanken sie natürlich nicht ihrer besonderen Tüchtigkeit, sondern ihrer Dreistigkeit und vor allem ihrer geschickten Reklame und gegenseitiger Lobhudelei. Mit Recht sagt der Antisemiten-Katechismüs Seite 256: Die jüdischen Journalisten, Dichter und Künstler bilden, wie Johannes Scherr sagt, eine Unsterblichkeits - Versicherungs - Gesellschaft auf Gegenseitigkeit. Sie loben einander aus dem Dreck heraus und erfüllen die halbe Welt mit ihrem .Ruhme. Die besseren deutschen Talente werden entweder unterdrückt und totgeschwiegen, oder sie stellen sich aus Sorge ums liebe Brot — in den Dienst Judas und laffen sich geduldig mit vor dessen Triumphwagen spannen. Der litterarische Einfluß des Judentums zeigt sich auch in der Unterdrückung antisemitischer Preßerzeugniffe. Judenfeindlichen Schriften haben die Juden stets, gestützt auf ihre reichlichen Geldmittel, die größten Schwierigkeiten zu bereiten gesucht. Entweder haben sie das Erscheinen derselben zu verhindern gewußt oder ihre Beschlagnahmung erwirkt

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